Roland Berger Studie "Die brasilianische Dekade": Wie brasilianische Unternehmen zur Weltspitze vorrücken können
ID: 286042
- Geplantes Investitionsvolumen im Energiesektor 1.095 Mrd.
US-Dollar (1.960 Mrd. Brasilianische Reales) zwischen 2010 und 2030
- Um sich einen Stammplatz in der Weltliga zu sichern, muss Brasilien
verstärkt in Innovationen investieren
- Mögliche Gefahren: Unzureichende Ersparnisse,
Leistungsbilanzdefizit und mangelnde Innovationstätigkeit
Brasilien wird 2010 als einziger BRIC-Staat stärker wachsen als
vor der Krise. In seiner jüngsten Prognose geht der Internationale
Währungsfond IWF für dieses Jahr von einem BIP-Wachstum von 7,1
Prozent aus. Abgesehen von einigen Schwachpunkten sind brasilianische
Unternehmen optimal aufgestellt, um in die Weltspitze vorzurücken,
sofern sie geeignete Strategien zur Förderung von Innovation und
Wachstum einsetzen. Das sind die Ergebnisse einer Studie von Roland
Berger Strategy Consultants mit dem Titel "The Brazilian decade -
Time to act in a unique situation".
"Brasilianische Unternehmen sind optimal aufgestellt, um zur
Weltspitze aufzuschließen", sagt Roland Berger Partner Rodrigo
Dantas. "Während die meisten Länder noch tief in der Krise stecken,
befindet sich Brasiliens Wirtschaft bereits wieder auf
Wachstumskurs." 2010 wird Brasilien als einziger BRIC-Staat stärker
wachsen als vor der Krise. In seiner jüngsten Prognose geht der IWF
für dieses Jahr von einem BIP-Wachstum von 7,1 Prozent aus. Auch der
nationale Aktienindex Bovespa befindet sich wieder in der Nähe seines
Allzeithochs.
Brasilien bietet immense Chancen
Bereits jetzt ist Brasilien ein wirtschaftliches Schwergewicht. So
ist das südamerikanische Land beispielsweise weltweit führender
Exporteur von Zucker, Ethanol, Soja und Rindfleisch. Das Potenzial
Brasiliens basiert auf seinen einzigartigen Stärken und immensen
Chancen. Zu den Vorteilen des Landes zählen unter anderem die junge,
dynamische Bevölkerung, die serviceorientierte Haltung, teilweise
noch nicht erschlossene Offshore-Ölfelder in Küstennähe, die weltweit
größten Onshore-Ölvorkommen und die größten Regenwälder der Erde.
Zudem sitzen die führenden Technologieunternehmen im Bereich
Ethanol-Motoren und Offshore-Ölförderung in Brasilien, während die
Nachfrage nach Ethanol und Ethanoltechnologien wächst. Außerdem
profitiert das Land von seiner stabilen Innen- und Außenpolitik und
der konservativen Bankenregulierung, die einen Kollaps des
Finanzsystems verhindert hat. Überdies zeichnet Brasilien sich durch
seinen gigantischen Binnenmarkt und die wachsende Mittelklasse aus,
deren Kaufkraft unaufhaltsam steigt.
Brasilien investiert massiv in seine Zukunft: Zwischen 2010 und
2030 sind Investitionen im Volumen von 1.960 Mrd. BRL (rund 1.095
Mrd. USD) im Energiesektor geplant. Für die Fußballweltmeisterschaft
2014 und die Olympischen Spiele 2016 sollen planmäßig weitere 97 Mrd.
BRL investiert werden. Hinzu kommen weitere Investitionen in Höhe von
35 Mrd. BRL in das Transportwesen, beispielsweise den Bau einer
Hochgeschwindigkeitsbahn.
Hindernisse für Unternehmen
Von außen betrachtet geben einige Bereiche jedoch Anlass zur
Sorge. Einer Umfrage zufolge bereiten den Unternehmen vor allem die
Steuervorschriften (19,3%), Steuersätze (17,7%) und die restriktiven
Arbeitsgesetze (12,9%) Probleme, gefolgt von einer ineffizienten
Bürokratie (11,3%) und Korruption (7,0%). Zudem sind die
Innovationsausgaben zu gering. Während Japan 3,4% seines BIP für
Innovationen aufwendet, sind es in Brasilien nur 0,82%.
Brasilien muss in Innovationen investieren
"Die geringen Investitionen Brasiliens in Forschung und
Entwicklung erklärt den geringen Anteil von Produkten mit hohem
Wertschöpfungsanteil", sagt Dantas. Das bedeutet, dass die
Exporteinnahmen stark von den Preisen an den Rohstoffmärkten
abhängen. "Deshalb muss Brasilien dringend in Innovationen
investieren, um seiner Volkswirtschaft einen Stammplatz in der
Weltliga zu sichern." Um die Innovationen anzukurbeln bedarf es
gemeinsamer öffentlicher und privater Anstrengungen. Beispielsweise
muss die Regierung die Schaffung von Technologieclustern und
Netzwerken fördern - auch zwischen Hochschulen und Unternehmen. Für
Unternehmen gibt es andere wichtige Innovationstreiber: "Der CEO muss
die Position des Innovations-Champion einnehmen", so Dantas.
"Unternehmen müssen eine Innovationskultur pflegen und durch
Wissensaustausch mehr Innovationspartner einbeziehen." Darüber hinaus
muss Brasilien strukturelle Schwächen überwinden und vorhandene
Chancen nutzen. Das Land verfügt nur über unzureichende Ersparnisse
(2009 nur 14,6% des BIP) und eine negative Haushaltsbilanz
(geschätztes Defizit 49 Mrd. USD 2010 und 60 Mrd. USD 2011).
Unternehmen profitieren von optimaler Positionierung
Dennoch profitieren brasilianische Unternehmen von ihrer optimalen
Positionierung. Dantas: "Um in die Weltspitze vorzurücken, muss
Brasilien jetzt handeln, so lange die internationalen Wettbewerber
noch eifrig mit Kostensenkungen beschäftigt sind. Daher sollten sich
Brasiliens Unternehmen darauf konzentrieren, profitables Wachstum zu
schaffen, ihre Unternehmensstrategie an das veränderliche Umfeld
anzupassen, und Innovationen und Investitionen in neue
Geschäftsmodelle voran zu treiben." Außerdem sollten Unternehmen sich
auf internationaler Ebene konsolidieren, den Zugang zu den
Kapitalmärkten sichern und die Rolle des Hauptsitzes überdenken.
"Trotz einiger Schwachstellen sind die Zukunftsaussichten für
Brasilien wegen seines Unternehmergeistes und Muts hervorragend."
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Datum: 29.10.2010 - 11:05 Uhr
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