Reform der Lehrerbildung: Streit in der Koalition verhindert die notwendige umfassende Reform der Lehrerbildung
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Reform der Lehrerbildung: Streit in der Koalition verhindert die notwendige umfassende Reform der Lehrerbildung
DIE GRÜNEN kritisierten, dass aufgrund von Meinungsverschiedenheiten zwischen FDP-Kultusministerin, Dorothea Henzler, und dem bildungspolitischen Sprecher der CDU, Hans-Jürgen Irmer, erst heute ein Entwurf für Veränderungen im Referendariat vorgelegt wurde und die notwendige Reform der universitären Ausbildung auf unbestimmte Zeit vertagt wurde. Ursprünglich sollte es einen Entwurf zum Schuljahresbeginn 2009 geben. "Schwarz-Gelb hat hier kostbare Zeit verspielt und zögert und zaudert weiter. Während wir GRÜNE bereits im Januar 2010 ein Konzept für eine umfassende Reform der Lehrerbildung vorgelegt haben, hat die Landesregierung immer noch kein umfassendes Konzept", so Mathias Wagner.
"Die Landesregierung will schon jetzt das Referendariat von 24 auf 21 Monate verkürzen, ohne dass sie bisher ein Konzept zur Erhöhung des Praxisbezugs erarbeitet hat. Jedoch stehen die Dauer und Verteilung des Referendariats im engen Zusammenhang mit der Reform der ersten Phase. Beide Punkte sollten zusammen gedacht werden", so Mathias Wagner.
DIE GRÜNEN haben in ihrem Konzept die Einführung eines verpflichtenden Praxissemester nach den ersten beiden Studiensemestern sowie im Hauptstudium vorgesehen. Dafür könne dann das Referendariat nach Abschluss des Studiums von 24 auf 12 Monate verkürzt werden. "Angehende Lehrerinnen und Lehrer sollen früh Erfahrungen mit der schulischen Praxis machen. So können sie beurteilen, ob die vielfältigen und anspruchsvollen Herausforderungen des Lehrerberufs tatsächlich das Richtige für sie sind. Die neue PISA-Studie sagt deutlich, dass gut ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer der entscheidende Faktor für gute Schulen sind. Auf deren veränderten Arbeitsalltag muss die Lehrerausbildung reagieren", erläutert Mathias Wagner.
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Datum: 18.01.2011 - 21:15 Uhr
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