BRENNSTOFFSPIEGEL: Nun pusht Katja die Rohöl-Preise

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Ein Ende der erneuten Preisanstiege bei den Rohölnotierungen scheint nicht in Sicht. Abhilfe könnte zumindest für Europa ein Wiederanlaufen der libyschen Ölförderung schaffen, die von den Rebellen für die kommenden Tage in Aussicht gestellt wurde. Nach Angaben von Ali Tarhuni, beim Nationalen Übergangsrat für den Ölsektor verantwortlich, könnten der Ölhafen Brega und die Raffinerie Sawijah wieder in Betrieb gehen.




(firmenpresse) - LEIPZIG. (Ceto) An den Warenterminbörsen hatte diese Meldung jedoch keinen Einfluss. Im Morgenhandel konnte Nordseeöl (Brent) seine gestrigen Gewinne von 1 US-Dollar je Barrel verteidigen und legte sogar noch mal 50 Cent drauf. Es wird derzeit für mehr als 115 Dollar gehandelt. US-Leichtöl (WTI) zeigt sich stabiler, es pendelt knapp unter 89 Dollar und somit um den Tagesschlusswert von gestern.
Für die differenzierte Entwicklung sind vor allem die US-Reservedaten ausschlaggebend. Das US-Energieministerium (DOE) schätzt einen Aufbau der Bestände um 5,3 Millionen Barrel. Auch die Destillate (Heizöl, Diesel) stiegen in der Vorwoche um 400.000 Barrel an, während es bei Benzin einen starken Rückgang um 2,8 Millionen Barrel gab. Unterm Strich sind die US-Läger jedoch deutlich besser gefüllt. Deswegen der Druck auf WTI. Für dessen relative Stabilität und den Anstieg bei Brent sorgt der nächste Hurrikan der Saison, der auf den schönen Namen Katja hört. BP evakuierte vorsichtig Personal von eventuell betroffenen Bohrplattformen. Andere explorierende Gesellschaften denken derzeit darüber nach.
Da auch der Euro schwächelt und deutlich unter den Wechselkurs von 1,44 US-Dollar fiel müssen Heizölverbraucher in Deutschland wie schon seit Ende letzter Woche mit steigenden Preisen rechnen.
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Datum: 01.09.2011 - 09:24 Uhr
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