Entwicklung des Auftragseingangs in der Industrie im Dezember 2010

Entwicklung des Auftragseingangs in der Industrie im Dezember 2010

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Entwicklung des Auftragseingangs in der Industrie im Dezember 2010



(pressrelations) - 7.2.2011
Die Auftragseingänge in der Industrie gingen vorläufigen Angaben zufolge [1] im Dezember preis- und saisonbereinigt [2] um 3,4 % zurück. Im Monat zuvor waren sie um 5,2 % angestiegen. Der Umfang der Großaufträge war im Gegensatz zum Vormonat unterdurchschnittlich und stärker auf Vorleistungsgüter ausgerichtet. Daraus ergaben sich dämpfende Effekte im Investitionsgüterbereich. Insgesamt verringerten sich die Auftragseingänge aus dem Ausland um 4,2 % und die aus dem Inland um 2,4 %. Während die Hersteller von Vorleistungsgütern 0,6 % mehr Aufträge verbuchten, meldeten die Produzenten von Investitionsgütern ein Bestellrückgang um 6,6 %. Der Auftragseingang für Konsumgüter sank nur geringfügig (-0,1 %).

Im aussagekräftigeren Zweimonatsvergleich November/Dezember gegenüber September/Oktober verzeichnete die Industrie allerdings ein Auftragsplus von saisonbereinigt 4,4 %. Die Bestellungen aus dem Inland nahmen um 1,7 % und die aus dem Ausland deutlich stärker um 6,4 % zu. In den industriellen Hauptgruppen registrierten die Hersteller von Vorleistungs- und Investitionsgütern Auftragszuwächse von 2,7 % bzw. 6,1 %. Die Aufträge für Konsumgüter gingen dagegen um 0,4 % zurück. Im vierten Quartal insgesamt lagen die Auftragseingänge um 2,7 % über dem Ergebnis des Vorquartals.

Ihren Vorjahresstand überschritten die Industrieaufträge im November/Dezember kalenderbereinigt um 20,2 %. Die Auftragseingänge aus dem Inland lagen um 14,5 % und die aus dem Ausland um 25,1 % über ihrem Vorjahresniveau.

Der Auftragseingang wurde zuletzt von einer abnehmenden Investitionsgüternachfrage, bedingt durch unterdurchschnittliche Großaufträge und einen Bestellrückgang im Fahrzeugbau, beeinflusst. Die Auftragsentwicklung bleibt aber klar aufwärts gerichtet und fällt im Schlussquartal dynamischer aus als noch im dritten Jahresviertel.

[1] Quellen: Statistisches Bundesamt, Deutsche Bundesbank.
[2] Verfahren Census X-12-ARIMA.




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