Mietwohnungen: Eigenmächtige Verschönerungen können teuer werden
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Mietwohnungen: Eigenmächtige Verschönerungen können teuer werden
Was Mieter bei Investitionen in ihre Wohnung beachten sollten
Bei Arbeiten, die ein Mieter in der Wohnung vornimmt, wird zwischen baulichen Veränderungen und Einrichtungen unterschieden. Bauliche Veränderungen betreffen Änderungen an der Bausubstanz, wie das Durchbrechen einer Wand, den Einbau eines Bades oder einer Heizung. Dafür ist die Zustimmung des Vermieters erforderlich. Wird die Zustimmung nicht eingeholt, oder gegen den Willen des Vermieters gehandelt, kann das sogar zur Kündigung führen. So entschied das Amtsgericht Schöneberg im Fall eines Mieters, der gegen den erklärten Willen seines Vermieters in seine Altbauwohnung ein modernes Fenster eingebaut hatte, dass die Kündigung gerechtfertigt ist (AG Schöneberg - 7 C 521/99).
Tipp: Einbauten schriftlich genehmigen lassen
Als Einrichtungen werden Veränderungen bezeichnet, die der Mieter zur besseren Nutzung fest mit der Mietwohnung verbunden hat. Hierzu zählen etwa ein verklebter Teppichboden, eine Einbauküche oder angepasste Wandschränke. Einrichtungen, die dem normalen Wohnen dienen, darf der Mieter anbringen. Der Vermieter darf in diesem Fall seine Zustimmung nicht verweigern.
Beim Auszug muss der Mieter jedoch die Einbauten entfernen, wenn der Wohnungseigentümer das verlangt. "Am besten schließt der Mieter einen schriftlichen Vertrag mit dem Vermieter ab", empfiehlt Kroner. Dieser regelt zum Beispiel, dass der ursprüngliche Zustand nicht wieder hergestellt werden muss. Zu einer Abfindung für geleistete Investitionen ist der Vermieter jedoch in den meisten Fällen nicht verpflichtet. Hier kann eine Entschädigung vereinbart werden. Oft freut sich auch der Nachmieter, wenn er Einrichtungen zu einem fairen Preis übernehmen kann.
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Datum: 20.01.2011 - 10:45 Uhr
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