Auf der Suche nach dem Super-Label
Neues Auto-ID-System soll Vorzüge bestehender Systeme vereinen
Hannover, 27. Juni 2011 – Seit Anfang Mai 2011 forscht das IPH – Institut für Integrierte Produktion Hannover an einem neuen Auto-ID-System. In den kommenden zwei Jahren soll in dem Projekt „IdentOverLight“ ein wiederbeschreibbares Super-Label entwickelt werden, das sowohl von Maschinen als auch von Menschen gelesen werden kann.
„Wir möchten RFID und andere bestehende Auto-ID-Systeme zusammenführen“ sagt Sven Heißmeyer(firmenpresse) - Seit dem 1. Mai 2011 ist das IPH auf der Suche nach dem Super-Label. Entwickelt werden soll ein automatisches Identifikationsverfahren, das die Vorzüge bestehender Auto-ID-Systeme vereint: Das neue Super-Label soll automatisch auslesbar sein wie der weit verbreitete Barcode, manuell lesbar wie ein Etikett und wiederbeschreibbar wie ein RFID-Tag.
„In dem Projekt soll keine neue Technologie entwickelt werden“, betont Dipl.-Inf. Sven Heißmeyer, Projektingenieur am IPH und verantwortlich für das Forschungsprojekt. Vielmehr gehe es darum, bestehende ID-Systeme zu erweitern und zusammenzuführen. Ein Ansatzpunkt für Erweiterungen seien z. B. elektronisch wiederbeschreibbare Displays. Die Kommunikation über sichtbares Licht soll dabei eine wichtige Rolle spielen. „Wichtig ist, dass die Datenübertragung möglichst energieeffizient abläuft“, erklärt Heißmeyer. Das neue Super-Label soll mit allen bislang existierenden Verfahren kompatibel sein.
Heute existieren eine Reihe verschiedener Auto-ID-Systeme. Zum Einsatz kommen sie nicht nur in der Logistik, sondern auch im alltäglichen Leben. Im Supermarkt ist jedes Produkt mit einem Barcode versehen, der Aufschluss über Ware und Preis gibt. Am Skilift wiederum erhalten Wintersportler Zugang mit Hilfe von RFID. Und der QR-Code, eine Ansammlung von weißen und schwarzen Quadraten, begegnet Passanten immer öfter auf Plakatwänden und erlaubt über Smartphones den schnellen Zugang zu Produkt- oder Firmenwebseiten. Alle Auto-ID-Systeme haben eines gemeinsam: Sie können automatisch ausgelesen werden und dienen zur Identifizierung von Gegenständen oder erlauben den Zugang zu bestimmten Bereichen. Miteinander kompatibel sind die Systeme bislang nicht. Zwar gibt es schon kombinierte Systeme, wie z. B. Etiketten, die mit RFID-Labeln versehen sind. Wiederbeschrieben werden können allerdings nur die von Maschinen auslesbaren RFID-Tags; das Etikett hingegen, das für Menschen erkennbare Informationen bereitstellt, ist unveränderbar.
Das Super-Label, das während der zweijährigen Projektlaufzeit am IPH entwickelt wird, soll anschließend bei den am Projekt beteiligten Partnern testweise zum Einsatz kommen. Dadurch soll geprüft werden, für welche Anwendungen das Super-Label geeignet ist. Eingesetzt werden könnte es u. a. in der Fördertechnik, z. B. bei der Erkennung von Behältern, oder bei Ein- und Auslagerungsprozessen im Lager.
Das Forschungsprojekt „IdentOverLight“ (Langtitel: „Auto-ID mit sichtbarem Licht in der Intralogistik“) ist zum 1. Mai 2011 angelaufen. Das Vorhaben wird von der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e. V. (AiF) gefördert; die Betreuung des Projekts übernimmt die Forschungsgemeinschaft Intralogistik/Fördertechnik und Logistiksysteme (IFL) e. V. Für interessierte Unternehmen besteht die Möglichkeit zur Beteiligung am projektbegleitenden Ausschuss.Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
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Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Das IPH – Institut für Integrierte Produktion Hannover gemeinnützige GmbH ist 1988 aus der Leibniz Universität Hannover heraus entstanden und seitdem als Forschungs- und Beratungsdienstleister auf dem Gebiet der Produktionstechnik tätig. Zu seinen Kunden zählen Unternehmen aus der Industrie und Forschungsvereinigungen. Die Arbeitsschwerpunkte des Unternehmens sind Forschung und Entwicklung, Beratung und Qualifizierung in den Bereichen Prozesstechnik, Produktionsautomatisierung, Logistik sowie der Herstellung von XXL-Produkten.
Das IPH hat seinen Sitz im Wissenschaftspark Marienwerder im Nordwesten von Hannover. Aktuell beschäftigt das Unternehmen 69 Mitarbeiter, 30 davon als wissenschaftliches Personal/ Berater.
IPH – Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH
Meike Wiegand
Hollerithallee 6
30419 Hannover
Telefon: (0511) 27976-116
E-Mail: wiegand(at)iph-hannover.de
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Datum: 27.06.2011 - 11:12 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 430752
Anzahl Zeichen: 3347
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Meike Wiegand
Stadt:
Hannover
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Kategorie:
Optische Technologien
Meldungsart: Erfolgsprojekt
Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 27.06.2011
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