Erstes CHE-Hochschulranking zum Informatik-Master

Erstes CHE-Hochschulranking zum Informatik-Master

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- 85 Prozent der Studierenden sind mit ihrer Studiensituation zufrieden
- HPI Potsdam und Uni Augsburg mit Spitzenwerten
- Nachholbedarf bei Forschungs- und Praxisbezug
- Scheer: "Web 2.0 ist an den Hochschulen noch nicht angekommen."
Das Informatikstudium in Deutschland ist insgesamt auf einem guten Weg. Allerdings haben die meisten IT-Masterprogramme noch Nachholbedarf, was die Forschungs- und Praxisorientierung angeht. Das sind die wesentlichen Ergebnisse des ersten CHE-Hochschulrankings für Informatik-Masterstudiengänge. Es wurde von dem renommierten Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) zusammen mit der Wochenzeitung ZEIT und dem Hightech-Verband BITKOM durchgeführt. Knapp 85 Prozent der 1.300 befragten Studierenden schätzen ihre Studiensituation als gut oder sehr gut ein. Genauso viele bewerten die Qualität der Studiengänge als gut oder sehr gut. "Informatik ist eine Kerndisziplin. Die Ergebnisse des CHE-Hochschulrankings sind erfreulich, aber kein Grund, sich auszuruhen", sagt Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer, Präsident des BITKOM. Die besten Bewertungen haben das private Hasso-Plattner-Institut in Potsdam und die Universität Augsburg erzielt.
Die CHE-Befragung zeigte, dass berufliche Gründe primär ausschlaggebend sind, ein Master-Studium aufzunehmen: Vier von fünf Befragten meinen, sie hätten mit einem Masterabschluss bessere Karrierechancen. 40 Prozent streben eine wissenschaftliche Karriere an, die sie ohne Master für nicht machbar halten. Allerdings schließt jeder Vierte an den Bachelor einen Master an, weil er ein Weilchen weiterstudieren möchte.
Gut bewerten die Studierenden das Studienklima an ihren Hochschulen, die IT-Infrastruktur und die Erreichbarkeit der Dozenten. Sowohl Universitäten als auch Fachhochschulen erreichen in diesen Bereichen durchweg Noten zwischen 1,4 und 2. "Ausbaufähig sind dagegen Forschungs- und Praxisbezug", ergänzt Scheer. Erwartungsgemäß schneiden die Universitäten beim Forschungsbezug besser ab (2,23). Die Fachhochschulen erreichen hier nur befriedigende Ergebnisse (2,47). Umgekehrt sieht es beim Praxisbezug aus: Fachhochschulen kommen auf 1,9, Universitäten auf 2,44. Lediglich zwei Einrichtungen wurden in allen abgefragten Bereichen durchweg positiv beurteilt: Das HPI Potsdam und die Universität Augsburg.


An Universitäten und Fachhochschulen werden technologiegestützte Lernformen bisher nur unzureichend genutzt. Die Studenten vermissen vor allem einen direkten Austausch mit den Dozenten über Lernplattformen sowie die webgestützte Zusammenarbeit mit Kommilitonen. "An den Hochschulen ist selbst die Informatik noch nicht ganz im Web 2.0-Zeitalter angekommen", bilanziert Scheer.
Methodik: Befragt wurden 1.300 Masterstudenten der Informatik an Universitäten und Fachhochschulen in Deutschland, Österreich, der Niederlande und Italien (Bozen). Die Urteile wurden auf einer sechsstufigen Skala von 1 = sehr gut bis 6 = sehr schlecht erhoben.

Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. vertritt mehr als 1.350 Unternehmen, davon 1.000 Direktmitglieder mit etwa 135 Milliarden Euro Umsatz und 700.000 Beschäftigten. Hierzu zählen Anbieter von Software, IT-Services und Telekommunikationsdiensten, Hersteller von Hardware und Consumer Electronics sowie Unternehmen der digitalen Medien. Der BITKOM setzt sich insbesondere für bessere ordnungspolitische Rahmenbedingungen, eine Modernisierung des Bildungssystems und eine innovationsorientierte Wirtschaftspolitik ein.

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Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. vertritt mehr als 1.350 Unternehmen, davon 1.000 Direktmitglieder mit etwa 135 Milliarden Euro Umsatz und 700.000 Beschäftigten. Hierzu zählen Anbieter von Software, IT-Services und Telekommunikationsdiensten, Hersteller von Hardware und Consumer Electronics sowie Unternehmen der digitalen Medien. Der BITKOM setzt sich insbesondere für bessere ordnungspolitische Rahmenbedingungen, eine Modernisierung des Bildungssystems und eine innovationsorientierte Wirtschaftspolitik ein.



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Datum: 15.12.2010 - 10:23 Uhr
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