Johnson Controls entwickelt mit Industrie- und Forschungspartnern Automobil-Leichtbaukonzept im Rahmen des Gemeinschaftsprojekts CAMISMA
ID: 419242
automobilen Innenausstattung und Elektronik, entwickelt mit den
Industriepartnern Evonik Industries, Jacob Plastics GmbH, Toho Tenax
Europe GmbH sowie der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule
Aachen ein neuartiges Leichtbaukonzept. Das Projekt trägt den Namen
CAMISMA (Carbonfaser- / Amid- / Metall-basiertes
Innenstruktur-Bauteil im Multimaterialsystem-Ansatz) und hat zum
Ziel, Stähle sowie Leichtmetalle im Fahrzeugbau teilweise zu
ersetzen. CAMISMA wird vom Bundesministerium für Bildung und
Forschung gefördert und gehört zum Rahmenprogramm
"Werkstoffinnovationen für Industrie und Gesellschaft". Das Projekt
ist zunächst auf drei Jahre angelegt.
"Vor dem Hintergrund des Klimawandels und der abnehmenden fossilen
Energievorkommen ist die Entwicklung ressourceneffizienter und
emissionsarmer Fahrzeuge eine zentrale Herausforderung", erläutert
Dr. Andreas Eppinger, Vice President Technology Management bei
Johnson Controls Automotive Experience in Burscheid den Ansatz des
Projekts. "Das Fahrzeuggewicht spielt dabei als verbrauchsrelevante
Größe eine entscheidende Rolle." Die Notwendigkeit einer leichteren
Struktur wird durch die Entwicklung batteriegetriebener
Elektroautomobile noch verstärkt. Leichtere Komponenten tragen zu
einem niedrigeren Fahrzeuggewicht bei und ermöglichen einen
geringeren Energieverbrauch. So können bei Fahrzeugen mit
Verbrennungsmotor mehr Kilometer mit einer Tankfüllung zurückgelegt
werden, während beim Elektroauto dessen Reichweite mit einer
Batterieladung höher wird.
Im Fokus von CAMISMA stehen sogenannte Multimaterialsysteme, also
künftige Leichtbauweisen für ressourcensparende Mobilität. Bisher
wurde ein niedrigeres Komponentengewicht unter anderem durch Bleche
mit kleinerer Wandstärke erreicht. Mittlerweile sind diese
Möglichkeiten nahezu ausgeschöpft, so dass die Entwicklung neuer
Werkstoffe und Konstruktionsweisen in den Vordergrund rücken. In
diesem Zusammenhang erfahren faserverstärkte Kunststoffe (FVK),
insbesondere auf Basis von Kohlenstofffasern, zunehmende
Aufmerksamkeit. Bekannt aus dem Flugzeugbau, bietet diese
Materialgruppe durch ihre hohe spezifische Festigkeit die Möglichkeit
für neue Leichtbaukonzepte. Zudem zeichnen sich faserverstärkte
Kunststoffe durch eine hohe Formgebungsfreiheit aus.
Allerdings sind diese Materialien für die heutige Serienproduktion
im Fahrzeugbau noch zu teuer. Wesentliche Gründe hierfür sind die
vergleichsweise hohen Kosten für die Rohmaterialien und die
zeitintensive Herstellung von Bauteilen aus FVK. Sie kann
wirtschaftlich bislang nicht mit den üblichen Blechumformverfahren
konkurrieren. Genau hier setzt das Projekt CAMISMA an: "Wir planen
hier kurze Taktzeiten, die auch eine Großserienproduktion
wirtschaftlich ermöglichen", sagt Dr. Matthias Berghahn, Leiter der
Entwicklungslinie Energieeffizienz Kundenlösungen im
Science-to-Business Center Eco² bei Evonik.
Das Projekt soll einen ganzheitlichen Lösungsansatz aufzeigen, der
einen Zugang zu preiswerten kohlenstofffaserverstärkten
Materialsystemen ermöglicht und zudem die Anbindung von FVK-Bauteilen
an die metallbasierte Fahrzeugstruktur berücksichtigt. Um die
Machbarkeit dieses Konzepts zu belegen, wird zum Beispiel eine
Autositz-Lehnenstruktur als Funktionsmuster entwickelt, gefertigt und
getestet. Ziel ist es, insgesamt mehr als 40 Prozent des Gewichts im
Vergleich zu herkömmlichen, metallbasierten Konstruktionen
einzusparen.
Erst vor kurzem hatte Johnson Controls eine serienreife
Hybridversion einer Rücksitz-Lehnenstruktur vorgestellt, die mit
einem Klebeverfahren Stahl- und Aluminium-Elemente verbindet. "Dank
dieser Bauweise konnten wir das Gewicht gegenüber der herkömmlichen
Bauweise aus Stahl bereits um über 30 Prozent senken", so Dr. Andreas
Eppinger. "Dennoch forschen wir gemeinsam mit unseren Partnern
intensiv an der Implementierung alternativer, noch leichterer
Materialien."
Bildmaterial ist unter www.johnsoncontrols.de/presse digital
verfügbar.
Pressekontakt:
Johnson Controls GmbH
Automotive Experience
Ulrich Andree
Industriestraße 20-30
51399 Burscheid
Tel.: +49 2174 65-4343
Fax: +49 2174 65-3219
E-Mail: Ulrich.Andree@jci.com
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 06.06.2011 - 09:55 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 419242
Anzahl Zeichen: 4799
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Burscheid
Kategorie:
Forschung und Entwicklung
Diese Pressemitteilung wurde bisher 336 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Johnson Controls entwickelt mit Industrie- und Forschungspartnern Automobil-Leichtbaukonzept im Rahmen des Gemeinschaftsprojekts CAMISMA"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Johnson Controls Automotive Experience (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Johnson Controls, ein weltweit führendes Unternehmen für Automobil-Interieur und -Elektronik, liefert für BMW 5er Limousine, GT und den neuen Touring pro-aktive Kopfstützen für die Vordersitze. Das sogenannte riACT-System minimiert die Gefahr von Schleudertraumata bei einem Heckaufprall
Johnson Controls entwickelt als einziges Unternehmen zwei Kopfstützen-Systeme zum Schutz vor HWS-Syndrom für alle Fahrzeug-Segmente (mit Bild) ...
Jahr für Jahr erleiden europaweit mehr als eine Million Autofahrer bei Auffahrunfällen mit niedriger Geschwindigkeit Verletzungen der Halswirbelsäule. Dieses sogenannte Halswirbelsäulen-Syndrom (HWS-Syndrom) oder Schleudertrauma verursacht nicht nur individuelle Schmerzen und eine langwie
Johnson Controls bringt ein Maximum an Flexibilität, Bedienkomfort, Ergonomie, Sicherheit und Gewichtsreduktion ein (mit Bild) ...
Mit Johnson Controls für den neuen Opel Meriva entwickelte Sitz-Schiene setzt Maßstäbe Johnson Controls, weltweit führend bei Forschung, Entwicklung, Design und Produktion von hochwertigen Interieur-Komponenten und -Systemen im Automobilbereich, ist bekannt für ebenso individuelle w
Weitere Mitteilungen von Johnson Controls Automotive Experience
DuPont(TM) Kapton® Colorless Polyimide Film ermöglichen Rekordwirkungsgrad für flexible CdTe-Solarzellen ...
Neues Superstrat-Material ermöglicht flexible, leichte und effiziente Dünnschicht-Photovoltaikmodule DuPont(TM) Kapton® Colorless Polyimide Film, ein revolutionäres, sich in der Entwicklung befindlichem, neuem Material als flexibles Superstrat-Material für Cadmium-Tellurid (CdTe)
DuPont Microcircuit Materials entwickelt neue Solamet® Leitpasten mit verringertem Silbergehalt / Bahnbrechende Metallisierungstechnologie soll Fertigungskosten für Solarzellen senken ...
DuPont Microcircuit Materials (MCM) steht kurz vor der Verfügbarkeit einer bahnbrechenden neuen Technologie zur Entwicklung von Formulierungen für neue Typen seiner marktführenden DuPont(TM) Solamet® Leitpasten für die Metallisierung, die sich gegenüber bisher verfügbaren Ausführungen durc
Tabuthema Nachtodkontakte: Ein Fall für die Medien ...
Bei "Nachtodkontakten", auch "Nachtod-Kommunikation" genannt, handelt es sich nach den Feststellungen der Nachtod-Forschung um Erfahrungen, bei denen die Erlebenden meinen, ein Verstorbener trete mit ihnen in Kontakt oder kommuniziere mit ihnen. Die Wahrnehmung kann auf unterschi
Tödlicher Jobverlust / Arbeitslosigkeit erhöht drastisch das Risiko, vorzeitig zu sterben ...
Wer längere Zeit arbeitslos war, hat im Mittel ein um 63 Prozent höheres Risiko, vorzeitig zu sterben - Männer mit 78 Prozent deutlich ausgeprägter als Frauen mit 37 Prozent, berichtet das Apothekenmagazin "BABY und Familie". Die Zahlen stammen aus einer Untersuchung der Stony-Brook-




