Beerfeltz bei VN-KonÂfeÂrenz für die am wenigÂsten entÂwickelÂten LänÂder in IstanÂbul
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Beerfeltz bei VN-KonÂfeÂrenz für die am wenigÂsten entÂwickelÂten LänÂder in IstanÂbul
"Auch ärmste Entwicklungsländer der Welt stärker fordern"
Hans-Jürgen Beerfeltz, Staatssekretär im BundesÂministerium für wirtÂschaftÂliche ZusammenÂarbeit und EntÂwickÂlung (BMZ), hat bei der vierten VN-KonfeÂrenz für die am wenigÂsten entwickelten Länder (Least Developed Countries ? LDC) in Istanbul das angestrebte Ziel einer Halbierung der derzeit 48 LDC bis zum Jahr 2020 unterstrichen. "Damit die ärmsten Länder der Welt eben diesen Status überwinÂden, bedarf es der Herstellung von Frieden und SicherÂheit, guter wirtschaftlicher und politischer RahmenÂbedingunÂgen, der Einhaltung der MenschenÂrechte sowie auch verstärkter EigenÂanstrengunÂgen der LDC", sagte Beerfeltz, der als Leiter der deutschen Delegation die Bundesregierung bei der VN-KonfeÂrenz vertritt. "Gute RegierungsÂführung muss die VorausÂsetzung für unsere UnterÂstützung sein, nicht das Ergebnis", fügte er hinzu. Der Gipfel, der am Montag von VN-GeneralÂsekreÂtär Ban Ki-Moon eröffnet wurde und zu dem mehrere tausend Teilnehmer aus rund 120 VN-Ländern angereist sind, soll am Freitag mit der VerabÂschieÂdung eines neuen AktionsÂproÂgramms für die EntÂwicklungsÂdekade 2011-2020 enden.
Die EntwickÂlung der LDC sehe er als eine gesamtÂgesellÂschaftliche GesamtÂaufgabe, sagte Beerfeltz. Wo staatliche Strukturen noch nicht tragen, bedürfe es der Einbindung der privaten und zivilÂgesellÂschaftlichen Akteure. "Die Stärkung dieser Kräfte vor Ort werden wir weiterhin unterstützen" betonte er. "Dabei sind nicht Quantität sondern Qualität und WirkÂsamÂkeit der EntÂwicklungsÂzusammenÂarbeit von hoher Relevanz. Die Erhöhung der Wirksamkeit der EntÂwicklungsÂzusammenÂarbeit ist eine der Prioritäten der deutschen EntÂwicklungsÂzusammenÂarbeit."
In hochÂrangiÂgen politischen Gesprächen, unter anderem mit dem nepaleÂsischen PremierÂminister und Vorsitzenden der LDC-Gruppe, Jhala Nath Khanal, machte Beerfeltz deutlich, dass "ODA nicht das einzige Kriterium zur Bewertung unseres EngageÂments in den LDCs sein kann. Dafür sind auch die noch stärkere MobiliÂsierung einheimischer Ressourcen sowie der Einsatz innovativer FinanÂzieÂrungsÂinstruÂmente in der EntwicklungsÂzusammenarbeit erforderlich. Indem wir zunehmend MarktÂmittel in SchwellenÂländern einsetzen, erhöhen wir die für die EntwicklungsÂzusammenÂarbeit zur Verfügung stehenden Gelder. Dadurch eröffnen sich zusätzliche finanzielle Spielräume für unsere KooperaÂtion mit den ärmsten Ländern."
Durch die sogenannte "Everything-but-arms"-IniÂtiaÂtive der EU konnte den Waren der LDC bereits der zoll- und quotenÂfreie Zugang zum EU-Markt ermöglicht werden. "Damit hat die EU bereits ein großes VerspreÂchen gegenüber den LDC eingelöst", sagte der Staatssekretär. "Faire HandelsÂbedingungen sind eine wichtige GrundÂvorausÂsetzung zur Stärkung der heimischen PrivatÂwirtschaft und tragen damit maßgeblich zu einer selbstÂbestimmÂten EntwickÂlung bei."
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Datum: 10.05.2011 - 18:01 Uhr
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