Gesundheitsstaatssekretärin Huml: Meningokokken - Impfung rettet Leben!

Gesundheitsstaatssekretärin Huml: Meningokokken - Impfung rettet Leben!

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Gesundheitsstaatssekretärin Huml: Meningokokken - Impfung rettet Leben!



(pressrelations) - n - Insbesondere Kinder und Jugendliche sollten sich gegen Meningokokken-Infektionen impfen lassen. Dazu rief Gesundheitsstaatssekretärin Melanie Huml heute in München auf. "Meningokokken-Erkrankungen sind selten, aber sehr gefährlich. Eine Impfung kann lebensrettend sein", so Huml. Meningokokken sind Bakterien, die durch Tröpfcheninfektion übertragen werden können. Etwa zwei Drittel der Betroffenen erkranken an einer Hirnhautentzündung (Meningitis). Bei etwa einem Drittel führt sie zu einer Blutvergiftung (Sepsis). Gegenwärtig sind die Impfraten laut Huml jedoch noch zu gering: In Bayern sind nur rund 38 Prozent der Kinder und Jugendlichen gegen Meningokokken geimpft. "Auch unsere Kinder- und Hausärzte sollten verstärkt bei Eltern und Jugendlichen für die Impfung gegen Meningokokken-C-Infektionen werben", so Huml.

In Bayern erkranken jährlich etwa 50 bis 100 Menschen an einer Meningokokken-Infektion; seit 2001 werden jedes Jahr zwischen drei und 12 Todesfälle gemeldet. Auch in diesem Jahr sind in Bayern bereits drei Personen an einer Meningokokken-Erkrankung verstorben. Am häufigsten betroffen sind Kinder bis fünf Jahre, mit einem besonders hohen Anteil von Kindern im ersten und zweiten Lebensjahr. Ebenfalls häufig erkranken Jugendliche im Alter von 15 bis 19 Jahren. In Bayern kommen vor allem Meningokkokken der Serogruppe B und C vor. Gegen Meningokokken C gibt es einen gut verträglichen Impfschutz.

Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut des Bundes empfiehlt allen Kindern im 2. Lebensjahr den Impfschutz. Wurde die Impfung in diesem Alter versäumt, sollte sie bis zum 18. Lebensjahr nachgeholt werden. Die Impfung für Kinder und Jugendliche wird von den Krankenkassen bezahlt.

Die Impfung gegen Meningokokken wird zudem empfohlen für
  • gesundheitlich gefährdete Personen mit bestimmten Immundefekten,
  • gefährdetes Laborpersonal,
  • Reisende in Ländern mit einer hohen Krankheitslast, besonders bei engem Kontakt zu Einheimischen und vor Pilgerreisen nach Mekka,
  • Schüler/Studenten vor Langzeitaufenthalten in Ländern mit empfohlener allgemeiner Impfung für Jugendliche,
  • bei Ausbrüchen oder regionalen Häufungen auf Empfehlung der Gesundheitsbehörde,
  • bisher ungeimpfte enge Kontaktpersonen eines Erkrankten mit Meningokokken-C-Infektion.
Weitere Informationen: http://www.gesundheit.bayern.de




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Datum: 11.10.2010 - 19:16 Uhr
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