Der Einzelhandel im Wandel Teil 3: Die Einkaufsmeilen in Deutschland – Auf der Suche nach Damals
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Die Sicht der Dinge ist das entscheidende Kriterium auch im Einzelhandel. Das die Sicht grundsätzlich im Auge des Betrachters liegt, ist ein deutschlandweiter Trend, der immer mehr um sich greift.
Vielfach zehrt der Einzelhandel in den Städten aber noch aus Jahrzehnten, die schon lange vergangen sind. Damals, als die Innenstadt noch Treffpunkt war. Man seinen Sonntagsanzug getragen hat, um in der Stadt einkaufen zu gehen und wenigstens in ein Kaffee einzukehren. In den 50er und 60er Jahren, als neuartige Innenstadtkonzepte mit autofreien Zonen erdacht wurden. Gemütliche Einkehrmöglichkeiten erhöhten den Einkaufsspaß und es wurde das Maß an Konsumartikeln geboten, welches über den täglichen Bedarf hinaus ging. Denn früher waren viele Dinge Luxus, die heute als selbstverständlich angesehen werden. Aus dieser Zeit rührt auch noch die Einstellung vieler Kaufleute zu ihrem Gewerbe und ihrem Sortiment her.
„Wir stoßen immer noch auf Ladenkonzepte, die schon seit vielen Jahren überholt sind“, sagt Dietmar Fuleda, Geschäftsführer der Fuleda KG und Berater für den Einzelhandel, „vormals sehr durchdachte, oder organisch gewachsene Innenstadtkonzepte haben sich in den letzten Jahrzehnten aufgelöst und dadurch auch den Niedergang vieler Geschäfte beschleunigt.“
Zahlreiche spezialisierte und sich vor allem ergänzende Geschäfte mussten in den Städten nacheinander Konkurs anmelden. Die Innenstadt war früher ein Warenhaus mit Frischluftcharakter. Lederwarengeschäft neben Bekleidungsladen und Miederwaren, Zeitschriften neben Haushaltswaren. Gute Beratung und das Einkaufserlebnis trugen ihr übriges zum Erfolg der Innenstädte bei.
Bis, ja bis sich viele Konzepte überlebten. Es wurde oft einfach ignoriert, dass mit den Einkaufszentren eine mächtige Konkurrenz vor den Toren der Stadt entstand. Das Onlineshopping bei vielen Dingen oft praktischer und günstiger ist, wurde unterschätzt. Die Alternative ist oft, sich mit dem Auto in enge Parklücken zu quälen, viel Geld für die Lücke bezahlen zu müssen, nur um dann zu erfahren, dass man das gewünschte Produkt erst bestellen und dann zur Abholung noch einmal kommen muss.
„Unsere Experten können fast immer nach kurzer Zeit sagen, was in einer Ladenstraße falsch läuft und was dagegen unternommen werden muss“, meint Herr Fuleda, „wir analysieren den Standort, sehen uns das Umfeld an und lassen die Schaufenster auf uns wirken. Dabei stellt sich oft eine mit blumigen Worten umschriebene Einkaufsmeile als Sanierungsfall mit raschem Handlungsbedarf heraus.“
Die Fuleda KG empfiehlt daher oft erst einmal ein einfaches Mittel: die Kundenbefragung! Dabei stellen die betroffenen Einzelhändler an mehreren Samstagen hintereinander einen kleinen Stand zur Befragung mitten in der Einkaufszone auf und lassen sich per Fragebogen direkt vom Kunden erzählen, wie er die Innenstadt mit ihren Geschäften empfindet und bewertet.
„Sie werden überrascht sein, wie sehr sich die Wahrnehmung der Einzelhändler von der des Kunden unterscheidet“, erläutert Dietmar Fuleda den Grund dieser Maßnahme, „während der Händler noch von einem Einkaufserlebnis spricht, ist der Kunde schon vom Anblick der Schaufensterauslage abgeschreckt.“
Die Erreichbarkeit der Innenstadt, die unterschiedlichen Rahmenbedingungen wie Kaufkraft oder Einwohnerzahl, das Einzugsgebiet aber auch die Kassenlage der Kommune oder Stadt legen fest, welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, um oft zu retten, was noch zu retten ist. Dabei müssen die Händler ernsthaft an einem Strang ziehen, denn in einem Gesamtkonzept zur Attraktivitätssteigerung einer Einkaufsmeile ist die Initiative jedes einzelnen Händlers gefordert. Vom Sortimentscheck, über die Außendarstellung, bis hin zum Service am Kunden muss alles auf den Prüfstand, um in der heutigen Zeit den komplizierter werdenden Kundenansprüchen gerecht zu werden und den Einkauf in der Innenstadt wieder zu dem Erlebnis zu machen, welches es früher einmal war.
Viele Maßnahmen lassen sich dabei mit geringen Investitionen, aber mit viel persönlichem Engagement bewerkstelligen. Die Experten der Fuleda KG informieren Sie gern.
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Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Fuleda KG, Unternehmensberatung für den Einzelhandel
Hohefeldstraße 3
34132 Kassel
Telefon: 0561 970 64 41
Telefax: 0561 970 64 42
Email: info(at)fuleda-kg.de
Internet: www.fuleda-kg.de
Datum: 01.11.2010 - 13:02 Uhr
Sprache: Deutsch
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