Atomausstieg in 2022 ist inakzeptabel

Atomausstieg in 2022 ist inakzeptabel

ID: 418889

Atomausstieg in 2022 ist inakzeptabel



(pressrelations) - macht Rückzieher von "Ausstieg so schnell wie möglich"

Greenpeace reagiert bestürzt auf den Atomdeal zwischen den Koalitionsparteien von heute Nacht. Entgegen dem Versprechen von Bundeskanzlerin Merkel, aus der Atomkraft ""so schnell wie möglich"" auszusteigen, sollen die letzten deutschen Atomreaktoren frühestens im Jahre 2022 vom Netz gehen. Es bleibt unklar, ob ein Parlamentarischer Beauftragter für die Energiewende eingesetzt werden soll. Damit könnte den Atomkonzernen Tür und Tor geöffnet werden, den Atomausstieg noch weiter zu verzögern.

"2022 ist für Greenpeace absolut inakzeptabel"", sagt Tobias Münchmeyer, Energieexperte bei Greenpeace. ""Ein Ausstieg bis 2022 ist nicht der schnellstmögliche den sie versprochen hatte, sondern ein unverantwortlich langsamer Ausstieg. Merkel hat ihr Wort gebrochen und nichts aus Fukushima gelernt. So setzt sie Millionen von Menschenleben noch elf Jahre unnötigerweise einer hohen Gefahr aus."" Greenpeace hatte vorgerechnet, dass ein schnellstmöglicher Atomausstieg innerhalb von vier Jahren versorgungssicher möglich ist.

Der von der Ethik-Kommission empfohlene Parlamentarische Beauftragte für die Energiewende und das damit verknüpfte Monitoring-System sollen jährlich die Grundlagen liefern für die Entscheidung, wann und welche Atomkraftwerke abgeschaltet werden können. Greenpeace kritisiert, dass damit kein Anreiz geschaffen würde, früher als 2021 auszusteigen, sondern das Gegenteil: Atomkonzerne und Interessensgruppen könnten den Ausstieg in die Länge ziehen, indem sie zum Beispiel den Netzausbau oder Kraftwerksinvestitionen verzögern und so die Abschaltdaten nach hinten verschieben. "Damit würde den Konzernen Tür und Tor für Missbrauch und Manipulation geöffnet werden", sagt Tobias Münchmeyer. "Wir brauchen klare und verbindliche Abschaltdaten für jeden Reaktor. Nur so gibt es die für den Stromsektor dringend notwendige Investitionssicherheit und endlich eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung."



Wie gestern bekannt geworden war, empfiehlt die Ethikkommission, bis spätestens 2021 aus der Atomkraft auszusteigen. Allerdings scheint dieses Datum willkürlich festgelegt worden zu sein. Es gibt dafür keinen technisch, ökonomisch oder sozial zwingenden Grund. Nach bisher vorliegenden Informationen hält die Kommission auch einen schnelleren Atomausstieg für möglich und wünschenswert, wenn die Energiewende schnell genug vorankommt. "Darauf ist Frau Merkel gar nicht eingegangen. Sie hat einfach nur das Maximum dessen für die Konzerne herausgeholt, was sie glaubt, der Bevölkerung und der Opposition zumuten zu können. Eine mutige Entscheidung sieht anders aus", so Münchmeyer.

Greenpeace fordert von Bundeskanzlerin Merkel, bis 2015 aus der Atomkraft auszusteigen, fixe Abschaltdaten ohne Hintertürchen für jeden Atommeiler festzulegen und kein Atomkraftwerk als Kaltreserve in Betrieb zu lassen.


Kontakt:
Große Elbstraße 39
22767 Hamburg
presse@greenpeace.de
Telefon: 040/30618 -340 oder -341
Fax: 040/30618-160Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  WWF und Krombacher starten neue Kooperation zum Wald- und Klimaschutz Keine Hintertüren im Atom-Ausstieg offenhalten
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 05.06.2011 - 04:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 418889
Anzahl Zeichen: 3335

pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen


Diese Pressemitteilung wurde bisher 351 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Atomausstieg in 2022 ist inakzeptabel"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Greenpeace (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Wie wird sich Präsident Hollande entscheiden? ...
Greenpeace-Aktivisten protestieren am französischen Atomkrafwerk Tricastin Paris 15. Juli 2013: Greenpeace-Aktivisten haben heute früh auf der Atomanlage in Tricastin/Frankreich zwei Banner entrollt mit der Botschaft: "Accident nucléaire à Tricastin, François Hollande : président de

Nach Greenpeace-Protest: Transportfirmen schicken Walfleisch zurück an den Absender ...
Umweltminister Altmaier soll deutsche Häfen gesetzlich für Walfleisch sperren Der gestrige Protest von Greenpeace-Aktivisten gegen den Transport von Walfleisch über den Hamburger Hafen zeigt Wirkung: Am späten Abend kündigte die taiwanesische Transportfirma "Evergreen Line" an, d

Greenpeace-Kletterer protestieren an Frachtschiff gegen Walfleisch-Transport ...
Umweltminister Altmaier in der Pflicht für den Artenschutz Greenpeace-Aktivisten sind heute Mittag in Hamburg auf das Containerschiff "Eilbek" geklettert, das Walfleisch nach Japan transportieren soll. Vier der Meeresschützer haben sich an den Schiffstauen des 170 Meter langen Frac


Weitere Mitteilungen von Greenpeace


WWF und Krombacher starten neue Kooperation zum Wald- und Klimaschutz ...
"Krombacher Klimaschutz-Projekt" unterstützt WWF-Arbeit auf Borneo Berlin ? Der WWF Deutschland und die Krombacher Brauerei starten am 30. Mai eine groß angelegte Kooperation zum Schutz tropischer Torfmoorwälder auf Borneo. Insgesamt 176.000 Hektar Torfmoore sollen im Nationalpark

WWF zum Bericht der Ethikkommission: Guter Rahmen mit gravierenden Schwachstellen ...
Fehlender verbindlicher Stufenplan verzögert Energiewende und bedeutet "politischen Kampf um jedes AKW" Berlin - Der WWF bewertet den Abschlussbericht der Ethikkommission zum Atomausstieg zwiespältig. Der Bericht bilde zwar einen guten Rahmen für die politische Umsetzung der Energiew

Landesparteitag 'NRW erneuerbar' - Atomausstieg, Inklusion, Gesundheit: GRÜNE NRW stellen Weichen für morgen ...
"Wir werden die NRW Gesundheitspolitik wieder an den Menschen ausrichten und nicht mehr an Strukturen oder einzelnen Lobbyinteressen", erklärt der Landesvorsitzende, Sven Lehmann, zum Beschluss des Landesparteitags in Emsdetten zur Gesundheitspolitik. Darin geht es u. a. darum, die h

NABU: Schwarz-Gelbe Atom-Kehrtwende bleibt auf halbem Weg stecken ...
Tschimpke: Worin besteht eigentlich die Energiewende? Regierung kürzt nicht die Atomlaufzeiten, sondern bei den Alternativen Berlin ? "Mit den Beschlüssen der schwarz-gelben Koalition vom Wochenende ist die Atom-Kehrtwende in Deutschland auf halben Wege stecken geblieben", kritisiert


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z