Dioxin- und PCB-Einträge bei der Produktion von Lebensmitteln vermeiden
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Dioxin- und PCB-Einträge bei der Produktion von Lebensmitteln vermeiden
Insbesondere die Harmonisierung der verschiedenen einzelstaatlichen Höchstgehalte für nicht-dioxinähnliche PCB in Lebensmitteln, die eine Verschärfung der bislang in Deutschland geltenden Grenzwerte bedeutet, und die aus Vorsorgegründen erstmalige Festsetzung von Höchstgehalten für Dioxine und dioxinähnliche PCB für Säuglings- und Kleinkindernahrung sind ein spürbarer Beitrag zur Verbesserung des gesundheitlichen Verbraucherschutzes bzw. der Lebensmittelsicherheit.
Der Leitfaden informiert über die Maßnahmen des Bundesumweltministeriums zur Begrenzung bzw. Verringerung des Eintrags von Dioxinen und PCB in die Umwelt und damit in die Nahrungskette. Seit Mitte der 1980er Jahre sorgen zahlreiche regulatorische Maßnahmen für eine Minderung der Freisetzung von Dioxinen und PCB in die Umwelt. Die Emissionen aus bekannten Quellen konnten von 1990 bis 2004 um mehr als 90 Prozent gesenkt werden. Weitere Anforderungen zur Verringerung von Emissionen, z.B. im Anlagenbereich, werden den Eintrag auch von Dioxinen in die Umwelt zusätzlich vermindern. Die allgemeine Belastung der Umwelt mit diesen Stoffen, die so genannte Hintergrundbelastung, ist bis Mitte der 90er Jahre auf ein niedriges Niveau gesunken und stagniert dort seit einigen Jahren. Langlebigkeit und Remobilisierung insbesondere von PCB aus Altlasten und noch heute ? wenn auch nur in geringem Umfang ? existierende Quellen für Dioxine und PCB werden einen Rückgang der Hintergrundbelastung !
der Umwelt mit diesen gesundheitsschädlichen Stoffen verlangsamen.
Der Leitfaden für Nutztierhalter gibt Hinweise auf mögliche punktuelle, vom Erzeuger vermeidbare Belastungsquellen und beschreibt den aktuellen Stand der Ursachenforschung für die Verunreinigung einzelner Lebensmittelgruppen wie Schafleber mit Dioxinen und PCB. Auch auf der Grundlage der aktuellen Forschungsergebnisse lassen sich keine Erkenntnisse über Möglichkeiten zur drastischen Verringerung der Belastung von Schafleber mit Dioxinen und PCB ableiten. Daher hält das Bundesinstitut für Risikobewertung seine Empfehlung aus dem Jahr 2009 aufrecht, aus Vorsorgegründen bundesweit den Verzehr von potentiell belasteter Schafleber zu meiden. Ein weiteres interdisziplinäres Fachgespräch zur Ursachenaufklärung mit Experten insbesondere aus der Lebens- und Futtermittelsicherheit, dem Boden- und Gewässerschutz sowie der Altlastensanierung findet im Oktober 2011 im Umweltbundesamt in Berlin statt - ein weiterer wichtiger Schritt in der komplexen Ursachenforschung.
Der Leitfaden "Dioxin- und PCB-Einträge in Lebensmittel vermeiden" steht im Internet unter www.bmu.de/45787 zum Download bereit. Der Leitfaden kann auch beim Bundesumweltministerium kostenlos bestellt werden: bmu@broschuerenversand.de
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Datum: 24.08.2011 - 17:00 Uhr
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