Spam 2.0 in sozialen Netzwerken im Aufwind
Sophos ermittelt die größten Spamschleudern - Deutschland rückt auf Platz sechs vor - USA unangefochten an der Spitze
Die Experten der SophosLabs stellten bei ihrer Untersuchung des Spam-Verkehrs einen Wandel fest. Wurde Spam früher nur über E-Mails verschickt, wächst gegenwärtig seine Ausbreitung in sozialen Netzwerken. In Twitter kam es zu Spam-Tweets, die die "OnMouseOver"-Schwachstelle ausnutzten. Auch in Facebook wurden verstärkt Spam-Nachrichten verschickt. Außerdem haben Spammer die Methode entwickelt, Geld mit Facebook-Umfragen zu generieren.
Ein Facebook-Spammer wurde jedoch kürzlich zu einer außergewöhnlich hohen Geldstrafe verurteilt. Der Kanadier Adam Guerbuez missbrauchte das soziale Netzwerk für Medikamentenwerbung, schickte vier Millionen Spam-Posts und muss nun 873,3 Millionen US-Dollar Strafe zahlen.
Guerbuez hatte Facebook-Nutzer zugespammt, nachdem er mittels Phishing, sonst vor allem beim Online-Banking gefürchtet, an ihre Login-Daten gekommen war. "Der Anwender muss immer darauf aufpassen, in welcher Umgebung er sich einloggt. Sonst landet er schnell auf einer betrügerischen Seite, die nur dafür gemacht wurde, an den Usernamen und das Passwort zu kommen, um von diesen Accounts an andere Spam zu senden", erklärt Graham Cluley, Senior Technology Consultant von Sophos.
Spammer wie Guerbuez nutzen für ihre Spam-Mails Bot-Netze. Das sind Netzwerke infizierter Computer, die Cyberkriminelle fernsteuern können. Meist erfolgt die Übertragung, indem unvorsichtige Nutzer auf Links in Nachrichten klicken, die zu verseuchten Webseiten führen.
"Spam ist nicht nur ein Ärgernis. Cyberkriminelle nutzen ihn als Mittel, ihre Geschäfte auszubauen", sagt Cluley. "Man sollte niemals der Versuchung erliegen, eine Spam-Nachricht aus Neugier zu öffnen. Man verliert die Kontrolle über seinen Computer innerhalb von Sekunden. Wenn der eigene Computer Teil eines Botnetzes ist, besteht auch die Gefahr anderer schädlicher Infektionen, die persönliche Informationen und das Online-Banking ausspionieren."
Der beste Weg für Anwender, das Risiko von Spam und Schadsoftware zu minimieren, liegt im Einsatz von Anti-Spam- und Anti-Viren-Software und dem Download aktueller Sicherheitspatches. Damit auch Unternehmen vor jeglicher Malware geschützt sind, empfiehlt Sophos automatische Updates der unternehmensweiten Anti-Virus-Software und den Einsatz einer ganzheitlichen Lösung an Mail- und Internet-Gateways.
Die Rangliste der zwölf aktivsten Länder beim Spam-Versand von Juli bis September 2010:
1. USA 18.6%
2. Indien 7.6%
3. Brasilien 5.7%
4. Frankreich 5.4%
5. Großbritannien 5.0%
6. Deutschland 3.4%
7. Russland 3.0%
7. Südkorea 3.0%
9. Vietnam 2.9%
10. Italien 2.8%
11. Rumänien 2.3%
12. Spanien 1.8%
Andere 38.5%
Über Sophos
Mehr als 100 Millionen Anwender in 150 Ländern verlassen sich auf Sophos als den besten Schutz gegen komplexe IT-Bedrohungen und Datenverlust. Sophos bietet dafür Security- and Data-Protection-Lösungen an, die einfach zu verwalten, zu installieren und einzusetzen sind und dabei den branchenweit niedrigsten Total Cost of Ownership bieten. Sophos bietet preisgekrönte Verschlüsselungs- und Endpoint-Security-Produkte, darüber hinaus Lösungen für Web- und E-Mail-Sicherheit sowie Network Access Control (NAC). Das Angebot wird von einem weltweiten Netzwerk eigener Analysezentren, den SophosLabs, unterstützt. Mit 25 Jahren Erfahrung gehört Sophos laut den Top-Analystenhäusern zu den führenden Unternehmen für IT-Sicherheit und Datenschutz und hat zahlreiche Branchenauszeichnungen erhalten.
Die weltweiten Aktivitäten von Sophos werden von Boston, USA, und Oxford, Großbritannien, aus geleitet. In Deutschland hat Sophos zwei Standorte, Mainz und Oberursel. In Österreich und der Schweiz ist das Unternehmen mit je einem Standort vertreten. Weitere Informationen unter: www.sophos.de.
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Datum: 18.10.2010 - 15:55 Uhr
Sprache: Deutsch
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