Hybridschmieden: Leichtbau trifft Massivumformung
Oben ohne bald leichter und günstiger? IPH forscht an neuem Fertigungsverfahren
Hannover, 31. Januar 2011 – Das Hybridschmieden vereint das Umformen und Fügen von Massiv- und Blechelementen in einem einzigen Verfahren. In einem neuen Projekt des IPH – Institut für Integrierte Produktion Hannover wird die innovative Technologie nun auf ihre Umsetzbarkeit untersucht. Dank des Verfahrens sollen z. B. die Halterungen von Cabriolet-Dächern zukünftig leichter und zugleich günstiger werden.
„Durch das Hybridschmieden können Prozessketten verkürzt und somit Kosten gesenkt werden“ erläutert Dipl.-Ing. (FH) Hanns Kache, Projektingenieur am IPH und Ansprechpartner für das Projekt, die Vorzüge des neuen Verfahrens. Dünne Elemente an Schmiedeteilen könnten durch den Einsatz von Blech leichter werden, ohne an Stabilität zu verlieren. Hochbelastete Bereiche von Blechteilen wiederum könnten durch Massivelemente verstärkt werden. Zukünftig dürften somit verstärkt Kombinationen aus Massiv- und Blechbauteilen zum Einsatz kommen. „Gerade für die Automobilindustrie ist das Hybridschmieden interessant, da es im Hinblick auf Leichtbau und Stabilität ganz neue Möglichkeiten eröffnet“, prognostiziert Kache. „Denkbar ist zum Beispiel die Verwendung von Materialkombinationen jeglicher Art.“
Die Herstellung von Massivbauteilen erfolgt z. B. durch Schmieden. Blechbauteile hingegen werden umgeformt und teilweise in einem zusätzlichen Prozessschritt gefügt. Um die Stabilität von Massivbauteilen mit der Leichtigkeit von Blechbauteilen zu kombinieren, können Blechelemente auch mit Massivteilen verbunden werden. Ein Beispiel für ein solches Produkt sind Halterungen für Cabriolet-Dächer. Sie werden zunächst umgeformt und dann verbunden. Das Hybridschmiedeverfahren kombiniert die beiden Arbeitsschritte Umformen und Fügen in einem einzigen. Die Herstellung wird dadurch erheblich kostengünstiger. Darüber hinaus wird auch die Konstruktion völlig neuer Bauteile möglich.
Das Projekt zum Hybridschmieden ist zum 1. Januar 2011 gestartet und läuft bis Jahresende. Gefördert wird es von der Deutschen Forschungsgemeinschaft e. V. (DFG). Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
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Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Das IPH – Institut für Integrierte Produktion Hannover gemeinnützige GmbH ist 1988 aus der Leibniz Universität Hannover heraus entstanden und seitdem als Forschungs- und Beratungsdienstleister auf dem Gebiet der Produktionstechnik tätig. Zu seinen Kunden zählen Unternehmen aus der Industrie und Forschungsvereinigungen. Die Arbeitsschwerpunkte des Unternehmens sind Forschung und Entwicklung, Beratung und Qualifizierung in den Bereichen Prozesstechnik, Produktionsautomatisierung und Produktions- und Logistiknetzwerke sowie der Herstellung von XXL-Produkten.
Das IPH hat seinen Sitz im Wissenschaftspark Marienwerder im Nordwesten von Hannover. Aktuell beschäftigt das Unternehmen 69 Mitarbeiter, 30 davon als wissenschaftliches Personal/ Berater.
IPH – Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH
Meike Wiegand
Hollerithallee 6
30419 Hannover
Telefon: (0511) 27976-116
E-Mail: wiegand(at)iph-hannover.de
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Datum: 31.01.2011 - 10:35 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 338543
Anzahl Zeichen: 2698
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Meike Wiegand
Stadt:
Hannover
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Kategorie:
Industrie
Meldungsart: Erfolgsprojekt
Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 31.01.2011
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