Studie macht deutlich: Ernährungsforschung muss besser werden
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Studie macht deutlich: Ernährungsforschung muss besser werden
Anlässlich der Veröffentlichung einer neuen, vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in Auftrag gegebenen Studie, die den Innovationssektor Lebensmittel und Ernährung analysiert, sagte Forschungsministerin Annette Schavan: "Eine gesunde Ernährung ist ein wichtiger Baustein für die Bekämpfung und Prävention von Volkskrankheiten." Hierfür ist eine starke Forschung ebenso wichtig wie ein schneller Transfer der Forschungsergebnisse in die Praxis. Es müssen dringend neue Wege gefunden werden, um die drastische Zunahme von Krankheiten zu bekämpfen, die mit der Ernährung in Zusammenhang stehen. Dazu gehörten neben Adipositas (Fettleibigkeit) auch Diabetes, Arteriosklerose und Krebs, die zunehmend auch bei Kindern und Jugendlichen auftreten.
Das BMBF wird deshalb sein Engagement in der Ernährungsforschung weiter ausbauen und einen Schwerpunkt auf strukturbildende Maßnahmen setzen. Sie zielen insbesondere auf Kompetenzbündelung, Profilschärfung der einzelnen Forschungsstandorte, Verbesserung des Wissens- und Technologietransfers zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sowie auf die spezielle Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.
Die Studie, die gemeinsam vom Fraunhofer Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung und der TU München, Wissenschaftszentrum Weihenstephan, erarbeitet wurde, bietet erstmals eine umfassende Betrachtung und Analyse des Innovationssektors Lebensmittel und Ernährung, der neben der Wissenschaft auch die Wirtschaft, Förderer und Rahmenbedingungen umfasst. Die Verfasser stellen fest, dass der Innovationssektor eine große und in Zukunft noch steigende Bedeutung für die Lösung aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen hat, wie die Bekämpfung von Volkskrankheiten und Sicherung der Welternährung. Sie arbeiten aber auch heraus, dass weder Lösungs- noch Wachstumspotenziale unter den derzeitigen Bedingungen voll ausgeschöpft werden können. So seien zum Beispiel die akademischen Forschungskapazitäten stark zersplittert mit einer Vielzahl von Standorten der Universitäten und Fachhochschulen und zu wenig inhaltlicher Schwerpunktsetzung. Außerdem bestehen Defizite bei der interdisziplinären Zusammenarbeit. Hier sind vor allem die Universitäten und die Förderer gefragt, die akademische Ernährungsforschung strategisch erfolgreich aufzustellen.
Große Innovationspotenziale sieht die Studie auch auf Seiten der Ernährungswirtschaft, die in ihren überwiegend mittelständischen Unternehmen bei der Weiterentwicklung ihrer Produktpalette noch zu wenig auf Forschung setzt. "Um die Märkte der Zukunft, die stark auf Gesundheitsaspekte ausgerichtet sein werden, wettbewerbsfähig mitzugestalten, ist ein höheres Engagement auf Seiten der Ernährungswirtschaft in Forschung und Entwicklung erforderlich", so Schavan. Hier sind Wirtschaft und Wissenschaft gemeinsam gefordert, die Zusammenarbeit zu verbessern.
Die Studie finden Sie im Internet unter http://www.bmbf.de/de/1033.php
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Datum: 25.10.2010 - 16:45 Uhr
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