'Capital'-Interview mit Siemens-Konzernchef Peter Löscher:
Nach Abschluss des Konzern-Umbaus liegt der Fokus "voll auf profitablem Wachstum"
ID: 331335
Löscher lehnt Quoten-Diskussion ab
Der Umbau von Siemens ist nach den Worten von Konzernchef Peter
Löscher weitgehend abgeschlossen. "Nach einer grundlegenden,
zwölfjährigen Restrukturierung" werde Siemens nun "wieder voll auf
profitables Wachstum" ausgerichtet, sagte er in einem Interview mit
dem Wirtschaftsmagazin 'Capital' (Ausgabe 2/2011, EVT 20. Januar).
Spekulationen, dass nach der Trennung von Siemens IT Solutions und
Services (SIS) demnächst der Ausstieg aus dem Joint-Venture Nokia
Siemens Networks (NSN) erfolgen könnte, nahm Löscher Wind aus den
Segeln. Mit Blick auf die sechsjährige Vertragslaufzeit mit Nokia
sagte er: "Selbstverständlich stehen wir zu laufenden Verträgen.
Einseitige Schritte von uns wird es nicht geben."
Größere Übernahmen plant Siemens Löscher zufolge ebenfalls nicht.
Es gebe mit Blick auf die Expansionsstrategie der Konkurrenten
General Electric und ABB "keinerlei Grund, sich unter irgendeinen
Handlungsdruck zu setzen", betonte er gegenüber 'Capital'. "Siemens
ist gut aufgestellt." Die deutliche Erhöhung der Dividende steht nach
seiner Ansicht in keinem Widerspruch zur Wachstumsstrategie. "Wir
haben genügend Kapital, um in Wachstum zu investieren", sagte er.
2011 werde das Unternehmen die Etats für Innovation und Forschung
sogar noch aufstocken. Zudem stellte Löscher klar, dass Siemens mit
der Ausschüttung von 30 bis 50 Prozent des Nettogewinns "gerade mal
im Mittelfeld der DAX-Konzerne" liege. Ziel sei es gewesen, "ein
klares Signal an nachhaltige Investoren zu richten".
Löscher bestätigte, Siemens wolle "mit maßgeschneiderten
Finanzierungslösungen das Kerngeschäft unterstützen, besonders bei
großen Infrastrukturprojekten". Von einer eigenen Banklizenz
verspricht er sich eine höhere finanzielle Flexibilität des Konzerns.
"Ins Privatkunden-Geschäft steigen wir mit unserer Banklizenz aber
nicht ein."
Zur Debatte um ungleiche Geschäftsbedingungen in China sagte
Löscher, das Land sei in der Tat wettbewerbsintensiv. "Aber wenn sich
ein Land industrialisiert, will es sich selbstverständlich auch eine
eigene Basis schaffen." Das sei in der heutigen industrialisierten
Welt nicht anders gewesen. Fortschritte gebe es in China bei
Beteiligungsmöglichkeiten für ausländische Konzerne und beim
Patentrecht.
Eine Beteiligung an der Diskussion um die Frauenquote in
Führungspositionen lehnte Löscher kategorisch ab: "Ich nehme nicht an
einer Männer-Diskussion über Frauenquoten teil. Wollen Sie Teil einer
Männer-Quote sein? Ich nicht!" Die Vorstände Barbara Kux und Brigitte
Ederer seien auf ihren Positionen, "weil sie die Besten sind für die
Aufgaben, die sie verantworten - nicht weil sie Frauen sind."
Pressekontakt:
Nikos Späth, Redaktion G+J Wirtschaftsmedien,
Tel. 040/3703-8323, E-Mail spaeth.nikos@guj.de
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Datum: 19.01.2011 - 11:34 Uhr
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