„Embedded Software“: Intelligente Produkte als Wirtschaftsfaktor
ID: 32006
Konvergenz von realer und virtueller Welt
Bonn, www.ne-na.de - Nach Auffassung von Branchenexperten sollten die wirtschaftspolitischen Anstrengungen auf die Bereiche konzentriert werden, in denen Deutschland mit komplexen, hochentwickelten und intelligenten Produkten wettbewerbsfähig bleibe. „Dazu zählt vor allen Dingen der Maschinen- und Anlagenbau in Kombination mit dem Einsatz der sogenannten Embedded Software. Damit sind Programme gemeint, die in mechanische Geräte oder Bauteile fest integriert sind und teilweise mechanische Teile ersetzen“, so die Erkenntnis von Michael Müller, Geschäftsführer der auf IT-Dienstleistungen spezialisierten a&o-Gruppe http://www.ao-services.de.
Die Konvergenz von realer und virtueller Welt, die durch Embedded Software entstehe, sei eine vielversprechende Entwicklung, die es aufzugreifen gelte. Hier könne Deutschland auf seiner starken Marktstellung in Branchen wie dem Spezialmaschinenbau aufbauen.
„So unterstützen beispielsweise RFID-Funktionen für Lager und Logistik komplexe Prozesse von der Identifizierung von Waren und Stellplätzen über Auftragswesen und Kommissionierung bis hin zur Auslieferung über die komplette Wertschöpfungskette. Hand-Helds und auf Sprachsteuerung basierende Endgeräte erleichtern den Lager- und Logistikarbeitern die Erfassung und Verarbeitung von Daten zusätzlich“, weiß Bernhard Steimel, Sprecher der Initiative Voice Business http://www.voicedays.de.
BoFrost fährt mit über 5.000 Kleinlastwagen in Europa Tiefkühlprodukte zu den Kunden. Das erfordert die morgendliche Konfektion der Fahrzeuge nach den Bestellungen, die Quittierung der Warenauslieferung und das Ausstellen der Rechnung, die tägliche Bestandserfassung und die Kontrolle der Lagerbestände.
Um das zu erreichen hat der Kühlkostlieferant seine Fahrzeuge und ihre Fahrer mit GPRS-Handhelds und 12V-Bluetoothdruckern ausgestattet und ermöglicht eine mobile Datenverarbeitung. Das Unternehmen profitiert von erheblichen Kostensenkungen, die Fahrer sparen Zeit und können sich mehr um den Vertrieb kümmern.
„Um den Servicesektor in Kombination mit High-Tech-Produkten zur tragenden Säule der Volkswirtschaft zu machen, brauchen wir bessere Rahmenbedingungen. So gibt es gravierende Probleme bei der Finanzierung von Unternehmen mit einem hohen Anteil an immateriellen Gütern. Wer statt Maschinen vor allem Software und Computer als Sicherheiten anzubieten hat, tut sich als Unternehmen oder Firmengründer schwer, eine Kreditfinanzierung zu bekommen“, kritisiert Müller, der als Wirtschaftssenator im Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) tätig ist. Weitere Artikel zum Thema finden Sie in der Onlineausgabe des Magazins NeueNachricht http://www.ne-na.de.
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Datum: 02.07.2007 - 09:17 Uhr
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