Erklärung des SPD-Präsidiums zum 50. Jahrestag des Mauerbaus: Keine Barrieren mehr gegen die Freiheit!
g des SPD-Präsidiums zum 50. Jahrestag des Mauerbaus: Keine Barrieren mehr gegen die Freiheit!
Das Präsidium der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands hat in seiner heutigen Telefonschaltkonferenz folgende Erklärung zum 50. Jahrestag des Mauerbaus verabschiedet:
Vor fünfzig Jahren wurde durch den Bau der Berliner Mauer die Teilung Deutschlands für die ganze Welt sichtbar zementiert. Die SED-Diktatur stoppte mit Beton, Stacheldraht und Schießbefehl die Abwanderung ihrer Bürgerinnen und Bürger in die Bundesrepublik. Die "Abstimmung mit den Füßen" ihrer Bürger war ein deutliches Signal gegen Unterdrückung, Unfreiheit und schlechte Lebensbedingungen in der DDR. Die SPD gedenkt in diesen Tagen des Mauerbaus, der den Menschen in Ostdeutschland für lange Zeit Freiheit genommen hat. Sie gedenkt besonders der vielen Frauen und Männer, die in Sehnsucht nach Freiheit an der innerdeutschen Grenze ihr Leben lassen mussten. Fünfzig Jahre nach dem Beginn des Mauerbaus bekräftigen wir: Weder in Deutschland noch irgendwo sonst auf der Welt darf der Wille der Menschen zur Freiheit gewaltsam unterdrückt werden. Dies ist gerade für uns Deutsche eine dauerhafte Verpflichtung.
Der Bau der Mauer beendete auch die eigenständige Existenz der Sozialdemokratie in der DDR: Die SPD schloss ihre letzten Kreisverbände im Osten Berlins mit über 5000 Mitgliedern, die tapfer der Zwangsvereinigung zur SED getrotzt hatten, um sie vor dem Druck und die Drangsalierung durch die Staatssicherheit zu schützen. Die mutige Neugründung der Sozialdemokratie in der DDR im Oktober 1989 beendete das Machtmonopol der Staatspartei SED endgültig.
Die seit Beginn der 1960er Jahre entwickelte Entspannungspolitik Willy Brandts hat mit kleinen Schritten dafür gesorgt, dass sich die beiden Teile Deutschlands nicht völlig entfremdeten. Zugleich hat diese Politik die innerdeutsche Grenze durchlässiger gemacht. Entspannungspolitik und zugleich Behauptung des Freiheitswillens der Menschen in der DDR waren die Seiten einer Medaille der Ostpolitik Willy Brandts. Unvergessen sind dabei seine klaren Worte des Protests und der Anklage im August 1961 schon in seiner Zeit als Regierender Bürgermeister in Berlin. Er machte damit West-Berlin zum weltweit sichtbaren Symbol des Freiheitswillens aller Deutschen.
Willy Brandt war überzeugt, dass die Spaltung der Stadt und Deutschlands keinen historischen Bestand haben würde. Dennoch war seine Antwort darauf behutsam und besonnen. "Wandel durch Annäherung" bedeutete ein friedliches, aber entschiedenes Ringen um die Freiheit aller Menschen hinter dem "Eisernen Vorhang": Die sozialdemokratische Entspannungspolitik zwang die DDR und die anderen Länder des Ostblocks letztlich in den Dialog mit dem freien Europa. Das untergrub die kommunistischen Diktaturen und legte so die Grundlagen für den Weg zur Einheit Deutschlands. Die großen Demonstrationen und die Massenflucht im Jahr 1989 zeigten eindrucksvoll, dass auch die Mauer den Freiheitswillen der Menschen in der DDR nicht hatte unterdrücken können. In einer friedlichen Revolution zwangen sie das kommunistische Regime schließlich zum Aufgeben. Ein Jahr später wurde die deutsche Einheit in Frieden und Freiheit möglich - ein historischer Glücksfall für unser Land und ein wichtiger Schritt zu einem geeinten Europa.
Der Mauerbau vom August 1961 war ein grausamer wie menschenverachtender Unterdrückungsversuch, der aber aufgrund des Freiheitswillens der Menschen in der DDR und durch die friedliche Revolution 1989 keinen Bestand hatte. Genau daran müssen wir auch in Zukunft immer wieder erinnern: Gegen die kollektive Kraft von Menschen, die gemeinsam für ihre Freiheit eintreten, lassen sich keine Mauern errichten ? keine Mauern aus Stein, aber auch keine Mauern aus Unfreiheit, Unterdrückung oder Zensur. Für Sozialdemokraten gilt auch in Zukunft: Es gibt keine Gerechtigkeit ohne Freiheit und keine Freiheit in Ungerechtigkeit.
Sozialdemokratische Partei Deutschlands Parteivorstand
Wilhelmstraße 141, 10963 Berlin
Telefon (030) 25991-300, FAX (030) 25991-507
Herausgeberin: Andrea Nahles
Redaktion: Tobias Dünow
e-mail: pressestelle@spd.de
http://www.spd.de
http://www.meinespd.net/
Das Präsidium der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands hat in seiner heutigen Telefonschaltkonferenz folgende Erklärung zum 50. Jahrestag des Mauerbaus verabschiedet:
Vor fünfzig Jahren wurde durch den Bau der Berliner Mauer die Teilung Deutschlands für die ganze Welt sichtbar zementiert. Die SED-Diktatur stoppte mit Beton, Stacheldraht und Schießbefehl die Abwanderung ihrer Bürgerinnen und Bürger in die Bundesrepublik. Die "Abstimmung mit den Füßen" ihrer Bürger war ein deutliches Signal gegen Unterdrückung, Unfreiheit und schlechte Lebensbedingungen in der DDR. Die SPD gedenkt in diesen Tagen des Mauerbaus, der den Menschen in Ostdeutschland für lange Zeit Freiheit genommen hat. Sie gedenkt besonders der vielen Frauen und Männer, die in Sehnsucht nach Freiheit an der innerdeutschen Grenze ihr Leben lassen mussten. Fünfzig Jahre nach dem Beginn des Mauerbaus bekräftigen wir: Weder in Deutschland noch irgendwo sonst auf der Welt darf der Wille der Menschen zur Freiheit gewaltsam unterdrückt werden. Dies ist gerade für uns Deutsche eine dauerhafte Verpflichtung.
Der Bau der Mauer beendete auch die eigenständige Existenz der Sozialdemokratie in der DDR: Die SPD schloss ihre letzten Kreisverbände im Osten Berlins mit über 5000 Mitgliedern, die tapfer der Zwangsvereinigung zur SED getrotzt hatten, um sie vor dem Druck und die Drangsalierung durch die Staatssicherheit zu schützen. Die mutige Neugründung der Sozialdemokratie in der DDR im Oktober 1989 beendete das Machtmonopol der Staatspartei SED endgültig.
Die seit Beginn der 1960er Jahre entwickelte Entspannungspolitik Willy Brandts hat mit kleinen Schritten dafür gesorgt, dass sich die beiden Teile Deutschlands nicht völlig entfremdeten. Zugleich hat diese Politik die innerdeutsche Grenze durchlässiger gemacht. Entspannungspolitik und zugleich Behauptung des Freiheitswillens der Menschen in der DDR waren die Seiten einer Medaille der Ostpolitik Willy Brandts. Unvergessen sind dabei seine klaren Worte des Protests und der Anklage im August 1961 schon in seiner Zeit als Regierender Bürgermeister in Berlin. Er machte damit West-Berlin zum weltweit sichtbaren Symbol des Freiheitswillens aller Deutschen.
Willy Brandt war überzeugt, dass die Spaltung der Stadt und Deutschlands keinen historischen Bestand haben würde. Dennoch war seine Antwort darauf behutsam und besonnen. "Wandel durch Annäherung" bedeutete ein friedliches, aber entschiedenes Ringen um die Freiheit aller Menschen hinter dem "Eisernen Vorhang": Die sozialdemokratische Entspannungspolitik zwang die DDR und die anderen Länder des Ostblocks letztlich in den Dialog mit dem freien Europa. Das untergrub die kommunistischen Diktaturen und legte so die Grundlagen für den Weg zur Einheit Deutschlands. Die großen Demonstrationen und die Massenflucht im Jahr 1989 zeigten eindrucksvoll, dass auch die Mauer den Freiheitswillen der Menschen in der DDR nicht hatte unterdrücken können. In einer friedlichen Revolution zwangen sie das kommunistische Regime schließlich zum Aufgeben. Ein Jahr später wurde die deutsche Einheit in Frieden und Freiheit möglich - ein historischer Glücksfall für unser Land und ein wichtiger Schritt zu einem geeinten Europa.
Der Mauerbau vom August 1961 war ein grausamer wie menschenverachtender Unterdrückungsversuch, der aber aufgrund des Freiheitswillens der Menschen in der DDR und durch die friedliche Revolution 1989 keinen Bestand hatte. Genau daran müssen wir auch in Zukunft immer wieder erinnern: Gegen die kollektive Kraft von Menschen, die gemeinsam für ihre Freiheit eintreten, lassen sich keine Mauern errichten ? keine Mauern aus Stein, aber auch keine Mauern aus Unfreiheit, Unterdrückung oder Zensur. Für Sozialdemokraten gilt auch in Zukunft: Es gibt keine Gerechtigkeit ohne Freiheit und keine Freiheit in Ungerechtigkeit.
Sozialdemokratische Partei Deutschlands Parteivorstand
Wilhelmstraße 141, 10963 Berlin
Telefon (030) 25991-300, FAX (030) 25991-507
Herausgeberin: Andrea Nahles
Redaktion: Tobias Dünow
e-mail: pressestelle@spd.de
http://www.spd.de
http://www.meinespd.net/Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 08.08.2011 - 14:45 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 457970
Anzahl Zeichen: 9111
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 314 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Erklärung des SPD-Präsidiums zum 50. Jahrestag des Mauerbaus: Keine Barrieren mehr gegen die Freiheit!"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
SPD (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Lesben und Schwule in der SPD (Schwusos) Ansgar Dittmar und die Fachsprecherin im Bundesvorstand der Schwusos für den Bereich "Homophobie und Sport" Martina Wilczynski erklären zur "Berliner Erklärung" gegen Homophobie:
Ei
Scheytt und Krajewski: Bundesregierung gefährdet Kultur in Deutschland durch das Freihandelsabkommen mit den USA ...
In der folgenden gemeinsamen Erklärung von Oliver Scheytt und Christiane Krajewski, Mitglieder im Kompetenzteam von Peer Steinbrück, fordern sie, den Kulturbereich bei den Verhandlungen zum Freihandelsabkommen mit den USA auszuklammern und etwa die grenzüberschreitende Buchpreisbindung zu erhal
Matthias Machnig: Untätigkeit der Bundesregierung führt zu Desaster mit Ansage ...
Zu heutigen Medienberichten, denen zufolge die großen Energieversorger in Deutschland planen, möglicherweise bis zu einem Fünftel ihrer konventionellen Kraftwerkskapazitäten vom Netz zu nehmen, erklärt Matthias Machnig, für Energie und Umwelt zuständiges Mitglied im SPD-Kompetenzteam:
FoWeitere Mitteilungen von SPD
Sinnvolle Beschäftigung für Hund und Halter in der Ferienzeit ...
Die Sommerferien sind da. Der Urlaub ist geplant oder auch nicht, die Kinder sind in verschiedenen Ferienfreizeiten, man selbst erholt sich von einem langen Jahr stressiger Arbeit. Jetzt wäre doch endlich auch mal Zeit, sich mit seinem Hund sinnvoll zu beschäftigen und mit ihm Spaß zu haben.
Kostenlose Studie zum Download: Online-Beratung steigert Kundenzufriedenheit und Konversionsrate ...
(Remseck, 08.08.2011) Wie wichtig und nützlich ist Online-Beratung per Live-Chat? / Welchen Einfluß haben Chats auf Konversionsraten? / Wie ist das Einladungsmanagement zu gestalten? / Wie reagieren Besucher auf Chat-Einladungen? / Wie zufrieden sind Besucher mit Chatangeboten? / Welches sind di
Cirquent erweitert Führungsteam ...
* Eckhard Bilitewski wird Head of Corporate Development
* Neue Abteilung bündelt strategische Planung
München, den 8. August 2011 ? Ein Stratege erweitert das Cirquent Führungsteam seit 1. August 2011: Eckhard Bilitewski übernimmt als Head of Corporate Development weitreichende Planungs- u
Verarbeitendes Gewerbe Juni 2011: Umsatz saisonbereinigt + 0,1 % zum Vormonat ...
WIESBADEN -Der preisbereinigte Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe war nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Juni 2011 saison- und arbeitstäglich bereinigt um 0,1 % höher als im Mai 2011 (nach - 0,9 % im Mai 2011 gegenüber April 2011). Dabei erhöhte sich der Inland
Risiko raus! Sicherheitstipps für den Einsatz von mobiler Informations- und Kommunikationstechnologie an Fahrerarbeitsplätzen ...
Dort, wo der Fahrersitz auch Arbeitsplatz ist, sind Navigationsgerät, Handy und andere Geräte der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) inzwischen oft Standard. Immer mehr elektronische Helfer sollen die Arbeit am Steuer erleichtern. Ein Bildschirmgerät mit aktuellen Verkehrsdaten z




