Stätten der Trauer und Orte der Hoffnung
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Stätten der Trauer und Orte der Hoffnung
Freiburg (pef). Für Christen sind Gräber und Friedhöfe nach den Worten von Erzbischof Dr. Robert Zollitsch (Freiburg) 'nicht nur Stätten der Trauer und des Gedenkens, sondern auch Orte der Hoffnung auf ewiges Leben.' In besonderer Weise zeige das Kreuz 'den Grund der christlichen Zuversicht für die Lebenden und die Verstorbenen', schreibt der Erzbischof von Freiburg in einem Beitrag zum Fest Allerheiligen (1. November).
In diesen Gedanken zum Fest Allerheiligen, die auch im Internetportal der Erzdiözese Freiburg nachlesbar sind, heißt es: 'Was der Tod für den Menschen bedeutet, ist aufs engste mit dem verbunden, was der Mensch über sich selbst denkt und aussagt. Lebensgestaltung und Lebensdeutung des Menschen bekommen im Sterben eine letztgültige Klarheit.' Wer den Menschen ausschließlich als biologisches Wesen betrachte, werde auch den Tod lediglich als ein Aufgehen in einen größeren biologischen Prozess sehen. Von der Individualität des Einzelnen bliebe dann nichts mehr ? abgesehen von Fotos, die nicht das Sein, sondern das "Dagewesensein" dokumentierten. So fungierten Fotoalben als Ersatzfriedhöfe und im Internet würden immer mehr virtuelle Friedhöfe angelegt ? 'um die Erinnerung digital zu verewigen', formuliert Zollitsch. Der Tod sei für alle Menschen das Ende des irdischen Lebens. Zugleich gelte es festzuhalten, 'dass der tote Leib des Menschen nicht nur Hülle ist, sondern wesentlich zu seiner Personalität gehört und deshalb in pietätvoller Weise zu bestatten ist'.
Kritik an Handel mit Leichenteilen: Tote nicht nur technisch entsorgen
In diesem Zusammenhang kritisiert Erzbischof Zollitsch erneut den unwürdigen Handel mit Leichenteilen im Internet: 'Nur ein Mausklick und das Kleinhirn landet im Warenkorb eines Online-Shops. Und wo landet die Menschenwürde?' Der christliche Glaube ermutige dazu, 'überall dort die Stimme zu erheben, wo die Gefahr droht, dass Tote gleichsam nur technisch entsorgt werden.' Christen glauben nach den Worten des Erzbischofs von Freiburg: 'Die Toten leben in Gott und bleiben uns zugleich in anderer, neuer Weise nahe. Denn in unserem Glauben stehen wir nicht nur in der Gemeinschaft derer, die mit uns hier auf dem Weg sind und dem Wort Jesu Christi vertrauen. Wir stehen auch in der Gemeinschaft mit all jenen, die diesen Weg vollendet haben und für immer bei Gott zu Hause sind.' Am Fest Allerheiligen werde besonders deutlich, 'dass wir mit diesem großartigen Finale rechnen dürfen: nicht der Tod, sondern Gott behält das letzte Wort.' Durch die Bestattung und den Besuch am Grab der Verstorbenen werde 'das Bewusstsein für diese Gemeinschaft über den Tod hinaus' wachgehalten. Christlich begründete Hoffnung schaue gerade zum Start in den November ? an Allerheiligen und Allerseelen ? 'nicht allein auf das Ende des irdischen Lebens, sondern vor allem auf die Zukunft, die Gott eröffnet', schreibt Erzbischof Zollitsch.
Den Wortlaut können Sie hier nachlesen: http://www.kath-musterhausen.de/lib/download.php?key=de3751f4485c file=/dynamic/datei/allerheiligen_11_01_10.pdf name=staetten_der_trauer_und_orte_der_hoffnung mp=sesam
Weitere Informationen zur Erzdiözese erhalten Sie unter http://www.erzbistum-freiburg.de.
Auch der Kurznachrichtendienst "Twitter" bietet Informationen aus dem Erzbistum an unter http://twitter.com/BistumFreiburg.
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Datum: 01.11.2010 - 10:45 Uhr
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