Kristina Schröders Politik schadet den Frauen in Deutschland
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Kristina Schröders Politik schadet den Frauen in Deutschland
Wenige Tage vor dem Internationalen Frauentag lässt Ministerin Schröder erneut ihre Maske fallen.
In dem ZEIT-Interview wiederholt sie ihre Vorschläge für einen unverbindlichen Stufenplan für mehr Frauen in Führungspositionen. Im weiteren Verlauf des Gespräches diffamiert sie andere Überlegungen für eine effektive gesetzliche Quotenregelung als "staatliche Zwangsbeglückung" oder "starre Einheitsquote". So weit, so bekannt.
Schließlich versteigt sie sich zu abstrusen weltanschaulichen Debatten. Sie wendet sich "gegen den staatlichen Versuch, Menschen umzuerziehen" und gegen "sozialistische Bevormundungen".
Es ist empörend, mit welchen Begriffen die Ministerin um sich wirft. Umerziehung gehörte zum Alltag der DDR, zum Beispiel in Jugendheimen, in denen Zwang, Gewalt und Drill gegen junge Menschen ausgeübt wurde. Dies in einen Zusammenhang zu setzen mit Frauen- und Gleichstellungspolitik ist unerhört. Damit bereitet sie auch den Boden für den "Geschlechterkampf von rechts".
Geschlechterquoten für Führungspositionen sind kein Ziel, sondern ein Mittel zum Zweck. Während Norwegen, Frankreich, Spanien und Österreich erkannt haben, dass nur verbindliche, nicht freiwillige Vereinbarungen zu mehr Frauen in Führungspositionen führen, tritt die schwarz-gelbe Bundesregierung gleichstellungspolitisch auf der Stelle.
Anstatt Plattitüden und dummes Geschwätz von sich zu geben, sollte die Ministerin ihrer Aufgabe als Frauenministerin endlich gerecht werden. Schon bei Themen wie Rassismus und Feminismus ist sie gescheitert. Frau Schröder will nicht Frauenpolitik im 21. Jahrhundert gestalten, sie pflegt und hegt ihr konservatives Weltbild ? zum Schaden der Frauen in Deutschland.
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Datum: 24.02.2011 - 17:45 Uhr
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