Rohöl: Das Warten hat kein Ende
Die Rohölpreise haben seit gestern Nachmittag leicht nachgegeben. Im heutigen Frühhandel kostete das Barrel US-Leichtöl (WTI) dann zeitweise unter 97 Dollar; Nordseeöl (Brent) fiel auf etwa 117 Dollar. Die Notierungen sind damit unter leichten Schwankungen auf ihr gestriges Tagesausgangsniveau zurückgekehrt. Über die gesamte Woche gesehen, schrieben WTI und Brent leichte Verluste in einer Größenordnung um einen Dollar.
Die ganz großen Bewegungen an den Rohstoffbörsen blieben freilich aus, weil der US-Schuldenstreit die Anleger verunsichert. Zwar dürften die meisten nach wie vor mit einer Last-Minute-Einigung rechnen – doch zu weit will sich offenbar kein Börsianer aus dem Fenster lehnen. Darum wurde im Wochenverlauf ein vergleichsweise geringes Handelsvolumen verzeichnet, wobei die einzelnen Transaktionen folglich mehr Einfluss auf die Preisbildung hatten. Dennoch: „Eine Lösung der US-Schuldenkrise ist immer noch wahrscheinlicher als der selbstgewählte Untergang“, so die Einschätzung von Analysten des Branchenportals esyoil.
Fakten aus dem Markt wie die US-Bestandsdaten oder Hurrikan-Warnungen finden derzeit nur am Rande Gehör. Bis es wirkliche Neuigkeiten aus den USA gibt, dürften die Rohöl-Preisschwankungen ohne eindeutige Richtung ausfallen. Entsprechend bleiben auch auf dem hiesigen Heizölmarkt große Sprünge aus. Zum Wochenende sind leicht günstigere Bezugskosten zu erwarten.
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Datum: 29.07.2011 - 11:24 Uhr
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