„Spardirektiven des Bundes sind kontraproduktiv“

„Spardirektiven des Bundes sind kontraproduktiv“

ID: 268982

inlingua Sprachschulen verzeichnen starke Nachfrage bei Integrationskursen



(firmenpresse) - Berlin. Unbestritten ist: Sprache ist der Schlüssel zur erfolgreichen Integration. Ausländische Mitbürger, die in Deutschland leben möchten, sollten darüber hinaus ebenso Kenntnisse über Geschichte, Kultur und Besonderheiten des Landes haben. All dies sind wichtige Voraussetzungen, um Arbeit zu finden, Anträge auszufüllen, Kontakte mit den Mitmenschen zu knüpfen und ein voll integriertes Mitglied der Bundesrepublik zu werden.
Das nötige Hintergrundwissen wird in den sogenannten Integrationskursen unter fachkundiger Anleitung vermittelt. „Wir können ganz klar eine weiter steigende Nachfrage in diesem Bereich verzeichnen. Fast alle der über 80 inlingua Sprachencenter in Deutschland haben Integrationskurse im Programm und führen diese seit Jahren mit großem Erfolg durch“, betont Steffen Groß, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft internationaler Sprachschulen in Deutschland e.V., und widerspricht damit den Worten des Bundesinnenministers Thomas de Maizière, der die mangelnde Integrationsbereitschaft der sogenannten Bestandsausländer kritisiert und Sanktionen für den Fall angedroht hat, wenn diese nicht umgehend an Integrationssprachkursen teilnehmen.
„De Maizière vergisst dabei offensichtlich die kontraproduktiven Spardirektiven seines eigenen Hauses, die eben gerade diese Sprachkurse reduzieren“, so Groß. Das zuständige Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in Nürnberg hatte im Juli 2010 aufgrund fehlender Finanzmittel eine Kontingentierung für Bestandsausländer eingeführt. „Diese Zielgruppe muss jetzt mindestens drei Monate Wartezeit in Kauf nehmen und kann aufgrund organisatorischer Probleme anschließend oft keinen entsprechenden Kursträger finden, bei dem dann gerade ein Kurs startet.“ So könne es sich bei einzelnen Personen bis zu einem halben Jahr hinziehen, bis ein Integrationskurs absolviert werden könne. Ein weiteres Problem sieht der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft internationaler Sprachschulen in Deutschland in der Streichung von Fahrtkosten: „Daraus folgt ein weiteres Hindernis bei der Auswahl eines entsprechenden Kurses bei einem bestimmten Träger. Sicherlich waren die vorgenannten Gründe auch Anlass für die Forderung der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung, Staatsministerin Maria Böhmer, die dafür plädiert, den Etat des Bundesamtes für Migration schnellstmöglich aufzustocken.“

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Datum: 04.10.2010 - 15:41 Uhr
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