Technostress im Büro:
ID: 37270
Von Gunnar Sohn
Berlin/Cambridge - Blackberry, Handy und PC sollen uns dazu bringen, mehrere Aufgaben gleichzeitig zu bearbeiten. Doch offenbar ist der Mensch dafür nicht gemacht. „Er verzettelt sich, seine Arbeitsleistung sinkt“, berichtet die Welt. In den USA habe sich mit der „Interruption-Science" sogar ein eigener Forschungszweig entwickelt, der die Folgen von ständigen Unterbrechungen untersucht. „Allein mit überflüssigen E-Mails verplempern Manager dreieinhalb Jahre ihres Lebens, wollen Wissenschaftler des Henley Management College http://www.henleymc.ac.uk im englischen Oxfordshire herausgefunden haben. Dafür haben sie 181 Führungskräfte aus verschiedenen Branchen in Deutschland, Großbritannien, Dänemark und Schweden befragt. 60 Prozent von ihnen gaben an, dass sie jeden Tag zwei Stunden oder mehr allein mit Lesen und Beantworten von E-Mails verbringen“, so die Welt.
Die amerikanische Wirtschaft kosten die ständigen Unterbrechungen durch das Hin- und Herwechseln zwischen verschiedenen Aufgaben jedes Jahr angeblich 588 Milliarden Dollar, umgerechnet 436 Milliarden Euro, hat das New Yorker Beratungsunternehmen Basex ausgerechnet. Markus Eisenhauer vom Fraunhofer Institut für Angewandte Informationstechnik http://www.fit.fraunhofer.de wertet die häufigen Unterbrechungen als schädlich für geistig sehr anspruchsvolle Aufgaben. Das Gehirn brauche in der Regel mehrere Minuten, um alle relevanten Sachverhalte wieder parat zu haben. „Für die Technologiebranche war der tägliche Technostress lange Zeit kein Thema. Sie konzentrierte sich darauf, die gleichen Dinge in neuer, verbesserter und schnellerer Form auf den Markt zu bringen. Heute nehmen wir andere Signale wahr: Jeder weiß, dass die Technik immer komplexer wird. Aber als Anwender will man sich damit nicht auseinandersetzen. Die Nachfrage nach ‚Vereinfachungsdienstleistungen’ und Standardisierungen steigt enorm an – besonders in der Branche für Informationstechnik und Telekommunikation“, so die Markterfahrung von Axel Schnell, Chief Operating Officer des ITK-Systemintegrators Nextiraone http://www.nextiraone.de.
Man müsse nach Auffassung von John Maeda, Professor am Media Lab des MIT in Cambridge http://www.media.mit.edu/people/bio_maeda.html, nur an die Leistungen von Google denken. „Mit der einfachen Eingabezeile im Webbrowser erhalten wir Zugang zu Googles riesigem Netzwerk von Computern und Datenbanken. Um bei Google eine Anfrage zu stellen, brauchen wir selbst keine riesige Computerausrüstung. Mehr scheint weniger zu sein, wenn man es weit in die Ferne rückt. Ein Erlebnis wird also einfacher, wenn man das Ergebnis an Ort und Stelle erhält, während die eigentliche Arbeit weit weg erledigt wird“, sagt Maeda. Das Modell der ferngesteuerten Computeranwendungen gewinne an Beliebtheit und werde „Software als Service“ genannt. Google sei zwar noch umsonst, aber für die Zukunft könnte man sich eine Dienstleistung vorstellen, „bei dem wir pro Anfrage oder monatlich eine Gebühr für den erhaltenen Gegenwert bezahlen“, spekuliert der MIT-Forscher: „Man darf nicht vergessen, wie bequem es ist, wenn man nicht selbst die nötige Rechenleistung bereithalten muss, um Software lokal zu betreiben. Unternehmensorientierte Softwaresysteme sind im Netz bereits verfügbar. Solche Systeme fühlen sich nicht nur einfacher an, weil sie weit weg betrieben werden, sondern sie berücksichtigen auch die wichtige Tatsache, dass wir in einer mobilen Welt leben und uns häufig weder im Büro noch zu Hause aufhalten“, führt Maeda weiter aus.
Für die Leistungsfähigkeit des Weit-Weg-Prinzips sei eine zuverlässige Kommunikation mit der ausgelagerten Tätigkeit von entscheidender Bedeutung. „Das ist auch unsere Erfahrung. Besonders die Kommunikation über das Internet Protokoll entwickelt sich immer mehr zur Dienstleistung. An die Stelle der klassischen Firmen, die Telefonanlagen aufbauen, treten Anbieter mit Beratungsqualität und den entsprechenden Kenntnissen für die Integration von Sprache und Daten. Für den Anwender wird die Nutzung so einfach wie möglich gemacht, obwohl die dahinterstehende Technik natürlich immer auf den neuesten Stand gebracht wird“, erläutert Nextiraone-Manager Schnell.
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Datum: 23.10.2007 - 12:55 Uhr
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