Greenpeace: Vier deutsche AKW gefährlicher als Fukushima

Greenpeace: Vier deutsche AKW gefährlicher als Fukushima

ID: 395215

Greenpeace: Vier deutsche AKW gefährlicher als Fukushima

Gravierende Defizite der vier ältesten Siedewasserreaktoren nicht nachrüstbar



(pressrelations) -
Deutsche Atomkraftwerke verfügen nach Recherchen von Greenpeace zum Teil über einen geringeren Sicherheitsstandard als das in Japan havarierte Atomkraftwerk Fukushima 1. Die Sicherheitsbehälter der vier ältesten deutschen Siedewasserreaktoren sind schlechter gegen die Folgen einer Kernschmelze geschützt als die der japanischen Katastrophenreaktoren. Zudem liegen die Abklingbecken mit stark strahlenden abgebrannten Brennelementen, ebenso wie in Japan, in allen sechs deutschen Siedewasserreaktoren außerhalb der Sicherheitsbehälter. Auf Schwachstellen in Notstrom- und Kühlsystemen weisen Experten seit langem hin. Die unabhängige Umweltschutzorganisation Greenpeace fordert von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ein Gesetz zur Laufzeitverkürzung für alle Atomkraftwerke, und die sieben ältesten Reaktoren sowie den Pannenmeiler in Krümmel sofort und endgültig abzuschalten.

Deutsche Atomkraftwerke verfügen nach Recherchen von Greenpeace zum Teil über einen geringeren Sicherheitsstandard als das in Japan havarierte Atomkraftwerk Fukushima 1. Die Sicherheitsbehälter der vier ältesten deutschen Siedewasserreaktoren sind schlechter gegen die Folgen einer Kernschmelze geschützt als die der japanischen Katastrophenreaktoren. Zudem liegen die Abklingbecken mit stark strahlenden abgebrannten Brennelementen, ebenso wie in Japan, in allen sechs deutschen Siedewasserreaktoren außerhalb der Sicherheitsbehälter. Die unabhängige Umweltschutzorganisation Greenpeace fordert von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die sieben ältesten Reaktoren, sowie den Pannenmeiler in Krümmel und das erdbebengefährdete Neckarwestheim 2 sofort und endgültig abzuschalten. Das letzte Atomkraftwerk soll spätestens 2015 vom Netz gehen.

"Kanzlerin Merkel lügt, wenn sie behauptet, die deutschen AKW seien die sichersten der Welt", sagt Heinz Smital, Kernphysiker und Atomexperte von Greenpeace. "Seit Jahrzehnten werden Sicherheitskriterien so hingebogen, dass selbst die ältesten deutschen AKW sie erfüllen. Teure Nachrüstungen wurden verschleppt. Alle Schwachstellen der Reaktoren müssen nun schonungslos offen gelegt werden. Die AKW, die sich nicht nachrüsten lassen, müssen sofort stillgelegt werden."



Deutsche Sicherheitsbehälter und Abklingbecken sind Schwachpunkte

Die alten Siedewasserreaktoren Philippsburg 1, Isar 1, Brunsbüttel und Krümmel der so genannten Baulinie 69 (Planungsjahr 1969) leiden unter einem folgenschweren Konstruktionsfehler: Die Sicherheitsbehälter, die den inneren Reaktordruckbehälter mit den Brennstäben umschließen, bestehen nicht aus einer mehrere Meter starken Betonhülle wie im AKW Fukushima. Sie verfügen lediglich über eine leicht schmelzende Stahlhülle mit einer Wandstärke von wenigen Zentimetern. So könnte es bei einem Unfall schneller zu radioaktiven Freisetzungen kommen und die Freisetzungsmengen wären größer. Diese Sicherheitslücke der Siedewasserreaktoren ist nicht nachrüstbar.

Die Abklingbecken mit stark strahlenden, abgebrannten Brennelementen liegen bei den vier Siedewasserreaktoren der Baulinie 69 und bei den beiden neueren Siedewasserreaktoren Gundremmingen B und C außerhalb des Sicherheitsbehälters, im oberen Stockwerk des Reaktorgebäudes. Wie in Fukushima lagern hier sogar mehr radioaktive Brennelemente als im Reaktorkern. Im AKW Gundremmingen B und C liegen normalerweise pro Block über 200 Tonnen an Brennelementen. Bei einem Wasserverlust in den Abklingbecken wäre auch bei den deutschen Reaktoren die Strahlung derart hoch, dass sie Not- und Rettungsmaßnahmen unmöglich machen könnte.

Greenpeace ist heute zu Gast bei der Ethikkommission. Atomexperte Heinz Smital wird hier über die Risiken der Atomkraft sprechen.


Greenpeace e.V.
Große Elbstraße 39
22767 Hamburg
mail@greenpeace.de
www.greenpeace.de
Telefon: 040 / 30618-0
Fax: 040 / 30618-100Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  IEEE Standards Association und SAE International schließen strategische Partnerschaft für Zusammenarbeit an Smart Grid und e-Mobility Standards Clever punkten: SMA präsentiert neues Bonusprogramm für Fachhandwerker
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 28.04.2011 - 14:45 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 395215
Anzahl Zeichen: 4301

pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen


Diese Pressemitteilung wurde bisher 249 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Greenpeace: Vier deutsche AKW gefährlicher als Fukushima"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Greenpeace (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Wie wird sich Präsident Hollande entscheiden? ...
Greenpeace-Aktivisten protestieren am französischen Atomkrafwerk Tricastin Paris 15. Juli 2013: Greenpeace-Aktivisten haben heute früh auf der Atomanlage in Tricastin/Frankreich zwei Banner entrollt mit der Botschaft: "Accident nucléaire à Tricastin, François Hollande : président de

Nach Greenpeace-Protest: Transportfirmen schicken Walfleisch zurück an den Absender ...
Umweltminister Altmaier soll deutsche Häfen gesetzlich für Walfleisch sperren Der gestrige Protest von Greenpeace-Aktivisten gegen den Transport von Walfleisch über den Hamburger Hafen zeigt Wirkung: Am späten Abend kündigte die taiwanesische Transportfirma "Evergreen Line" an, d

Greenpeace-Kletterer protestieren an Frachtschiff gegen Walfleisch-Transport ...
Umweltminister Altmaier in der Pflicht für den Artenschutz Greenpeace-Aktivisten sind heute Mittag in Hamburg auf das Containerschiff "Eilbek" geklettert, das Walfleisch nach Japan transportieren soll. Vier der Meeresschützer haben sich an den Schiffstauen des 170 Meter langen Frac


Weitere Mitteilungen von Greenpeace


Clever punkten: SMA präsentiert neues Bonusprogramm für Fachhandwerker ...
Unter dem Motto "Ihr Extra mit vielen Pluspunkten" führt die SMA Solar Technology AG ein neues Bonusprogramm exklusiv für Fachhandwerker ein. Wer seine installierten Wechselrichter registriert, sammelt Bonuspunkte und tauscht sie gegen attraktive Prämien ein. Künftig wird sich

IEEE Standards Association und SAE International schließen strategische Partnerschaft für Zusammenarbeit an Smart Grid und e-Mobility Standards ...
PISCATAWAY, N.J., & WARRENDALE, PA, USA - 28. April 2011 - Die IEEE Standards Association (IEEE-SA) und SAE International haben ein Abkommen (Memorandum of Understanding - MOU) über eine strategische Partnerschaft im Bereich Fahrzeugtechnologie in Verbindung mit Smart Grid geschlossen. Mit dies

Yingli Green Energy: Neue Niederlassung für Südostasien in Singapur ...
Baoding, China; Singapur; München 28. April 2011 - Yingli Green Energy, eines der weltweit größten vertikal integrierten Photovoltaik-Unternehmen, das seine Produkte unter der Marke Yingli Solar vertreibt, eröffnet eine Zweigstelle in Singapur. Um seine Präsenz in Südostasien zu stärken, hat

DEGERenergie meldet wachsendes Interesse an ein- und zweiachsigen MLD-Systemen in Griechenland ...
DEGERenergie baut seine Position als Weltmarktführer für solare Nachführsysteme kontinuierlich aus. Aufträge aus vielen Ländern der Erde und die regelmäßigen Messeauftritte des Unternehmens belegen mehr und mehr die Sonderstellung und das zunehmend hohe Ansehen, das die Produkte und die paten


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z