US-Bestände verblüffen Anleger
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Nach ihrem jüngsten Sturzflug sind die Rohölpreise in einen leichten Aufwärtstrend zurückgekehrt. Vermeldeten die Rohstoffbörsen gestern zeitweise Notierungen von unter 76 Dollar (WTI) und unter 99 Dollar (Brent), wurden die Kontrakte im heutigen Frühhandel für 82 bzw. 105 Dollar gehandelt. Die Volatilität dürfte zunächst erhalten bleiben; sicher ist an den Börsen derzeit nichts.
Der Impuls für steigende Preise war gestern von den US-Bestandsdaten des American Petroleum Institutes gekommen. Aufgrund der Konjunkturlage gingen die Marktteilnehmer eigentlich von weiter zunehmenden Beständen aus. Bei der Bekanntgabe der Zahlen überraschte allerdings die deutliche Reduzierung der Rohölvorräte, auch Diesel, Heizöl und Benzin wurden weniger. Anleger warten nun auf die Daten der Energiebehörde DOE. Allerdings: An der grundsätzlichen Wirtschafts- und Finanz-Problematik, die während der letzten Wochen akut wurde, ändern auch einige Barrel mehr oder weniger nichts. "Menschen können sich allerdings eine Welt erträumen, in der bestimmte Probleme ausgeblendet werden. Die Finanzszene ist dazu definitiv in der Lage", urteilt esyoil-Experte Dr. Klaus Bergmann dazu. Er sieht kurzfristig dennoch zusätzlich ein "gewisses Abwärtspotenzial" bei der Preisentwicklung - trotz Rohstoffspekulanten.
Doch zunächst müssen die hiesigen Heizölverbraucher nach Tagen der Wonne einen kleinen Wermutstropfen in Form leicht anziehender Bezugskosten hinnehmen. Der gestrige Höhenflug der Rohölpreise schlägt hier durch.
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Datum: 10.08.2011 - 09:37 Uhr
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