Hintze: Deutsche Technologie ermöglicht Geoinformationen mit Lichtgeschwindigkeit
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Hintze: Deutsche Technologie ermöglicht Geoinformationen mit Lichtgeschwindigkeit
Die Europäische Weltraumorganisation ESA hat anlässlich einer Tagung in Paris in dieser Woche den Startschuss für den Aufbau eines europäischen Daten-Relais-Satellitensystems (EDRS) gegeben.
Deutschland hat hierbei die Programmführung übernommen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie investiert über 120 Millionen Euro in den Aufbau des Systems.
Peter Hintze, Koordinator der Bundesregierung für die Luft- und Raumfahrt und Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, begrüßte die Entscheidung der ESA: "EDRS ist ein wichtiger Schritt zur europäischen Unabhängigkeit im Bereich weltraumgestützter Datenkommunikation. Deutschland verfügt bei optischer Kommunikation zwischen Satelliten über weltweit einzigartige Technologien. Mit EDRS können wir künftig wichtige Entscheidungen zu Umwelt- und Sicherheitsfragen schneller und auf der Grundlage präziserer Daten fällen."
Bei EDRS soll eine Konstellation geostationärer Satelliten die Daten niedrig fliegender Satelliten aufnehmen und zur Erde übermitteln. Von der Erde aus betrachtet stehen die EDRS-Satelliten dabei ständig über einem bestimmten Punkt des Globus. Dadurch ist die Datenübertragung dieser Satelliten nicht wie bei niedrig fliegenden Satelliten an die kurzen Kontaktzeiten während des Fluges über die jeweiligen Bodenstationen gebunden.
Die entsprechenden Satelliten sollen dafür mit den in Deutschland bei der Firma Tesat entwickelten optischen Laser Communication Terminals (LCT) ausgestattet werden. Pro Sekunde können die LCTs über eine Entfernung von 45.000 km mit Lichtgeschwindigkeit eine Datenmenge übertragen, die etwa 100.000 bedruckten DIN-A-4-Seiten entspricht.
Einer der beiden zentralen EDRS-Satelliten soll auf Basis des sogenannten "Small Geo Satelliten" der Bremer Firma OHB gebaut werden.
Als eine wichtige Anwendung von EDRS ist dessen Einsatz im Rahmen des Projektes "Global Monitoring for Environment and Security" (GMES), einem der großen europäischen Raumfahrtprojekte von ESA und Europäischer Union, vorgesehen.
Der Beschluss, EDRS zu realisieren, wurde unter deutscher Führung auf der ESA-Ministerratstagung 2008 in Den Haag gefasst.
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Datum: 28.01.2011 - 17:45 Uhr
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