Bereitschaft zum Stromanbieterwechsel wächst weiter
Laut EU-Kommission könnten die Verbraucher bis zu 13 Milliarden Euro einsparen, wenn sie ihre Strompreise vergleichen und zu einem günstigeren Anbieter wechseln. Der freie Energiemarkt sowie die Möglichkeit zu einem unkomplizierten Wechsel lassen immer mehr Verbraucher davon profitieren.
Die von der EU-Komission errechneten 13 Milliarden Euro Einsparmöglichkeiten aufseiten der privaten Energieverbraucher bedeuten im Schnitt eine Ersparnis von durchschnittlich 100 Euro pro EU-Bürger. Auch wenn generell eine hohe Bereitschaft der Verbraucher zum Anbietervergleich und -wechsel festzustellen ist, gibt es nach wie vor viele Stromkunden, die noch keinen Anbietervergleich durchgeführt haben. EU-Komissar John Dalli, verantwortlich für das Ressort Gesundheit und Verbraucherpolitik, wies bereits kurz nach der Marktliberalisierung darauf hin, dass die Öffnung des Marktes "den Verbrauchern immense neue Möglichkeiten" biete. Weiter nimmt Dalli die Anbieter in die Pflicht. Demnach können die Stromverbraucher die neuen Möglichkeiten des Marktes nur nutzen, "wenn sie wissen, dass es bessere Angebote gibt, und wenn sie das Gefühl haben, diese Angebote leicht ausfindig machen zu können."
Bundesnetzagentur empfiehlt Tarifvergleich
Seit der Liberalisierung des Strommarktes weist auch die Bundesnetzagentur in regelmäßigen Abständen die Verbraucher darauf hin, dass sie zu mehr Wettbewerb auf dem Markt beitragen können, indem sie ihren Stromanbieter wechseln. Ziel der Öffnung des Energiemarktes war neben der Schaffung eines fairen Wettbewerbs auch, dass der Bürger effizienter geschützt und besser informiert wird. Auf den Internetseiten der Bundesnetzagentur rät die für Deutschland zuständige Regulierungsbehörde den Stromkunden, sich umfassend über Angebote, beispielsweise über Online-Tarifrechner, zu informieren. Sind günstigere Tarife vorhanden, rät die Agentur zu einem neuen Vertragsabschluss mit dem günstigeren Anbieter. Dabei müssen dem neuen Energielieferanten neben persönlichen Daten auch die Nummer des Stromzählers sowie der Name des bisherigen Lieferanten und die dazugehörige Kundennummer angegeben werden. In der Regel erledigt der neue Anbieter daraufhin alle nötigen Formalitäten.
Laut Internetauftritt der Bundesnetzagentur müssen Verbraucher auch im ungünstigsten Fall nicht befürchten, ohne Strom dazustehen. Die Stromlieferung ist immer über den sogenannten Grundversorger gewährleistet.
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Datum: 28.12.2010 - 10:56 Uhr
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