Infrastruktur 2030 - Neue Wege für Rheinland-Pfalz
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In diesem Jahr sollte das Thema "Infrastruktur 2030 - Neue Wege für Rheinland-Pfalz" im Mittelpunkt stehen. Eine nachhaltige Infrastrukturgestaltung mit langfristigem Planungshorizont gewinnt in Zeiten sozio-ökonomischer Veränderungsprozesse wie dem sich aktuell in seinen Folgen immer deutlicher zeigenden, demographischen Wandel, an Bedeutung. Wirtschaftlicher Erfolg und gesellschaftlicher Wohlstand von Kommunen und Regionen setzen eine effiziente, innovative und zukunftsgerichtete Infrastruktur voraus. Eine ständige Anpassung an die sich ändernden Rahmenbedingungen ist demnach zur Gewährleistung gleichwertiger Lebensverhältnisse notwendig, bringt allerdings auch erhebliche Herausforderungen mit sich.
Einen diesbezüglichen Überblick gab im Rahmen der Veranstaltung Gastreferent Prof. Dr. Rainer Winkel vom Deutschen Institut für Stadt und Raum in Dresden. Er schilderte die wesentlichen, in diesem Zusammenhang raumwirksamen Trends sowie die damit verbundenen Folgewirkungen für die Bereiche der technischen sowie sozialen Infrastruktur, bspw. mögliche Funktionsstörungen bei der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung infolge von Auslastungsdefiziten oder die Gefährdung der Tragfähigkeit von Schulstandorten infolge des demographischen Wandels. Darüber hinaus wies er auch auf Ansätze des Umgangs mit diesen Problemfeldern hin, welche sich vor dem Hintergrund knapper öffentlicher Kassen anbieten. Flexibilität sollte demnach als Grundsatz der weiteren Infrastrukturentwicklung gelten. Entsprechende Konzepte sind bspw. ehrenamtliche Bürgerbusse im Bereich des ÖPNV oder die Einrichtung von Filialpraxen zur Sicherung einer ortsnahen Gesundheitsversorgung, insbesondere in ländlichen Räumen.
Im anschließenden, zweiten Teil der Veranstaltung wurde der Blick der etwa 100 Teilnehmer der Veranstaltung vertiefend auf das Schwerpunktthema "Elektromobilität" gerichtet. Hierzu schilderte Dr. Rittmar von Helmolt von der Adam Opel GmbH zunächst in einem Vortrag die Entwicklungsperspektiven im Bereich der Mobilität mit Batterie- und Brennstoffzellenfahrzeugen aus Sicht seines Unternehmens. Die damit verbundenen Wirkungen für Kommunen und Regionen wurden in einer anschließenden Podiumsdiskussion mit Teilnehmern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik thematisiert. Als wichtiges Thema für die nähere Zukunft kristallisierte sich dabei zunächst die Notwendigkeit heraus, das Thema Elektromobilität stärker in den Köpfen der Menschen zu verankern und ihre Aufmerksamkeit darauf zu lenken. Darüber hinaus muss sich zukünftig noch herauskristallisieren, welche Rolle Elektromobilität im Rahmen der Infrastrukturversorgung spielen kann, wobei sich beispielsweise die Frage stellt, ob sich Einsatzmöglichkeiten bspw. eher in ländlichen oder in Verdichtungsräumen bieten.
Weitere Informationen finden Sie unter www.uni-kl.de/FG-RuR
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Datum: 11.11.2010 - 12:14 Uhr
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