LTE-Immissionen liegen weit unter den Grenzwerten / Informationszentrum Mobilfunk e.V. präsentiert Studienergebnisse zur Abschätzung der Exposition durch LTE-Sendeanlagen
ID: 292262
Mobilfunkstandards LTE (Long Term Evolution) liegen weit unter den
Grenzwerten. Das ist das Fazit einer wissenschaftlichen Studie zur
"Abschätzung der Exposition der Bevölkerung durch LTE-Sendeanlagen".
Durchgeführt wurde die Pilotstudie im Auftrag des
Informationszentrums Mobilfunk e.V. (IZMF) vom Institut für Mobil-
und Satellitenfunktechnik (IMST). Das Ergebnis: Selbst mit
Hochrechnung auf eine theoretische Vollauslastung der Sendeanlagen
liegen die Werte deutlich unter dem gesetzlich zulässigen Rahmen. An
99 Prozent aller Messpunkte liegt die Grenzwertausschöpfung unter
einem halben Prozent, bezogen auf die Leistungsflussdichte.
Fundierte Aufklärung bereits im Vorfeld eines flächendeckenden
LTE-Netzausbaus
"Mit dieser Pilotstudie zur Abschätzung der Immissionen von
LTE-Sendeanlagen wollen wir einen Beitrag für mehr Transparenz beim
Thema Mobilfunk leisten", erläutert Dagmar Wiebusch,
Geschäftsführerin des IZMF. "Im Mittelpunkt steht dabei die
Aufklärung der Bevölkerung über die zu erwartenden Immissionen der
neuen Mobilfunktechnologie", beschreibt Wiebusch die Zielsetzung der
Studie. Untersucht wurden bundesweit sieben LTE-Sendeanlagen im Test-
und Pilotbetrieb an rund 80 Messpunkten. "Die Ergebnisse der
Pilotstudie ermöglichen es bereits heute, vor einem flächendeckenden
LTE-Netzausbau, die potentiellen Auswirkungen der neuen Technik
vorausschauend zu analysieren. Die konkreten Messdaten schaffen somit
die Grundlage für eine fachlich fundierte Information der
Bevölkerung", begrüßt Dr. Christoph Revermann vom Büro für
Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB) die
Initiative des IZMF.
Vergleichbares Verhalten von LTE-, GSM- und UMTS-Feldern
Die Pilotstudie basiert auf einem eigens vom IMST dafür
entwickelten Messverfahren. Dieses stellt sicher, dass trotz der
momentan noch geringen Netzauslastung eine zuverlässige Abschätzung
für den künftigen Regelbetrieb getroffen werden kann. Dazu hat das
IMST alle Messergebnisse auf eine theoretische Maximalauslastung
hochgerechnet. Da diese im Alltag erfahrungsgemäß aber nur punktuell
erreicht wird, liegen die in der Studie dokumentierten Werte mit
hoher Wahrscheinlichkeit über denen, die später im Regelbetrieb
tatsächlich auftreten. Die statistische Auswertung der Ergebnisse
zeigt, dass die Immissionen durch LTE-Sendeanlagen die geltenden
Grenzwerte erheblich unterschreiten. An 99 Prozent der Messpunkte
liegt die Grenzwertausschöpfung, bezogen auf die
Leistungsflussdichte, unter einem halben Prozent. "In jedem Falle
lässt sich aus den Ergebnissen der Studie bereits heute abschätzen,
dass durch den künftigen Regelbetrieb der LTE-Netze die
Gesamtimmissionen zwar steigen, jedoch weiterhin nur einen Bruchteil
der zulässigen Grenzwerte ausschöpfen werden" zieht Dr. Bornkessel,
Projektleiter beim IMST, Bilanz.
Grenzwerte schützen ausreichend vor Mobilfunkfeldern
Für LTE-Basisstationen gelten, wie für alle Mobilfunksendeanlagen,
die gesetzlichen Grenzwerte der 26. Verordnung des
Bundesimmissionsgesetzes (BImSchV). Zur Gesundheitsverträglichkeit
weist das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) darauf hin, dass die von
LTE genutzten Frequenzbänder eng bei den für den Mobilfunk und andere
Funkdienste genutzten Frequenzbereichen liegen. Es seien daher keine
wesentlichen biologisch relevanten Unterschiede zu den bisher
genutzten Mobilfunkfrequenzen zu erwarten. Damit ist ein
zuverlässiger Schutz der Bevölkerung vor potentiellen
gesundheitlichen Risiken gewährleistet. Die Grenzwerte waren erst
2008, zum Abschluss des Deutschen Mobilfunkprogramms (DMF), das keine
Hinweise auf mögliche Risiken durch Mobilfunkfelder erbracht hatte,
bestätigt worden.
Für Vertreter von Kommunen werden die Ergebnisse der Pilotstudie
ab 2011 in Workshops bundesweit vorgestellt. Der Studienbericht sowie
eine allgemeinverständliche Broschüre zu den Messergebnissen und
ihren Bewertungen aus technischer und biologischer Sicht stehen ab
sofort auf der Internetseite des IZMF unter www.izmf.de zum Abruf
bereit.
Über das IZMF
Das Informationszentrum Mobilfunk (IZMF) ist Ansprechpartner für
Bürgerinnen und Bürger, Medien sowie öffentliche und private
Einrichtungen zum Thema mobile Kommunikation. Es ist ein
eingetragener, gemeinnütziger Verein, der von den
Mobilfunknetzbetreibern gegründet wurde. Weitere Infos zum Thema
Mobilfunk bietet das IZMF unter der gebührenfreien Hotline 0800/330
31 33 oder unter www.izmf.de .
Pressekontakt:
Informationszentrum Mobilfunk e.V.
Daniela Rechenberger, Pressesprecherin
Hegelplatz 1, 10117 Berlin
Fon: + 49 (0) 30 / 209 1698 - 23
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Hotline: + 49 (0) 800 / 330 31 33
E-Mail: daniela.rechenberger@izmf.de
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Datum: 10.11.2010 - 11:30 Uhr
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