Flüssiges Holz - der Kunststoff des 21. Jahrhunderts
Werfen Sie doch Ihr altes Handy, die ausgedienten Lautsprecherboxen oder Ihr kaputtes Kinderspielzeug einfach auf den Kompost, anstatt diese kostenintensiv entsorgen zu lassen. Die schwäbische Firma TECNARO GmbH hat ein Verfahren entwickelt mit dem sich spritzgegossene Formteile aus Holz produzieren lassen. Auf diese Weise lassen sich umweltschädliche Kunststoffbauteile kostengünstig und biologisch abbaubar durch den nachwachsenden Rohstoff Holz ersetzen. Das erleichtert nicht nur den Recyclingprozess, sondern senkt auch die Kosten in der kunststoffverarbeitenden Industrie.
Mit ARBOFORM® werden zwei Industriezweige miteinander vereint. Die holzverarbeitende Industrie ist in der Lage, ein Produkt in designorientierten Geometrien anzubieten, welches bisher nur mit einem Kunststoff ökonomisch zu realisieren war. Im Umkehrschluss ist die kunststoffverarbeitende Industrie in der Lage, den warmen Werkstoff Holz wie einen herkömmlichen thermoplastischen Kunststoff zu verarbeiten. Entsorgt werden die ARBOFORM®-Produkte durch Verrottung oder Verbrennung. Bei diesem Prozess wird außerdem nur soviel klimaschädliches CO2 freigesetzt, wie die Pflanzen zuvor aus der Atmosphäre gebunden haben.
Nicht nur die Entsorgung ist problemlos zu lösen, auch die Qualität des Flüssigholzes ist hochwertig. Herkömmliche thermoplastische Werkstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen unterliegen mitunter einer stark schwankenden Qualität. Die Matrix des Werkstoffs ARBOFORM® besteht aus Lignin, welches als Koppelprodukt im Zellstoffaufschlussprozess gewonnen wird und deshalb wie der Zellstoff für die Papierherstellung selbst ein Höchstmaß an Qualitätskonstanz besitzt.
Was für die Papierindustrie ein Abfallprodukt darstellt, bildet zusammen mit weiteren natürlichen Zusatzstoffen wie Harzen die Grundlage für das flüssige Holz. Daher kann das flüssige Holz bereits in kleinen Produktionsmengen kostengünstig vermarktet werden.
„Bei der Verarbeitung im Spritzgussverfahren erzielen wir sogar eine höhere Präzision als mit Kunststoff“, erläutert Geschäftsführer Jürgen Pfitzer einen weiteren Vorteil ihres innovativen Werkstoffes. Die Vorteile dieses Materials erkennt auch die Wirtschaft. Global Player wie VW, Porsche oder Sony haben bereits langfristige Kooperationen mit TECNARO abgeschlossen und teilweise erste Prototypen im Auftrag gegeben. Den wenigsten Kunden kommt es dabei jedoch auf den Aspekt der Umweltfreundlichkeit an. Vor allem die Aussicht auf Kostensenkungen in der Produktion und der Entsorgung machen den Werkstoff attraktiv. Die steigenden Ölpreise sowie die aktuelle CO2-Emmsissionsdisskusion tragen ihr übriges dazu bei.
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Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Die TECNARO GmbH gründete sich am 02. Juli 1998 als spin-off aus dem Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie (ICT) aus. Der Name der Gesellschaft steht synonym für die Anwendung bestehender Technologien in der Kunststoffverarbeitung mit innovativen Werkstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen. TECNARO befasst sich schwerpunktmäßig mit der Weiterentwicklung sowie der Produktion und dem Vertrieb von thermoplastisch verarbeitbaren Werkstoffen auf Basis nachwachsender Rohstoffe für technologisch anspruchsvollere Anwendungen z.B. in der Spielwaren-, der Automobil-, der Möbel-, der Bekleidungs-, der Bestattung-, der Elektronik-, der Musik- sowie der Bauindustrie. Diese Werkstoffgruppen tragen die Namen ARBOFORM®, ARBOBLEND®, ARBOFILL® oder ARBOPHONIC®.
factum – Presse & Öffentlichkeitsarbeit OHG
Janis Eitner
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Email: eitner(at)factum-pr.com
Datum: 12.04.2007 - 17:54 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 28762
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Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Jürgen Pfitzer
Stadt:
Ilsfeld-Auenstein
Telefon: 07062 / 917 890 2
Kategorie:
Chemische Industrie
Meldungsart: Messeinformationen
Versandart: eMail-Versand
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