Reallöhne steigen 2010 um 1,4%
ID: 341837
Reallöhne steigen 2010 um 1,4%
Die Veränderungsraten der Nominallöhne waren in den Jahren 2009 und 2010 vor allem durch den Auf- und Abbau der Kurzarbeit beeinflusst. Kurzarbeit reduziert die Anzahl bezahlter Arbeitsstunden und verringert somit die Bruttomonatsverdienste der Arbeitnehmer. Das staatliche Kurzarbeitergeld, das den Einkommensverlust teilweise ausgleicht, wird als staatliche Transferzahlung bei der Darstellung der Bruttoverdienste nicht erfasst. Mit Beginn der Wirtschaftskrise nahm die Anzahl der Kurzarbeiter stetig zu. Die Verdienstzuwächse verringerten sich folglich - zum Höhepunkt der Kurzarbeit im zweiten Quartal 2009 waren die Verdienste sogar um 1,0% niedriger als im Vorjahresquartal. In den folgenden Quartalen führte der schrittweise Abbau der Kurzarbeit wieder zu einem Anstieg der bezahlten Arbeitszeit und folglich zu einem deutlichen Anstieg der Bruttomonatsverdienste. Die letzten drei Quartale 2010 hatten mit Verdienstzuwächsen zwischen 2,5% und 3,4% gegenüber dem gleichen Vorjahresquartal wieder die Größenordnung von vor der Wirtschaftskrise erreicht.
Die nominale Entwicklung der Bruttomonatsverdienste im Jahr 2010 fiel nach Wirtschaftszweigen unterschiedlich aus: In den Bereichen Erziehung und Unterricht (+ 0,7%), Öffentliche Verwaltung, Verteidigung und Sozialversicherung (+ 0,8%) sowie Energieversorgung (+ 1,0%) waren die Verdienstzuwächse am geringsten und konnten den Anstieg der Verbraucherpreise nicht ausgleichen. In allen anderen Branchen stiegen die Verdienste stärker als die Preise. So erhöhten sie sich zum Beispiel im Verarbeitenden Gewerbe um 4,4%. Aufgrund des Rückgangs der Kurzarbeit stieg in diesem Wirtschaftszweig die bezahlte Wochenarbeitszeit im Jahr 2010 gegenüber dem Vorjahr um 2,7% von 36,7 auf 37,7 Stunden. Beschäftigte von Banken und Versicherungen erhielten 4,2% mehr Gehalt.
Ein vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer verdiente in Deutschland im Jahr 2010 durchschnittlich 42 535 Euro brutto. Die höchsten Bruttojahresverdienste erzielten die Beschäftigten in Banken und Versicherungen (60 963 Euro) sowie in der Energieversorgung (59 516 Euro). Die niedrigsten durchschnittlichen Bruttojahresverdienste wurden im Gastgewerbe (24 012 Euro) gezahlt.
Diese Angaben stellen erste vorläufige Ergebnisse über die nominalen und realen Bruttoverdienste in Deutschland im Jahr 2010 dar. Detaillierte und endgültige Daten untergliedert unter anderem nach Wirtschaftszweigen, Beschäftigungsumfang und Geschlecht für das vierte Quartal 2010 und das Jahr 2010 werden voraussichtlich am 23. März 2011 veröffentlicht.
Zwei zusätzliche Tabellen bietet die Online-Fassung dieser Pressemitteilung unter www.destatis.de.
Weitere Auskünfte gibt:
Ralf Droßard,
Telefon: (0611) 75-4236,
www.destatis.de/kontakt
Herausgeber: (c) Statistisches Bundesamt, Pressestelle
Gustav-Stresemann-Ring 11, 65189 Wiesbaden
Telefon: +49 (0) 611 / 75 - 34 44, Telefax: +49 (0) 611 / 75 - 39 76
www.destatis.de/kontakt
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 03.02.2011 - 19:15 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 341837
Anzahl Zeichen: 3826
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 238 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Reallöhne steigen 2010 um 1,4%"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Statistisches Bundesamt (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Verbraucherpreisindex, Mai 2026: +2,6 % zum Vorjahresmonat (vorläufig) -0,2 % zum Vormonat (vorläufig) Harmonisierter Verbraucherpreisindex, Mai 2026: +2,7 % zum Vorjahresmonat (vorläufig) -0,1 % zum Vormonat (vorläufig) Die Inflationsrate in Deutschland wird im Mai 2026 voraussichtlich +2
Veröffentlichungstermine des Statistischen Bundesamtes (DESTATIS) vom 01.06.2026 bis 05.06.2026 ...
Veröffentlichungstermine des Statistischen Bundesamtes (DESTATIS) - die Veröffentlichung erfolgt in der Regel 08:00 Uhr: Montag, 01.06.2026 (Nr. 183) Umsatz im Einzelhandel, April 2026 (Nr. 184) Außen- und Binnenwanderungen (endgültige Ergebnisse), Jahr 2025 (Nr. 185) Zum Internationalen Tag
Erwerbstätigkeit im April 2026 saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat nahezu unverändert / Erwerbstätigenzahl 0,4 % niedriger als im Vorjahresmonat ...
Erwerbstätige mit Wohnort in Deutschland, April 2026 0,0 % zum Vormonat (saisonbereinigt) +0,2 % zum Vormonat (nicht saisonbereinigt) -0,4 % zum Vorjahresmonat Im April 2026 waren rund 45,61 Millionen Personen mit Wohnort in Deutschland (Inländerkonzept) erwerbstätig. Nach vorläufigen Berech
Weitere Mitteilungen von Statistisches Bundesamt
Jeder vierte Todesfall auf Krebsleiden zurückzuführen ...
DEN - In Deutschland starben im Jahr 2009 insgesamt 216 128 Personen an einer Krebserkrankung (bösartige Neubildung), davon 116 711 Männer und 99 417 Frauen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) zum Weltkrebstag am 4. Februar 2011 weiter mitteilt, war damit jeder vierte Todesfall auf eine Kre
Spritspar-Butler erwünscht, nur kosten sollten sie nichts ...
zent der deutschen Autofahrer würden gerne von ihrem Fahrzeug informiert werden, wie schnell sie fahren müssen, damit sie an jeder Ampel bei Grün ankommen. Dies haben der ADAC und seine EuroTest-Partnerclubs in einer europaweiten Umfrage in elf europäischen Ländern mit mehr als 6 000 Teilnehmer
Meisterehrung und neue Partnerschaft ...
Der ADAC ist auf der Straße, in der Luft und auf dem Wasser zu Hause. Auf der weltgrößten Yacht- und Wassersportmesse, der "boot" in Düsseldorf" wurden jetzt die Meister des Jahres 2010 im Int. ADAC MSG Motorboot Cup sowie im ADAC Motorboot Masters geehrt. Im gleichen Rahmen stand
Einführung E-10-Kraftstoff: Millionen Autofahrer müssen die Zeche zahlen ...
Die Autofahrer müssen sich bei der Markteinführung der neuen Kraftstoffsorte Super E 10 auf Tricksereien der Mineralölkonzerne gefasst machen. Nach Informationen des ADAC wird an verschiedenen Tankstellen, die bereits Superbenzin mit zehnprozentigem Ethanolanteil anbieten, herkömmliches Superben




