Strategien gegen die Reizüberflutung im Supermarkt:

Strategien gegen die Reizüberflutung im Supermarkt:

ID: 41015

Kundeninformationsbildschirme sollen für mehr Orientierung, Abwechslung und Umsätze sorgen



(firmenpresse) - Köln/Balingen - Die „geizgeile“ Ära des Einzelhandels gehört nach Analysen der Visual Merchandising Initiative (VMI) http://www.visual-merchandising-initiative.org endgültig der Vergangenheit an: „Der Konsument erwartet klare Aussagen zu Produkt und Qualität“. Das werde sich auch auf die Marketinginstrumente auswirken. Bislang konzentriere sich der Handel auf Preis und Kommunikation. „Preis mit dem Versprechen des Billigangebots und Kommunikation mit einer Überflutung an Werbung. Dabei ist spätestens durch die Versuche von Professor Kroeber-Riel der Universität Saarbrücken bekannt, dass bei der derzeitigen Reizüberflutung Informationen lediglich zu acht Prozent den Adressaten erreichen und 92 Prozent ohne Wirkung verpuffen“, so die VMI-Studienautoren Professor Marco Schmäh und Ernst-Carsten Greilich. Elektronische Medien könnten in Supermärkten für mehr Orientierung und Abwechselung sorgen, da die konventionellen visuellen Angebote an ihre Grenzen stoßen.

Um Umsatz und Ertrag im Einzelhandel zu sichern, spielen Investitionen in neue Verkaufslösungen eine immer größere Rolle. So planen nach einer Umfrage des EHI Retail Institute http://www.ehi.org mehr als 44 Prozent der befragten Handelsunternehmen in den nächsten fünf Jahren den Einsatz von Kundeninformationsbildschirmen. Während Handelsunternehmen heute noch zu rund 83 Prozent Geräte mit Tastaturen verwenden, sollen diese künftig nur noch zu 50 Prozent genutzt werden. Dagegen ist bei Touch-Bildschirmen ein Anstieg von heute 46 Prozent auf 54 Prozent zu erwarten.

„Aktuell gibt es zahlreiche Pilotprojekte, in denen die enormen Potenziale des Visual Merchandising und innovativer Couponing-Features bestätigt werden“, bemerkt Peter Laudien-Weidenfeller, der seit Anfang des Jahres Head of Retail Systems bei Bizerba http://www.bizerba.de ist.

Intelligente Waagen könnten sich dabei zu Aktivposten der Wertschöpfungskette im Einzelhandel entwickeln: „Auch wenn durch PC-Waagen der Paradigmenwechsel von Stand-alone-Geräten hin zum IT-Device eingeleitet wurde, sind heute noch mehr als 99 Prozent aller Waagen proprietär und nur mäßig gut in die Infrastruktur der Handelsunternehmen eingebunden. Viele Anbieter haben die Softwareseite zum Teil bewusst vernachlässigt oder nur herstellerspezifische Lösungen auf den Markt gebracht. Von serviceorientierter Anwendungsprogrammierung und modernen Windows- oder Linux-gestützten Applikationen bis zur obersten Geschäftsprozessebene kann schon gar nicht die Rede sein“, weiß Laudien-Weidenfeller. Bei Bizerba gehe man bewusst andere Wege. „Hier setzt man alles daran, offene und leicht portier- und wartbare Software einzusetzen. Vielleicht sind wir schon bald der einzige Waagenhersteller, der seinen Kunden ein Retail Framework anbieten kann, bei der die neue Waage nicht für Mehr-Kosten, sondern messbaren Mehr-Ertrag steht“, prognostisiert Laudien-Weidenfeller, der seine Berufserfahrungen bei IBM und Mettler Toledo sammelte.



Bei der Entwicklung der Inhalte, die man in die Touchscreen-Waagen einspeisen kann, haben die Software-Spezialisten von Bizerba am „idealen Verkäufer“ Maß genommen: Warenkunde, sensorische Erfahrung, Ernährungstipps, Kochempfehlungen oder Hygiene. Wenn etwa von 577 Kunden nur jeder fünfte an einer solchen Waage bediente Kunde einen Zusatzartikel kauft, erreicht man nach Berechnungen von Bizerba einen jährlichen Mehrumsatz von knapp 50.000 Euro, der sich allein durch die Visual-Merchandising-Funktion der intelligenten Waagen erwirtschaften lässt.
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Datum: 14.01.2008 - 11:48 Uhr
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