Die Geheimnisse des Baikalsees
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Die Geheimnisse des Baikalsees
Eines dieser Geheimnisse ist, wie das Wasser des Baikals so sauber sein kann, an einigen Stellen sogar Trinkwasserqualität erreicht, obwohl der See mehr als 300 Zuflüsse hat. Der Geologe Michael Sturm glaubt, die Antwort in der in Millionen von Jahren entstandenen Sedimentschicht finden zu können.
Ein weiteres Rätsel gibt die Baikalrobbe, auch Nerpa genannt, auf. Bis heute weiß niemand, wie ihre Vorfahren aus dem nördlichen Eismeer in den See gelangten und wie sie sich vom Leben im Salzwasser auf ein Leben im Süßwasser umstellen konnten. Das Forscherpaar Baranov will mehr über die Intelligenz der Tiere erfahren und hat zu diesem Zweck ein "Nerparium" eingerichtet.
Wenn Prof. Werner Müller am Baikalsee forscht, taucht er unter die mehr als einen Meter dicke Eisdecke und nimmt Proben von Schwämmen. Obwohl diese Tierart auf den ersten Blick unspektakulär erscheint, könnte sie die Medizin revolutionieren, denn ihr Skelett ist so hart wie Quarzglas, aber flexibler und robuster. Das Ziel des Mainzer Biomediziners ist es deshalb, die Schwämme bei Transplantationen und Knochenbrüchen einzusetzen.
Im Frühjahr 1993 gelang es russischen und deutschen Wissenschaftlern, das Neutrinoteleskop NT-200 im Baikalsee in 1000 Metern Tiefe zu installieren. Das Teleskop soll das Weltall abhören und helfen zu enträtseln, wie vor 14 Milliarden Jahren das Universum entstanden ist. Ralf Wischnewski vom Zeuthener DESY-Institut ist von Anfang an dabei und besucht jährlich das "Lauschgerät".
Hinweis für Redaktionen:
Prof. Werner Müller steht für Rückfragen und Interviews gerne zur Verfügung. Kontakt bitte über die ZDF-Pressestelle, Magda Huthmann, Telefon: 06131-702149.
Fotos sind erhältlich über den ZDF-Bilderdienst, Telefon: 06131 - 706100, und über http://bilderdienst.zdf.de/presse/abenteuerwissen
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Datum: 08.11.2010 - 15:45 Uhr
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