Sechs Monate nach den Fluten in Pakistan: Angesichts der Not verstärkt Handicap International die Aktivitäten im Land
ID: 339372
International mit einem Team von 500 Personen für die betroffene
Bevölkerung in Pakistan. Die Überschwemmungen, die das Land verwüstet
haben, trafen 20 Millionen Menschen. 1,7 Millionen Unterkünfte wurden
zerstört. Handicap International betreibt in Pakistan ein umfassendes
Programm, das sich auf den Zugang zu Trinkwasser und Abwassersystemen
sowie die Verteilung von Nothilfe-Kits für besonders hilfsbedürftige
Menschen konzentriert.
Auch sechs Monate nach Beginn der Überschwemmungen bleibt die
Situation beunruhigend: 20 Millionen Menschen sind betroffen. Heute
leben immer noch 170.000 Vertriebene in Lagern. Nicht mitgezählt sind
dabei die Menschen, die in ihre Dörfer zurückgekehrt sind und dort in
Notunterkünften leben. Viele haben am Wegrand Zelte aufgeschlagen.
Die pakistanische Bevölkerung leidet nach wie vor unter den
Auswirkungen der verheerenden Überschwemmungen: extreme
Unterversorgung mit Nahrung und Vorräten, schwieriger Zugang zu
medizinischer Hilfe und eine wieder aufzubauende Wirtschaft.
Die Bedürfnisse sind enorm: Laut den pakistanischen Behörden sind
immer noch 109.000 Hektar Land in der am stärksten betroffenen
Provinz Sindh überschwemmt. Die betroffene Bevölkerung lebt in
prekären Verhältnissen, die durch winterliche Temperaturen noch
verschlimmert werden. Sieben Millionen Flutopfer sind nach wie vor
auf die Versorgung mit Wasser, Abwassersystemen und Hygienemaßnahmen
angewiesen. Stephane Lobjois, Projektleiter von Handicap
International in Pakistan, erklärt: "Auch wenn diese Krise keine
Schlagzeilen mehr schreibt, liegt die Nothilfephase noch nicht hinter
uns. Deshalb setzen wir uns mehr denn je für die pakistanische
Bevölkerung ein."
Seit dem 2. August 2010 hat Handicap International bereits 250.000
Opfern der Überschwemmungen geholfen. Die Organisation führt ihre
Aktivitäten mit einem Team von 500 Personen, davon 22 aus dem
Ausland, weiter. Ziel ist es, die Lebensbedingungen der vertriebenen
Menschen in den Provinzen Sindh und Khyber Pakhtunkhwa zu verbessern.
So hat Handicap International sieben Wasseraufbereitungsstationen
installiert, die Trinkwasser für 150.000 Menschen produzieren. Das
bedeutet fünf Liter Trinkwasser pro Tag und Person. Zudem wurden 150
Wasserverteilungsstellen und Wasserpumpen installiert.
Zur Abwasserreinigung finden in den Distrikten Hangu, Swat und
Kohat (Provinz Khyber Pakhtunkhwa) sowie im Distrikt Thatta (Provinz
Sindh) Aufräummaßnahmen statt. Dabei wird die Bevölkerung in die
Räumung des angeschwemmten Schutts, der Abfälle und in das Ableiten
des stehenden Wassers in den Städten einbezogen. So soll die Rückkehr
der Bevölkerung beschleunigt und der Verbreitung von Krankheiten
vorgebeugt werden. Zudem wurden im Sindh über 200 behelfsmäßige
Latrinen gebaut. In der zuständigen Werkstätte arbeiten 40 % Menschen
mit Behinderung. Die Einbeziehung von Menschen mit Behinderung ist
ein wichtiges Prinzip der Einsätze von Handicap International.
Zur Verbesserung der Hygiene wurden 19.000 Nothilfe- und
Hygiene-Kits verteilt. Diese ermöglichen es den Familien, Wasser
aufzubereiten, zu lagern, sich zu waschen und zu kochen. 37.000
Menschen haben bereits von den Sensibilisierungsmaßnamen im Bereich
Hygiene profitiert.
Nicht zuletzt hat Handicap International zwei Anlaufstellen und 13
mobile Teams für die Unterstützung von besonders hilfsbedürftigen und
behinderten Menschen aufgebaut. Mehr als 700 Menschen haben von
psychosozialen Hilfsangeboten profitiert. Zur Verbesserung der
Wohnsituation baut oder repariert Handicap International 250
Unterkünfte.
Pressekontakt:
Information: Dr. Eva Maria Fischer
089/54 76 06 13,
0176/99 28 41 35,
www.handicap-international.de
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"Das steinerne Herz der Welt" - Fotografien von Georg TappeinerMit den Regionen Südtirol, Trentino und Veneto" alt="NATIONAL GEOGRAPHIC- Fotoausstellung "Dolomiten" im Isenburg-Zentrum
"Das steinerne Herz der Welt" - Fotografien von Georg Tappeiner
Mit den Regionen Südtirol, Trentino und Veneto">
Datum: 01.02.2011 - 10:14 Uhr
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