Bundesrat strebt Ausstieg aus Atomenergie an
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Bundesrat strebt Ausstieg aus Atomenergie an
Der Bundesrat vertritt die Ansicht, dass im Lichte der Erfahrungen aus der Katastrophe in Japan auf europäischer Ebene ein schneller Ausstieg aus der Kernspaltung als Energietechnologie anzustreben ist. Er fordert daher die Bundesregierung auf, sich auf europäischer Ebene für eine sofortige und grundlegende Überarbeitung des "Europäischen Strategieplans für Energietechnologie" einzusetzen. Ziel soll es sein, einen Ausstieg aus der Atomenergie zu beschleunigen und den entsprechenden Ausbau erneuerbarer Energien voranzutreiben.
Zudem sind die Länder der Auffassung, dass vor dem Hintergrund des anzustrebenden Ausstiegs aus der Atomenergie das Rahmenprogramm keine Forschungsarbeiten zur Entwicklung von neuen Reaktorsystemen zum Gegenstand haben sollte. Die Förderung der Tätigkeiten der Gemeinsamen Forschungsstelle sollte sich auf die Bereiche beschränken, die in engem Zusammenhang mit der sicheren und geordneten Beendigung der Kernenergienutzung und damit verbunden mit der Erforschung der Sicherheit möglicher Endlagerungsformationen stehen. Forschungsmittel, die für die Entwicklung neuer Reaktorsysteme vorgesehen sind, sollten kurzfristig für die Weiterentwicklung der nuklearen Sicherheit des Bestandes sowie für die Erforschung einer noch effizienteren Nutzung erneuerbarer Energien umgeschichtet werden.
Der Bundesrat kritisiert, dass die Kommission in der Vorlage keinen hinreichenden Finanzierungsvorschlag vorgelegt hat. Er bekräftigt seine Auffassung, wonach zusätzliche Ausgaben vorrangig durch interne Mittelumschichtung zu finanzieren sind. Nicht verbrauchte Finanzmittel sollten die Mitgliedstaaten erhalten.
Vorschlag für einen Beschluss des Rates über das Rahmenprogramm der Europäischen Atomgemeinschaft für Forschungs- und Ausbildungsmaßnahmen im Nuklearbereich (2012 - 2013)
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Datum: 15.04.2011 - 19:15 Uhr
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