Südwest Presse: Kommentar zu den Strompreisen
ID: 321187
Stromgeschäft fühlen sich vor allem Gewerbetreibende und Privatleute
ihrem einmal gewählten Versorger eng verbunden. Fast neun von zehn
Verbraucher bleiben bei ihrem Anbieter, wechseln allenfalls in einen
günstigeren Tarif. Überreizen sollten die Platzhirsche der Branche,
ob Energiekonzerne oder Stadtwerke, diese sehr feste Beziehung nicht.
Denn Ärger ist ein starkes Lösemittel. Er entsteht, wenn sich
bestätigt, dass nur diejenigen über den Tisch gezogen werden, die
keine starke Lobby haben. Das beginnt mit Informationen, die sich als
falsch erweisen. Es setzt sich fort mit Zusagen, die niemand einlöst
und endet bei Preisaufschlägen, die nicht schlüssig sind. Bei der
neuen Strompreisrunde mehren sich die berechtigten Zweifel, dass
gerade die Anbieter, denen es finanziell sehr gut geht, die Geduld
ihrer Kunden überstrapazieren. Da mögen Stadtwerke noch anführen,
dass sie in eigene Produktionsanlagen investieren, um einen
Wettbewerb der Erzeuger zu organisieren. Aber sie müssen solche
Argumente offen ansprechen, statt mit dem Gleichmut ihrer Kunden zu
rechnen. Wenn seriöse Stromanbieter mit teuer gekauften
Kilowattstunden an der Börse die Jahresrechnung eines Privathaushalts
um ein Drittel senken können, sitzen die etablierten Versorger auf zu
hohem Ross. Sie dürfen sich nicht wundern, wenn die große Zahl der
kleinen Leute ihre Marktmacht entdeckt.
Pressekontakt:
Südwest Presse
Lothar Tolks
Telefon: 0731/156218
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 27.12.2010 - 19:41 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 321187
Anzahl Zeichen: 1679
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Ulm
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 394 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Südwest Presse: Kommentar zu den Strompreisen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Südwest Presse (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Weitere Mitteilungen von Südwest Presse
Jeder Dritte gibt Weihnachtsgeschenke zurück ...
Berlin (wnorg) - Kurz nach Weihnachten geht der Stress wieder los: Weihnachtsgeschenke umtauschen. Das ist Routine, soweit man dies direkt im Warenhaus erledigen kann. Ein großer Teil der unliebsamen Geschenke aber wird über den Internethandel besorgt. Da sollte man sich schon vorher genau erkundi
Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG Rostock zur Chodorkowski-Verurteilung ...
Die erneute Verurteilung des einstigen Öl-Milliardärs Michail Chodorkowski wirft einen langen Schatten auf Russland und sein Rechtssystem. Millionen von Tonnen des schwarzen Goldes habe er abgezweigt und illegal verkauft, heißt es. Wie er das angestellt haben soll und ob er es je getan hat, i
Ostthüringer Zeitung: Kommentar Ostthüringer Zeitung Gera ...
Ostthüringer Zeitung Gera zum Streit um das geplante Versorgungsgesetz: Nicht jedes Krankenhaus wird ohne weiteres über Morgen auf die geforderten Zweibettzimmer umstellen können. Was machen Häuser, die nach wie vor gut ausgelastet sind? Einen teuren Anbau stemmen? Dies dürfte nicht nur
Frankfurter Neue Presse: Putins Willkürstaat. Politikchef Dr. Dieter Sattler über den Schauprozess gegen Michail Chodorkowski. ...
Gerhard Schröder nannte Russland einst eine lupenreine Demokratie. Doch unter Schröders Freund Wladimir Putin ist das Riesenreich ein autoritärer Willkürstaat geworden. Das zeigt jetzt wieder der Schuldspruch gegen Michail Chodorkowski. Der Daumen für den Unternehmer war wohl schon gesenkt,




