Allianz trotzt schweren Naturkatastrophen
ID: 404621
Allianz trotzt schweren Naturkatastrophen
Zweithöchster je erzielter Quartalsumsatz von 29,9 Milliarden Euro / Operatives Ergebnis von 1,66 Milliarden Euro / Quartalsüberschuss von 915 Millionen Euro / Starke Solvabilitätsquote von 180 Prozent / Operatives Ergebnisziel für 2011 bestätigt
Die Allianz Gruppe hat trotz schwerer Naturkatastrophen und einem herausfordernden Umfeld solide Ergebnisse im ersten Quartal 2011 erzielt. Der Gesamtumsatz von 29,9 Milliarden Euro blieb weiterhin auf hohem Niveau und lag nur 2,2 Prozent unter dem Rekordniveau des Vorjahresquartals von 30,6 Milliarden Euro.
Das operative Ergebnis belief sich auf 1,66 Milliarden Euro, verglichen mit 1,73 Milliarden Euro im ersten Quartal des Vorjahres. Das entspricht, trotz einer der höchsten Quartalsbelastungen aus Naturkatastrophen seit zwei Jahrzehnten, einem Rückgang von nur 4,2 Prozent. Schon das erste Quartal 2010 war von einer überdurchschnittlich hohen Anzahl an Naturkatastrophen beeinflusst.
Alle drei Geschäftssegmente trugen zum Quartalsüberschuss von 915 Millionen Euro bei. Neben den Naturkatastrophen haben bewusst geringere Realisierungsgewinne sowie eine höhere Steuerquote zu einem geringeren Nettoergebnis geführt. Im ersten Quartal des Vorjahres hatte es 1,6 Milliarden Euro betragen.
Die Allianz Gruppe verfügt mit einer Solvabilitätsquote von 180 Prozent über eine starke Kapitalausstattung. Das entspricht einer Steigerung von 7 Prozentpunkten im Vergleich zu 173 Prozent Ende 2010. Das Eigenkapital betrug 43,6 Milliarden Euro per 31. März 2011. Damit lag es um 2,1 Prozent niedriger als die 44,5 Milliarden Euro zum Jahresende 2010.
Die Allianz bleibt trotz des schwierigen Umfeldes auf Kurs, ihr operatives Ergebnisziel 2011 von 8,0 Milliarden Euro plus/minus 0,5 Milliarden Euro zu erreichen.
Segment Schaden-Unfall trotzt Auswirkungen aus Naturkatastrophen
Im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft stiegen die gesamten Bruttoprämieneinnahmen im ersten Quartal 2011 um 1,8 Prozent auf 14,3 Milliarden Euro, im Vergleich zu 14,0 Milliarden Euro im ersten Quartal 2010.
Das operative Ergebnis betrug 663 Millionen Euro und liegt damit um 6,9 Prozent niedriger als die 712 Millionen Euro des ersten Quartals 2010. Die Aufwendungen für Naturkatastrophen beliefen sich für das erste Quartal 2011 auf 737 Millionen Euro. Davon wurden 697 Millionen Euro für die Ereignisse in Australien, Neuseeland und Japan zurückgestellt. Im Vergleich dazu beliefen sich die Aufwendungen für Naturkatastrophen im ersten Quartal des Vorjahres auf 555 Millionen Euro.
Die Schaden-Kosten-Quote betrug 101,3 Prozent, verglichen mit 100,4 Prozent im ersten Quartal des letzten Jahres. Hierzu trugen Naturkatastrophen 7,6 Prozentpunkte bei, verglichen mit 5,9 Prozentpunkten im ersten Quartal 2010.
Oliver Bäte, Mitglied des Vorstands der Allianz SE: "In kaum einem anderen Quartal war die Allianz in den vergangenen zwei Jahrzehnten so stark von Naturkatastrophen betroffen wie im vergangenen Quartal. Die Auswirkungen konnten allerdings durch operative Verbesserungen in wichtigen Märkten, positive Preiseffekte bei der Verlängerung von Versicherungsverträgen und stabile Investmenterträge größtenteils ausgeglichen werden."
Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft auf Kurs
Die statutorischen Prämieneinnahmen im Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft betrugen insgesamt 14,3 Milliarden Euro. Verglichen mit dem Rekordniveau von 15,4 Milliarden Euro des ersten Quartals 2010 sind die Umsätze zwar um 7,1 Prozent zurückgegangen, jedoch wurden zugleich Nettomittelzuflüsse von 1,7 Milliarden Euro erzielt. Die statutorischen Prämieneinnahmen im ersten Quartal des Vorjahres beinhalteten positive Einmaleffekte insbesondere in Frankreich, Italien und Taiwan.
Das operative Ergebnis belief sich auf 702 Millionen Euro, im Vergleich zu 835 Millionen Euro im ersten Quartal 2010. Der 15,9-prozentige Rückgang lässt sich hauptsächlich auf geringere Investmentergebnisse im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres zurückführen.
Oliver Bäte: "Wir befinden uns im Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft auf Kurs, trotz Wechselkurseffekten wegen des starken Euro und eines harten Wettbewerbs in Frankreich, Italien und der Region Asien-Pazifik. Mit dem operativen Ergebnis dieses Quartals liegen wir am oberen Ende unseres Zielkorridors für das Gesamtjahr."
Asset Management setzt Wachstum fort
Im Segment Asset Management stiegen die Umsätze weiterhin stark an. Der Provisionsüberschuss erhöhte sich um 14,5 Prozent auf 1,26 Milliarden Euro, im Vergleich zu 1,10 Milliarden Euro im ersten Quartal 2010. Das operative Ergebnis wuchs um 13,3 Prozent auf 528 Millionen Euro, nach 466 Millionen Euro in der Vergleichsperiode des Vorjahres.
Das Aufwand-Ertrag-Verhältnis blieb mit 58,5 Prozent auf ähnlichem Niveau wie die 58,2 Prozent des ersten Quartals des letzten Jahres.
Die verwalteten Drittgelder stiegen auf 1,138 Billionen Euro per 31. März 2011 an, nach 1,023 Billionen Euro per 31. März 2010.
Oliver Bäte: "Im Asset Management setzt sich das starke organische Wachstum fort. Die Nettomittelzuflüsse Dritter betrugen fast 14 Milliarden Euro. Zudem sind das Umsatzwachstum wie auch das operative Ergebnis hervorragend. Das Aufwand-Ertrag-Verhältnis demonstriert unsere Fähigkeit, profitabel zu wachsen."
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Datum: 12.05.2011 - 13:30 Uhr
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