NABU: Öl-Förderung in der Nordsee ist ein unkalkulierbares Risiko
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NABU: Öl-Förderung in der Nordsee ist ein unkalkulierbares Risiko
Berlin ? "Wie viele Warnschüsse brauchen wir noch, bis die Politik es endlich kapiert: Verheerende Öl-Unfälle sind auch in der Nordsee jederzeit möglich. Die Konsequenz kann nur heißen: Keine Ölförderung in sensiblen Meeresgebieten, dazu gehören weite Teile der Nordsee inklusive des Weltnaturerbes Wattenmeer", kommentiert NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller die jüngsten Meldungen über ein weiteres Leck der havarierten Ölplattform "Gannet Alpha" 180 Kilometer östlich von Aberdeen.
"Die Förderung von Erdöl in der Nordsee, insbesondere in immer größeren Tiefen, ist ein permanentes und unkalkulierbares Risiko für die Umwelt, die marine Tier- und Pflanzenwelt und damit für die Lebensgrundlage der Menschen", erklärt Miller. Erneut habe der Mineralölkonzern Shell das Ausmaß des Ölunfalls über Tage verschleiert. Tatsächlich handelt es sich um den schlimmsten Unfall in der Nordsee seit elf Jahren, inzwischen sind mehr als 216 Tonnen giftiges Rohöl ins Meer geflossen. "Mit dieser riskanten Politik muss endlich Schluss sein", fordert Miller. "Europas Ölförderung im Meer muss dringend überprüft und das Notfallmanagement überarbeitet werden."
Für Rückfragen:
Dr. Kim Cornelius Detloff, NABU-Meeresschutzexperte, Tel. 030-284984-1626, mobil 0152- 0920 2205
Im Internet zu finden unter www.NABU.de
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Datum: 16.08.2011 - 18:15 Uhr
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