Bundesministerin Schröder: 'Leid der Heimkinder in der ehemaligen DDR darf nicht unter den Tisch fallen'
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Bundesministerin Schröder: "Leid der Heimkinder in der ehemaligen DDR darf nicht unter den Tisch fallen"
"Die schrecklichen Erfahrungen ostdeutscher Heimkinder und ihre besondere Ausprägung dürfen bei den wichtigen und richtigen Diskussionen zur Wiedergutmachung des Leids der Heimkinder in der alten Bundesrepublik nicht vergessen werden. Heimkinder in der ehemaligen DDR wurden doppelt zum Opfer:
Die Heime waren ausführende Organe eines Unrechtsstaates und bedienten sich einer besonders rigiden Pädagogik. Dieses Leid dauerte bis 1989 an.", so Bundesfamilienministerin Kristina Schröder.
Am 19. Januar 2011 wurde der Abschlussbericht des Runden Tischs "Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren in Westdeutschland" unter Leitung von Antje Vollmer, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages a. D., dem Präsidenten des Deutschen Bundestages übergeben. Entsprechend des Auftrags durch den Deutschen Bundestag beziehen sich die im Abschlussbericht enthaltenen Empfehlungen ausschließlich auf die Anerkennung des Leids der Betroffenen in Erziehungsheimen der alten Bundesrepublik. Die Mitglieder des Deutschen Bundestages, die Länder sowie die Träger der Heime beraten nun, wie die Empfehlungen des Runden Tischs umgesetzt werden können.
"Nun gilt es für den deutschen Bundestag aus den Ergebnissen des Runden Tischs Heimerziehung die richtigen Schlüsse zu ziehen. Dabei ist mir besonders wichtig, dass die Beratung der Ergebnisse im Bundestag die Belange aller Opfergruppen in den Blick nimmt - auch wenn dies nicht Bestandteil des konkreten Auftrags des Bundestags war", so Schröder.
Im vergangenen November hatten die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder, und die Bundesministerin der Justiz, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, den ehemaligen Jugendwerkhof Torgau besucht und sich dort über Fälle von Missbrauch und Misshandlungen in der ehemaligen DDR informiert.
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Datum: 14.03.2011 - 16:15 Uhr
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