Crashtests 2011 / Ab in den Urlaub - die Risiken fahren mit
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Millionen Urlauber mit dem Auto in die großen Ferien. Doch wenn es
mit vollgepackten PKWs, Wohnmobilen und Caravans quer durch Europa
bis an die Sonnenstrände geht, fährt oft auch das Risiko mit. Manche
Urlauber starten die Reise unvorbereitet, übermüdet, mit
ungesicherter Ladung oder ungenügend gewarteten Fahrzeugen. Das
Ferienerlebnis wird zum Risiko. In ihren aktuellen Crashtests zeigen
AXA und DEKRA, was passieren kann, wenn in den schönsten Wochen des
Jahres die Sicherheit zu kurz kommt.
Eine aktuelle Umfrage der Sachverständigenorganisation DEKRA unter
1.400 Autofahrern zeigt, dass drei von vier Befragten von einer
erhöhten Risikobereitschaft von Auto- und Motorradfahrern im Urlaub
ausgehen. Nur jeder vierte meint, dass sich die meisten Urlauber
sicherheitsbewusst verhalten. Als häufigste Sünden nennen die
Befragten die unzureichende Sicherung von Gepäck und Sportgeräten im
Auto (84 Prozent) und das Fahren ohne Helm oder Schutzkleidung auf
Roller, Motorrad oder Quad (52 Prozent). Verbreitet seien auch
riskantes, schnelles Fahren (47 Prozent), die unzureichende Sicherung
von Kindern im Auto (46 Prozent) und das Fahren unter Alkoholeinfluss
(29 Prozent).
Unfall im Urlaub - jeder zehnte Befragte ist betroffen
Überraschend ist zudem, dass jeder zehnte Befragte in den Ferien
schon einmal in einen Unfall verwickelt war. "Im Urlaub lassen viele
den Alltag hinter sich und genießen die lockere Stimmung", sagt
Bettina Zahnd-Sinzig, die bei der AXA Winterthur den Bereich
Unfallforschung leitet. "Das verleitet dazu, es in punkto Sicherheit
nicht so genau zu nehmen."
Unterschätzte Gefahr bei Wohnfahrzeugen
Der Urlaub im "rollenden Eigenheim" ist weiterhin sehr beliebt.
2010 fuhren rund 1,4 Millionen Wohnwagen und Wohnmobile über deutsche
Straßen (Schweiz: zirka 70.000). Wer sein Reiseziel im Wohnfahrzeug
unbeschadet erreichen will, sollte allerdings einige wichtige
Spielregeln beachten. Denn ausbrechende Anhänger und geplatzte Reifen
verursachen trotz modernster Fahrzeugtechnik immer wieder Unfälle mit
verheerenden Folgen.
Schlingernder Anhänger bedeutet Gefahr
Bereits ein Ausweichmanöver, eine Windböe oder ein überholender
Lastwagen können einen Wohnanhänger ins Schlingern bringen. Ist der
Fahrer dann nicht in der Lage, ein Ausbrechen des Gespanns zu
verhindern, drohen schwere Unfälle, wie ein Crashtest von AXA und
DEKRA zeigt: Ein ausbrechender Wohnwagen prallt mit 30 km/h gegen
einen Transporter, der mit 60 km/h entgegenkommt. Neben erheblichen
Schäden an Wohnwagen und Transporter können vor allem die Insassen
des entgegenkommenden Fahrzeuges bei einem derartigen Unfall schwer
verletzt werden.
"Jeder Gespannfahrer sollte vor der Wohnwagensaison ein
Fahrtraining absolvieren, um bei den ersten Anzeichen von
Instabilität richtig reagieren zu können", fordert daher Jörg
Ahlgrimm, Leiter der Unfallanalyse bei DEKRA. Damit die Fahrer stets
die Kontrolle über ihr Gespann behalten, dürften sie zudem die
zulässige Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h (mit Tempo-100-Zulassung
in Deutschland 100 km/h) nicht überschreiten. Bereits beim Kauf ist
es wichtig Zugfahrzeug und Wohnwagen gut aufeinander abzustimmen und
Anhängerkupplung, Deichsel sowie Fahrgestell optimal zu wählen. Als
Tipp fürs sichere Beladen rät Jörg Ahlgrimm, die schweren Gegenstände
möglichst in Achsen- und Bodennähe zu platzieren und auf das
zulässige Gesamtgewicht, die Anhänge- und die Stützlast zu achten.
Anhänger ESP erhöht Stabilität
Mehr Sicherheit bietet auch die moderne Technik. Für
Wohnwagengespanne gibt es mittlerweile viele sinnvolle, teils
nachrüstbare Fahrerassistenzsysteme, die das Fahren sicherer und auch
komfortabler machen, wie etwa Rückfahrsysteme, Spurhalteassistenten
und Abstandsregler. Ein großes Sicherheitsplus bringt vor allem das
Anhänger ESP und das ATC. Beide Systeme gleichen Schlingerbewegungen
aus und verbessern die Fahrstabilität des Gespanns deutlich.
Gute Reifenwartung ist ein Muss
Eine häufig unterschätzte Schwachstelle auf langen Fahrten sind
die Reifen, warnen die Unfallexperten von AXA und DEKRA. Hohe
Traglasten und sommerliche Hitze bescheren den Pneus einen
Dauerstress, dem ältere Reifen oft nicht mehr standhalten. Geplatzte
Reifen führen dann zu schweren Unfällen. Studien zufolge steigt das
Ausfallrisiko eines Reifens, der älter als sechs Jahre ist, stark an.
Weil mit Wohnwagen, Wohnmobilen, Anhängern und Cabrios jährlich
weniger Kilometer gefahren werden als mit normalen PKWs, ist es hier
häufiger der Fall, dass die Reifen zwar noch ausreichend Profil
haben, aber älter als sechs Jahre sind. Ein Reifencheck vor der Reise
ist daher ein absolutes Muss. Neben der Kontrolle des Reifenalters
(DOT-Nummer an der Reifenflanke) und der Prüfung auf Schäden ist eine
Kontrolle des Reifendrucks unverzichtbar. Ist der Druck zu gering,
können sich stark beanspruchte Reifen auf langen Fahrten überhitzen
und kollabieren. Der Druck ist am kalten Reifen nach
Betriebsanleitung vor jeder längeren Fahrt anzupassen, bei voller
Beladung (mind. +0,4 bar), langen Autobahnfahrten (+0,2 bar) und auf
Schotterstraßen (+0,2 bis +0,5 bar) ist ein entsprechend höherer
Druck erforderlich. Weiterer Schwachpunkt bei Reifen am Wohnmobil:
Häufig sind werksseitig Transporterreifen mit einem relativ niedrigen
Lastindex montiert. Das hat zur Folge, dass die Reifen eines
beladenen Wohnmobils in punkto Tragfähigkeit wochenlang am Limit
fahren. Umgehen lässt sich das Problem durch Nutzfahrzeugreifen,
deren Gesamttragfähigkeit deutlich über dem zulässigen Gesamtgewicht
des Fahrzeuges liegt.
Ungesicherte Personen und schlecht verstaute Ladung erhöhen
Verletzungsrisiko
Typische Gefahrenquellen in Wohnmobilen sind schlecht verstautes
Gepäck und nicht angegurtete Mitfahrer. Wie ein weiterer Crashtest
von AXA und DEKRA zeigt, fliegen nicht angegurtete Personen bereits
bei einem Unfall mit einer Geschwindigkeit von 50 km/h hilflos durch
den Innenraum. Dosen und Flaschen aus schlecht gesicherten Schränken
können sich in gefährliche Geschosse verwandeln und den Insassen
schwerste Verletzungen zufügen. "Es ist fahrlässig, wenn Kinder
während der Fahrt im Wohnmobil herumtollen", warnt Bettina
Zahnd-Sinzig von AXA Winterthur. "Ausnahmslos alle Passagiere müssen
beim Fahren angegurtet sitzen bleiben."
Mietwagen checken
Wer am Urlaubsort ein Fahrzeug mietet, ist gut beraten, genau
hinzuschauen. Selbst bei etablierten Autovermietungen können
gelegentlich Mängel am Mietwagen auftreten. Ein kurzer
Sicherheitscheck schafft Klarheit, ob Sicherheitsgurte, Bremsen,
Reifen und Lichtanlage funktionieren. "Im Zweifel sollte man auf eine
kurzen Probefahrt bestehen", rät Bettina Zahnd-Sinzig. Wer mit
Kindern reist, klärt am besten schon bei der Reservierung die
Verfügbarkeit von Kindersitzen und nimmt notfalls die eigenen von zu
Hause mit. Beim Mieten von Fahrrädern, Rollern oder Motorrädern gilt
der Rat von AXA und DEKRA nur mit passendem Helm, gutem Schuhwerk und
entsprechender Schutzkleidung zu fahren.
Jeep-Safari: Verletzungsgefahr auf der Ladefläche
Auch bei organisierten Touren am Urlaubsort ist Vorsicht ein guter
Ratgeber. Denn immer wieder finden die Ausflüge in schlecht
gewarteten Fahrzeugen statt. "Verschaffen Sie sich vorher einen
Eindruck vom Zustand der Fahrzeuge, mit denen die Safari stattfinden
soll. Ihr Leben hängt vielleicht davon ab", mahnt Jörg Ahlgrimm von
DEKRA. Auch Leichtsinn kann das Urlaubserlebnis jäh beenden. Wer
stehend im Cabrio am Meer entlang braust oder auf der Ladefläche
eines Jeeps ungesichert mitfährt, geht ein hohes Risiko ein, wie der
simulierte Kreuzungsunfall eines Jeeps mit einem Roller zeigt. Die
auf der Ladefläche stehenden Personen haben keinen Halt beim Aufprall
und ziehen sich schwere Verletzungen zu. Schon eine Notbremsung würde
ausreichen, um die Mitfahrer vom Fahrzeug zu schleudern.
Fotos, Videos und Statistiken zu den aktuellen Crashtests im
Internet:
http://www.Crashtests-Wildhaus.net
http://www.AXA.de/crashtests
http://www.dekra.de/wildhaus
AXA in Deutschland
Der AXA Konzern zählt mit Beitragseinnahmen von 10,4 Mrd. Euro und
rund 11.200 Mitarbeitern zu den führenden Versicherungs- und
Finanzdienstleistungsgruppen in Deutschland. Das Unternehmen bietet
ganzheitliche Lösungen in den Bereichen private und betriebliche
Vorsorge, Krankenversicherungen, Schaden- und Unfallversicherungen
sowie Vermögensmanagement an. Alles Denken und Handeln des
Unternehmens geht vom Kunden und seinen Bedürfnissen aus. Dies
dokumentiert der Konzern auch in seiner Organisationsstruktur, die an
den vier Kundensegmenten Privatkunden, Firmenkunden, Öffentlicher
Dienst (unter der Marke DBV Deutsche Beamtenversicherung) und
Ärzte/Heilwesen (unter der Marke Deutsche Ärzteversicherung)
ausgerichtet ist. Die AXA Deutschland ist Teil der AXA Gruppe, einem
der weltweit führenden Versicherungsunternehmen und Vermögensmanager
mit Tätigkeitsschwerpunkten in Europa, Nordamerika und dem
asiatisch-pazifischen Raum. Im Geschäftsjahr 2010 erzielte die AXA
Gruppe nach IFRS einen Umsatz von 91 Mrd. Euro und ein operatives
Ergebnis (Underlying Earnings) von 3,9 Mrd. Euro. Das verwaltete
Vermögen (Assets under Management) der AXA Gruppe hatte Ende 2010 ein
Volumen von 1,1 Billion Euro.
DEKRA
DEKRA ist eine der weltweit führenden Expertenorganisationen. Das
Unternehmen ist heute in mehr als 50 Ländern aktiv. Rund 25.000
Mitarbeiter sorgen nachhaltig für Sicherheit, Qualität und
Umweltschutz. Die DEKRA SE ist eine 100-prozentige
Tochtergesellschaft des DEKRA e.V. und verantwortet das operative
Geschäft des Konzerns. Die DEKRA Geschäftsfelder "Automotive",
"Industrial" und "Personnel" stehen für qualifizierte und innovative
Dienstleistungen rund um Themen wie Fahrzeugprüfungen, Gutachten,
internationale Schadenregulierung, Consulting,
Industrie-Prüfdienstleistungen, Produktprüfungen, Zertifizierungen,
Umweltschutz, Qualifizierung, Zeitarbeit sowie Out- und Newplacement.
In 2010 erzielte DEKRA einen Umsatz in Höhe von mehr als 1,8
Milliarden Euro.
AXA Winterthur Schweiz
Die zur AXA Gruppe gehörende AXA Winterthur ist der führende
Allbranchenversicherer der Schweiz. Sie bietet ihren Kunden
finanzielle Sicherheit mit einer breiten Palette von Personen-,
Sach-und Haftpflichtversicherungslösungen, massgeschneiderten
Lebensversicherungs- und Pensionskassenlösungen sowie Anlageprodukten
für Privat- und Unternehmenskunden. Die AXA Winterthur beschäftigt
rund 4300 Mitarbeitende. Im Vertriebsnetz mit über 300 selbständigen
Generalagenturen und Agenturen sind zudem rund 2900 Mitarbeitende
exklusiv für die AXA Winterthur tätig. Im Jahr 2009 erzielte die AXA
Winterthur ein Geschäftsvolumen von 10,233 Milliarden Franken.
Weitere Informationen:
DEKRA e.V.
Presse und Information
Tel.: +49 711 7861 2419
E-Mail: presse@dekra.com
AXA Konzern AG
Konzernkommunikation
Tel.: +49 221 148 24113
E-Mail: presse@axa.de
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Datum: 30.06.2011 - 12:30 Uhr
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