Werbung mit Echtheitsgarantie nicht als Werbung mit Selbstverständlichkeiten wettbewerbswidrig?
Unternehmen streben stets danach, ihre Produkte möglichst öffentlichkeitswirksam und ansprechend zu bewerben, um so große Käuferkreise zu erschließen.
Welche Möglichkeiten dabei zur Verfügung stehen, wird durch das Wettbewerbsrecht streng reglementiert.
Anders entschied nun jedoch das Oberlandesgericht Hamm in einem Beschluss vom 20.12.2010 (Az.: I-4 W 121/10).
In diesem Fall bewarb ein Unternehmer im Internet seine Kleidung mit einer Echtheitsgarantie, was ebenfalls als Werbung mit einer Selbstverständlichkeit angesehen werden könnte.
Diese Auffassung vertraten die Hammer Richter jedoch nicht, da die Originalität im Bereich des Bekleidungshandels keine Selbstverständlichkeit darstelle. Vielmehr finde man auf diesem Markt eine Vielzahl von Fälschungen und Imitaten, sodass es ein legitimes Anliegen des Anbieters sei, darzustellen, dass es sich bei seinen Produkten nicht um Imitate handle.
Fazit:
Die dargestellten Beispiele zeigen, wie unterschiedlich die Rechtsprechung ist und an welchen Kriterien die Abgrenzungen gezogen werden. Da eine korrekte Einschätzung für den juristischen Laien meist unmöglich ist, empfiehlt es sich stets, auf einen erfahrenen Rechtsanwalt zurückzugreifen.
© RA Axel Mittelstaedt 2010 – LADM Rechtsanwälte, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer; Dezernat Gewerblicher Rechtsschutz, Köln www.ladm.com
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Die Kanzlei Mittelstaedt, Bestandteil der Partnerschaftsgesellschaft LADM Liesegang Aymans Decker Mittelstaedt & Partner, Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, ist eine exklusive Spezialisten-Kanzlei mit internationaler Ausrichtung und Sitz in Köln.
Seit 1994 arbeitet die Kanzlei für globale Unternehmen und leistet alle fachlichen Dienstleistungen im Bereich des Gewerblichen Rechtsschutzes.
Der Gründer der Kanzlei, Axel Mittelstaedt, ist seit über 25 Jahren internationaler Experte für Gewerblichen Rechtsschutz und Markenführung.
Seine klassischen anwaltlichen Leistungen: Markenrecht (Anmeldung und Verteidigung etc. von Marken), Wettbewerbsrecht (Angriffe und deren Abwehr), Geschmacksmusterrecht (Anmeldung und Verteidigung etc. von Geschmacksmustern), Patentrecht (speziell: Verfahren bei Patentverletzungen).
Zusätzlich bietet die Kanzlei Mittelstaedt ein qualifiziertes Analyseverfahren und Gutachten für strategisches IP Management in Unternehmen an. Dieses innovative Kanzleiprodukt SIP® untergliedert sich in vier Phasen:
* Analyse der aktuellen IP Strategie eines Unternehmens
* Bewertung des Geistigen Eigentums
* Konzeption faktischer und juristischer Schutzstrategien
* Aktualisierung und Neuanmeldung für Marken, Produkte und Geschmacksmuster
Dazu gerade erschienen: Axel Mittelstaedt, „Strategisches IP-Management – mehr als nur Patente“ im renommierten GABLER-Verlag: ISBN 978-3-8349-1399-9
Rechtsanwalt Mittelstaedt
LADM – Rechtsanwälte, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer
Dezernat Gewerblicher Rechtsschutz, Köln
Tätigkeitsschwerpunkte: Markenrecht, Geschmacksmusterrecht, Patentrecht, Wettbewerbsrecht
LADM
RA Axel Mittelstaedt
Richard-Strauss-Str. 3
50931 Köln
Tel. 02 21 9 40 62-0
Fax. 02 21 9 40 62-62
Homepage: www.ladm.com
Email: info(at)designvocat.com
Datum: 01.03.2011 - 08:43 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 357618
Anzahl Zeichen: 2081
Kontakt-Informationen:
Kategorie:
Rechtsberatung (gewerblich)
Meldungsart: Unternehmensinformation
Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 01.03.2011
Diese Pressemitteilung wurde bisher 392 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Werbung mit Echtheitsgarantie nicht als Werbung mit Selbstverständlichkeiten wettbewerbswidrig?"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
LADM - Rechtsanwälte, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
So hatte das Oberlandesgericht Karlsruhe (Az.: 6 U 93/11) am 23.11.2011 einen Fall zu verhandeln, in dem ein Ultraschallgerät zu Zwecken der Hautverjüngung beworben wurde. Dazu wurde auf Schlagworte wie „Faltenreduktion“, „Hautverjüngung“, „schneller und sichtbarer Erfolg“ und „B
Anwesenheit des Meisters in Meisterbetrieb ist obligatorisch ...
So hatte das Oberlandesgericht München am 10.11.2011 (Az.: 29 U 1614/11) einen Fall zu verhandeln, in dem ein Unternehmen mit zwei Betriebsstätten sich als Meisterbetrieb bezeichnete, jedoch lediglich eine Person über einen Meisterbrief verfügte. Damit war nicht gewährleistet, dass in jedem
Verantwortlichkeit der entwerfenden Agentur bei Markenverletzungen durch Grafiken ...
Das Kammergericht Berlin verhandelte am 04.02.2011 (Az.: 19 U 109/10) einen Fall, in dem zu entscheiden war, ob die Werbeagentur, die ein Logo erstellt hatte, auch für damit einhergehende Markenverletzungen zu haften hat. Die Berliner Richter urteilten, dass eine generelle Pflicht zur Markenrech
Weitere Mitteilungen von LADM - Rechtsanwälte, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer
Praxiswissen Sportverein & Management: Datenschutz im Verein zur Premiere der neuen Schriftenreihe im Erich Schmidt Verlag ...
Die beiden Autoren beantworten in diesem Buch, das im Erich Schmidt Verlag erschienen ist, alle relevanten Fragen zum rechtssicheren Umgang beim Datenschutz im Verein. Vereinsverantwortliche erfahren unter anderem, • welche Inhalte des Bundesdatenschutzgesetzes für Vereine wichtig sind, • w
Weiterer Schiffsfonds in der Krise: Schifffahrtsgesellschaft Hansa Calypso GmbH & Co. KG ...
Betriebsfortführungskonzept und Änderung Gesellschaftsvertrag Den Anlegern der Schifffahrtsgesellschaft Calypso GmbH & Co. KG wurde dabei folgendes Betriebsfortführungskonzept unterbreitet: Aufgrund einer Liquiditätslücke benötigte die Schifffahrtsgesellschaft Hansa Calypso GmbH
Auer Witte Thiel: Versicherer müssen rechtzeitig über Stornogefahr informieren ...
Versicherungsgesellschaften sind verpflichtet, Vertreter und Makler ausreichend und rechtzeitig per Stornogefahrmitteilung über notleidende Verträge zu informieren, um später eventuelle Provisionsrückzahlungen durchsetzen zu können. Dies hat der Bundesgerichtshof in einem aktuellen Urteil im Ja
Vom Herd bis zum Radio: die Aufteilung des Hausrates im Scheidungsfall ...
Im Scheidungsfall wird häufig bitter um die verschiedenen Bestandteile des Hausrates gestritten. Welche berechtigten Ansprüche ein Ehegatte stellen kann, bestimmt sich aus eigentumsrechtlicher Perspektive danach, ob ihm das alleinige Eigentum an einem Gegenstand zusteht oder es sich um von beiden




