Handelskrieg zwischen USA und China gefährdet Aufschwung

Handelskrieg zwischen USA und China gefährdet Aufschwung

ID: 270420

Handelskrieg zwischen USA und China gefährdet Aufschwung



(pressrelations) -
DIW-Forscher: Handel mit Volksrepublik könnte auch für Deutschland gefährlich werden

Der Konflikt zwischen China und den USA um den Wechselkurs des Yuan zum US-Dollar stellt nach Ansicht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) eine große Gefahr für die Weltwirtschaft dar. "Ein Handelskrieg zwischen beiden Ländern würde einen herben Rückschlag für die Konjunktur bedeuten", sagt DIW-Ökonom Georg Erber mit Blick auf die vom US-Repräsentantenhaus in der vergangenen Woche beschlossenen Strafzölle auf chinesische Produkte. Damit könnten sich die Wachstumsperspektiven auch in Deutschland verschlechtern.

Der Streit um den Wechselkurs zwischen US-Dollar und Yuan hat sich in den letzten Monaten deutlich verschärft. Nach Berechnungen des Peterson Instituts für Internationale Wirtschaft (IIE) in Washington D.C. ist die chinesische Währung zwischen 15 und 40 Prozent unterbewertet und steht so einer schnelleren wirtschaftlichen Erholung in den Vereinigten Staaten im Wege. Zudem sieht die US-Regierung im unterbewerteten Yuan die Ursache für die großen Defizite im Außenhandel mit China. Seit dem Beitritt Chinas zur Welthandelsorganisation (WTO) hat sich der Handelsbilanzüberschuss gegenüber den USA von 103 Milliarden US-Dollar im Jahr 2002 auf 268 Milliarden US-Dollar im Jahr 2008 mehr als verdoppelt.
Chinas Währungsreserven erreichen Rekordhoch
Der chinesische Anteil an US-Warenimporten liegt mittlerweile bei über 20 Prozent. Schon heute besitzt Peking mit etwa 2,5 Billionen US-Dollar mehr Währungsreserven als Japan, Russland und die gesamte Eurozone zusammen. Zudem hält die Volksrepublik ein Fünftel aller Staatsschuldverschreibungen der Vereinigten Staaten. Die chinesische Regierung hat den Yuan zuletzt um zwei Prozent aufgewertet. Angesichts der vorangegangenen Abwertung über mehrere Jahre fällt das jedoch kaum ins Gewicht ? zumal die leichte Aufwertung vor allem das Resultat höherer Inflationsraten ist. "Chinas Reaktion auf die Kritik an seiner Wechselkurspolitik insbesondere aus den USA hat bisher wenig Wirkung gezeigt", sagt DIW-Experte Erber. "Länder wie Deutschland sollten sich deshalb in einem gewissen Rahmen mit den USA solidarisch verhalten, denn Europa könnte ähnliche Probleme bekommen."


Schuldenfalle im China-Handel auch für Deutschland zu beachten
Von den derzeitigen Handelsdifferenzen zwischen den USA und China profitiert Deutschland zwar. Grund dafür sei der gestiegene Wechselkurs des Dollar gegenüber dem Euro, so Erber. "Diese Aufwertung hat auch den Yuan mitgezogen, dadurch haben wir an preislicher Wettbewerbsfähigkeit gewonnen." Allerdings könnte Deutschland längerfristig eine ähnliche Entwicklung drohen wie den USA, so DIW-Experte Erber: "Deutschland muss realisieren, dass aufgrund schnell steigender Importe aus der Volksrepublik eine Schuldenfalle lauert. Noch profitieren wir aufgrund hoher Exporte vom Handel mit China ? das kann sich aber schnell ändern."
Bei der Vermeidung eines drohenden Handelskriegs zwischen den USA und China müsse der anstehende G20-Gipfel in Südkorea eine zentrale Rolle spielen, sagt Erber. "Eine Aufwertung des Yuan muss auf die Tagesordnung, sonst gerät das weltweite wirtschaftliche Gefüge ins Wanken."

Abbau globaler Handelsungleichgewichte: Muss China aufwerten? Von Ansgar Belke, Christian Dreger und Georg Erber. In: Wochenbericht des DIW Berlin Nr. 40/2010



Pressestelle und -anfragen
Renate Bogdanovic
Susanne Marcus
presse@diw.de
Mohrenstraße 58
10117 Berlin

Telefon: +49-30-897 89-249 oder -493
Telefax: +49-30-897 89-200

Presse-Handy außerhalb der Bürozeiten: +49-174-319-3131

www.diw.de
twitter.com/DIW_BerlinUnternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Entwicklung des Auftragseingangs in der Industrie im August 2010 Kontinuierliche Optimierung: Office Manager 10.0 erfährt Service-Update
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 06.10.2010 - 12:46 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 270420
Anzahl Zeichen: 4140

pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen


Diese Pressemitteilung wurde bisher 293 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Handelskrieg zwischen USA und China gefährdet Aufschwung"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung DIW Berlin (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Öffentliche Haushalte trotz kräftiger Ausgabensteigerungen weiterhin mit Überschüssen ...
Zunehmende Zahl Geflüchteter hinterlässt Spuren in öffentlichen Kassen - Finanzielle Belastungen sind verkraftbar, Prioritäten müssen aber richtig gesetzt werden - DIW-Finanzexpertin van Deuverden: "Haushaltspolitische Spielräume nutzen" Der öffentliche Gesamthaushalt in Deutsc

Je mehr Mitspracherecht Eltern haben, desto zufriedener sind sie mit den Kitas ...
Insgesamt ist die Zufriedenheit mit den Kindertageseinrichtungen hoch - Eltern von Kindern im Alter von drei Jahren und älter sind unzufriedener - gut verdienende Eltern würden auch höhere Gebühren zahlen In den vergangenen Jahren hat Deutschland massiv in den quantitativen Ausbau der Kinde

Frauenanteil in DAX-30-Vorständen: Entwicklung weiterhin verhalten ...
Update des DIW Managerinnen-Barometers: Frauenanteil ist in Vorständen in diesem Jahr von 7,4 auf 8,4 Prozent gestiegen und in Aufsichtsräten von 24,7 auf 26,5 Prozent - Fast die Hälfte der DAX-30-Unternehmen erfüllt die 2016 in Kraft tretende Frauenquote in Aufsichtsräten schon jetzt. Der F


Weitere Mitteilungen von Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung DIW Berlin


Kontinuierliche Optimierung: Office Manager 10.0 erfährt Service-Update ...
Königs Wusterhausen ? Bereits im Juli präsentierte das Softwarebüro Krekeler die neue Version 10.0 seiner anwenderfreundlichen DMS-Lösung Office Manager, die mit einem neuen Design und einer Reihe ausgefeilter Funktionen punkten konnte. Jetzt können sich Nutzer des Office Manager 10.0 auf weite

Q3 2010: EUROPACE legte um fast eine Milliarde zu ...
Mit einer Steigerung von 24,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal, übertraf das Transaktionsvolumen des Finanzmarktplatzes Europace im dritten Quartal 2010 die Höchstleistung des zweiten Quartals nochmals deutlich. "Das Gesamtvolumen von 4,483 Mrd. Euro im dritten Quartal 2010 ist auch fÃ

Unfallschutz mit Unfallversicherungen ...
Ob Autounfall, Sturz bei der Hausarbeit oder Ausrutschen auf Glatteis - einen Unfall wünscht sich Niemand. Doch egal, wie vorsichtig man auch ist, passieren kann trotzdem immer etwas. Wie schön, wenn man im Ernstfall auf eine zuverlässige Unfallversicherung zurückgreifen kann. Bei der unübersc

Kostenloses-Girokonto.net erstrahlt in neuem Gewand ...
Übersichtlicher und leicht verständlich - das Online-Portal Kostenloses-Girokonto.net hat sich einem Facelift unterzogen und strahlt jetzt in neuem Glanz. Das brandneue Outfit verschafft mehr Übersichtlichkeit, so dass auch garantiert jeder schnell und einfach das für ihn passende Girokonto find


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z