Deutschland: Kalter Dezember sorgt für Wachstumsabkühlung

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Deutschland: Kalter Dezember sorgt für Wachstumsabkühlung



(pressrelations) - Die deutsche Wirtschaft ist im vierten Quartal 2010 um 0,4 Prozent gegenüber dem dritten Quartal gewachsen. Dies ist zwar ein ordentliches Plus, im Jahresverlauf jedoch die schwächste Wachstumsrate. Nach Einschätzung des DIW Berlin ist dafür vor allem der strenge Winter verantwortlich. So ist etwa die Bauproduktion im Dezember um rund ein Viertel eingebrochen. Die Ausrüstungsinvestitionen dürften dagegen erneut kräftig gestiegen sein, erläuterte DIW-Experte Simon Junker die vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes. "Hauptmotor des Wachstums ist trotzdem weiterhin die boomende Auslandsnachfrage vor allem aus Asien", so Junker weiter. Auch der private Verbrauch hat dank der stabilen Arbeitsmarktlage positiv zum Wachstum beigetragen haben.

Ferdinand Fichtner, Leiter des Querschnittsbereichs Konjunkturpolitik am DIW Berlin, geht davon aus, dass die Wirtschaft im laufenden Quartal weiter kräftig wächst: "Insbesondere die Nachholeffekte am Bau werden für einen deutlichen Zuwachs zum Jahresauftakt sorgen." Neben der anhaltend starken Exportnachfrage wird nach Einschätzung des Konjunkturexperten auch der Konsum eine Stütze des Aufschwungs bleiben. "Dennoch wird sich das starke Wachstum des vergangenen Jahres nicht wiederholen. Im Jahresdurchschnitt erwarten wir einen Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts von 2,2 Prozent - immer noch ein ordentliches Ergebnis für die deutsche Wirtschaft", so Fichtner weiter.


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Datum: 15.02.2011 - 11:15 Uhr
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