Grün waschen ist nicht grün tanken
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Grün waschen ist nicht grün tanken
Greenpeace warnt vor Verbrauchertäuschung bei Vattenfall-Werbekampagne für Elektro-Autos in Hamburg
"Von Klimaschutz zu reden und dabei seinen Strom aus Kohle zu gewinnen, ist scheinheilig und irreführend", sagt Greenpeace-Klimaexperte Karsten Smid. Über 90 Prozent des Hamburger Vattenfall-Stroms kommen aus der Verbrennung von Kohle. Erneuerbare Energien spielen beim Strommix von Vattenfall nur eine Nebenrolle. Nach eigenen Angaben hat Vattenfall gerade mal 0,1 Prozent Windstrom in seinem deutschen Energiemix. "Mehr noch - Vattenfall-Strom ist der klimaschädlichste Strom Deutschlands", sagt Smid weiter. 1070 Gramm Kohlendioxid entstehen bei jeder Kilowattstunde Vattenfall-Strom. Der deutsche Durchschnitt liegt bei 575 Gramm.
Außerdem erzeugt der Werbeslogan Hamburg tankt grünen Strom den Eindruck, ganz Hamburg hätte jetzt die Wahl. Tatsächlich gibt es aber gerade einmal zwei Tanksäulen in der ganzen Stadt. Zurzeit können acht registrierte Benutzer dort tanken - allesamt Mitarbeiter von Vattenfall.
Verbraucher wehren sich auf www.greenaction.de
Greenpeace ruft kritische Verbraucher dazu auf, sich gegen diese Täuschung zu wehren. Auf www.greenaction.dekönnen sie sich daran beteiligen, das Originalplakat auf ihre Weise zu verändern. Die besten Motive werden auf der Greenpeace-Homepage zu sehen sein. Außerdem wird dort eine Protestmailaktion gestartet, mit der Vattenfall-Chef Tuomo Hatakka dazu aufgefordert wird, in klimafreundliche Erneuerbare Energien zu investieren.
GreenAction ist eine offene Internetplattform, auf der Online-Umweltaktivisten Mitmachaktionen von Greenpeace und anderen finden können. Sie ist für Mitmacher aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg zugänglich.
Greenpeace e. V.
Große Elbstraße 39
22767 Hamburg
Telefon 040-30618-0
Fax 040-30618-100
E-Mail: mail@greenpeace.de
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Datum: 13.01.2011 - 12:45 Uhr
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