'Es wird ein heißes Spiel'
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"Es wird ein heißes Spiel"
Bei aller Rivalität zwischen diesen beiden Traditionsvereinen soll es aber allein auf dem Platz zur Sache gehen. "Ich wünsche mir, dass das Spiel ? so wie die letzten beiden Aufeinandertreffen auch ? friedlich über die Bühne geht", betonte Frontzeck. Als gebürtiger Gladbacher könne er nicht verhehlen, dass es für beide Klubs ein besonderes Spiel ist. Es stecke viel Rivalität darin und es habe in der Vergangenheit immer packende Duelle gegeben. Als Spieler feierte Frontzeck mit Borussia so manchen Sieg in der Domstadt. "In den 80er Jahren haben wir immer sehr gute Spiele in Köln abgeliefert ? und umgekehrt die Kölner bei uns", erinnert sich der VfL-Coach.
Gewiss hätte er nichts dagegen, wenn seine Mannschaft am Samstag an diese Auswärtserfolge anknüpft. "Es wird für beide Seiten ein heißes Spiel. Entscheidend wird sein, dass man bei aller Aggressivität und Zweikampfhärte, die es in den Derbys gibt, seine Nerven im Griff hat, um seinen Plan erfolgreich umzusetzen", unterstrich Frontzeck. Er selbst war Beobachter des jüngsten 3:2-Heimerfolgs des FC gegen Hamburg vor zwei Wochen. "Gegen den HSV sind die Kölner sehr aggressiv und kompakt zu Werke gegangen ? das wird auch am Samstag auf uns zukommen. Da dürfen wir uns nicht den Schneid abkaufen lassen", meinte Frontzeck. Er erwarte eine Begegnung, in der man über gewonnene Zweikämpfe ins Spiel finde, um dann seine spielerischen Stärken auszuspielen.
Die Gastgeber sind derzeit als 17. nur einen Platz vor dem VfL platziert, doch gerade deshalb warnte Frontzeck vor den Stärken der Domstädter. "Köln hat eine individuell gut besetzte Mannschaft, vor allem die beiden Stürmer Podolski und Novakovic sowie die Innenverteidiger Geromel und Mohamad können ein Spiel entscheiden. Da müssen wir hellwach sein", forderte Borussias Trainer.
Schachten und Dante fraglich
Welche Spieler ihm am Samstag zur Verfügung stehen, ist noch nicht sicher. Definitiv ausfallen werden Juan Arango (Rotsperre), Tony Jantschke (Mittelfußbruch), Jean-Sébastien-Jaurès (Knieprobleme) und Christian Dorda (Aufbautraining). Bei zwei Profis wird erst kurzfristig entschieden, ob sie in den Kader rutschen. Sebastian Schachten bekam am Dienstag im Training einen Schlag auf den Knöchel und erlitt dabei eine Bänderdehnung. "Wir müssen abwarten, ob es für Samstag reicht", so Frontzeck. Ähnlich verhält es sich bei Dante, der nach langer Verletzungspause noch nicht wieder gemeinsam mit der Mannschaft trainiert hat. "Es ist nicht davon auszugehen, dass er schon gegen Köln in der Startelf stehen wird. Aber es ist schön zu sehen, dass der Knochen hält und er in absehbarer Zeit in die Mannschaft zurückkehrt", sagte Frontzeck. Eine Personalie ließ sich Borussias Trainer aber entlocken: Thorben Marx kehrt nach seiner Gelbsperre zurück in die erste Elf. "Er ist einer unserer erfahrensten Spieler in unserem Kader und ohne jetzt zu viel über die Aufstellung preiszugeben, wird er am Samstag von Beginn an auf dem Platz stehen", verriet Frontzeck.
Wenn der 17. auf den 18. trifft, wird in den Medien gerne vom Schicksalsspiel gesprochen oder geschrieben. Doch Sportdirektor Max Eberl geht das ein wenig zu weit. "Aus unserer Sicht ist das Derby kein Schicksalsspiel, denn es geht auch in Köln nur um drei Punkte", betonte Eberl. "Wir wissen natürlich um die enorme Brisanz, zum einen aufgrund der Tradition, zum anderen aufgrund der aktuellen sportlichen Situation beider Vereine. Dennoch fokussieren wir nicht alles nur auf das eine Spiel. Wir sind weder abgestiegen, wenn wir verlieren, noch raus aus dem Schlamassel, wenn wir gewinnen. Aber die zweite Hälfte gegen Bayern München hat zumindest dazu beigetragen, dass wir mit erhobenem Haupt nach Köln fahren können."
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Datum: 11.11.2010 - 21:45 Uhr
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