Eurex will Kooperation mit EEX vertiefen und strebt stärkere Internationalisierung der Energiebörse an
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Eurex will Kooperation mit EEX vertiefen und strebt stärkere Internationalisierung der Energiebörse an
Die internationale Terminbörse Eurex will ihre Zusammenarbeit mit der European Energy Exchange (EEX) intensivieren. Ziel ist die weitere Stärkung des Standorts Leipzig als europäisches Kompetenzzentrum für Energie- und Emissionsprodukte. Entsprechend haben Eurex und die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) heute eine Vereinbarung abgeschlossen, die die Übernahme der Anteile der LBBW an der EEX durch die Eurex vorsieht. Derzeit
hält Eurex eine Beteiligung von 35,2 Prozent an der EEX. Seit Dezember 2007 kooperieren Eurex und EEX im Handel und Clearing von Emissionsrechten sowie Stromderivaten.
"Mit dem Ausbau unserer Beteiligung wollen wir die Position der EEX im europäischen Energiehandel durch eine enge Verzahnung unserer Produkt- und Vertriebsaktivitäten verbessern. Zugleich erweitern wir unsere Präsenz in den Commodity-Märkten, vor allem mit Blick auf das immer stärkere Zusammenwachsen der Finanz- und Rohstoffmärkte", sagte Peter Reitz, Mitglied des Eurex-Vorstands und verantwortlich für Product- und Business Development.
Der heute zwischen Eurex Zürich AG und LBBW abgeschlossene Vertrag sieht den Erwerb der Beteiligung der LBBW an der European Energy Exchange AG in Höhe von bis zu 22,96 Prozent durch die Eurex vor. Die Anteile sollen für einen Preis von 7,15 Euro je Anteil plus einer Prämie von 0,60 Euro im Fall der Erlangung der Aktienmehrheit durch Eurex Zürich AG auf diese übergehen. Sofern Eurex alle Anteile der LBBW erwerben würde, läge der maximale Kaufpreis für die Anteile bei 71,3 Mio. Euro. Gemäß den in der Konsortialvereinbarung festgelegten Vorkaufsrechten ist die LBBW jedoch verpflichtet, ihre Anteile auch anderen
EEX-Aktionären auf einer pro-rata Basis anzubieten. Daher wird die Eurex aus diesem Prozess mindestens 10,7 Prozent an der EEX für einen Kaufpreis von 30,7 Mio. Euro erwerben. Auf die Deutsche Börse AG entfallen gemäß der ökonomischen Beteiligung an der Eurex 85 Prozent des Kaufpreises. Die Finanzierung des Kaufpreisanteils der Deutsche Börse AG erfolgt durch vorhandene Barmittel.
Um die geplante Stärkung der Wettbewerbsposition der EEX zu erreichen, will
Eurex die aktuellen Arbeitsplätze dauerhaft sichern und den Standort Leipzig als Kompetenzzentrum für Energieprodukte ausbauen. Des Weiteren ist unter anderem geplant, dass die EEX künftig auch die internationalen Standorte der Eurex in Europa, Amerika und Asien nutzen kann und vom globalen Teilnehmernetzwerk der Eurex profitiert.
Die Transaktion soll voraussichtlich im zweiten Quartal 2011 abgeschlossen sein und bedarf der Zustimmung des Bundeskartellamts, des Verwaltungsrats der Eurex Zürich AG sowie weiterer interner Gremien. Auch der EEX-Aufsichtsrat muss der Übertragung der LBBW-Aktien zustimmen.
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Datum: 24.12.2010 - 10:15 Uhr
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