Neue Technologien gegen Rohstoffengpässe
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Neue Technologien gegen Rohstoffengpässe
(Berlin, 06.10.2010) Der chinesischen Strategie, seltene Rohstoffe als Machtfaktor im internationalen Handel einzusetzen wie jüngst gegen Japan, kann mit neuen Substitutionstechnologien wirksam begegnet werden. Mit gezielter Forschung und Entwicklung kann Deutschland die Abhängigkeit von seltenen Rohstoffen künftig deutlich entspannen. Das betonte in einer Stellungnahme der Geschäftsführer des VDI Zentrums Ressourceneffizienz (ZRE) Johannes Lackmann.
Dort wo Ingenieure und Unternehmen neue Wege gehen und sich von den alten Produktions- und Designmustern trennen, können sich ganz neue innovative Lösungen entwickeln. Ein Beispiel: Eines der wichtigsten Elemente unter den sogenannten Seltenen Erden ist Neodym. Es dient als Werkstoff für starke Magnete in elektrischen Maschinen, die künftig etwa für Elektrofahrzeuge und Windturbinen Anwendung finden können. Neodym ist als Magnetwerkstoff lange bekannt und verfügbar. Die Versorgung kann dann zu einem Problem werden, wenn Massenanwendungen damit begonnen werden, die allein auf einen Werkstoff setzen und die historisch günstigen Beschaffungspreise dieses Werkstoffes als Kalkulationsgrundlage in die Zukunft projizieren (Untersuchung des Fraunhofer ISI und der IZT gGmbH, unter anderem zum Neodymbedarf für Zukunftstechnologien: Rohstoffbedarf für Zukunftstechnologien, 2008, Kap. 5.11.5.3).
Aus technischer Sicht gibt es fast durchweg Alternativen zum Einsatz einzelner Werkstoffe. Es reicht allerdings nicht aus, erst dann nach Alternativen zu suchen, wenn der Versorgungsengpass schon eingetreten ist. Notwendig sind vielmehr eine vorausschauende mehrgleisige Technologieentwicklung und eine systematische Forschung in Bezug auf Substitutionslösungen. Aus Sicht des ZRE ist das Potenzial für solche Lösungen weit größer als es die öffentliche Debatte um knappe Rohstoffe erscheinen lässt.
VDI Zentrum Ressourceneffizienz
Das VDI Zentrum Ressourceneffizienz mit Sitz in Berlin ist eine Tochter der VDI GmbH und wurde im Juni 2009 mit Mitteln der Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums gegründet. Kernaufgabe des ZRE ist es, den integrierten Einsatz von Umwelt-, Ressourcen- und Klimaschutztechnologien allgemein verständlich und umfassend darzustellen und zu befördern.
Der Auftrag des ZRE ist es, einen wirksamen Beitrag zur Entwicklung und Umsetzung von Konzepten zu Ressourceneffizienz in praktischen Anwendungsfeldern zu leisten. Dies ist verbunden mit der Zielsetzung, den Verbrauch an natürlichen Ressourcen zu verringern, eine höhere Wertschöpfung mit mehr Arbeitsplätzen und höherer Qualifikation der Beschäftigten zu erreichen und die internationale Wettbewerbsposition der deutschen Wirtschaft zu stärken.
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Datum: 06.10.2010 - 17:46 Uhr
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