Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar
Unruhen in Kairo
Langer Weg
CARSTEN HEIL
ID: 496654
rücksichtslos in eine Menschenmenge rasen; Soldaten, die aus
brennenden Panzern fliehen und vom wütenden Mob gestellt und gelyncht
werden; eine staatliche Ordnungsmacht, die nicht in der Lage (oder
nicht Willens) ist, für Ordnung zu sorgen. Dabei ist genau das eine
der wichtigsten Aufgaben eines Staates. Der arabische Frühling hat in
Ägypten seine Unschuld verloren. Zwar ist nicht wirklich geklärt, wer
oder welche Seite für die mörderischen Unruhen vom Sonntag Abend in
Kairo verantwortlich ist. Aber der herrschende Militärrat hat sich
einmal mehr als überfordert gezeigt. Oder es ist noch schlimmer und
die Militärs dulden die Eskalation der Gewalt bewusst, um von eigenen
Fehlern abzulenken. In Kairo sind immer noch die Mubarak-Seilschaften
an der Macht. Der Weg zur Demokratie ist länger als die Optimisten
noch im Frühjahr glaubten. Wo soll auch Demokratie herkommen, wenn
niemand jemals Erfahrungen mit ihr sammeln konnte. Ägypten ist immer
autokratisch regiert worden. Die Zweifel an der Lauterkeit der
Militärs sind berechtigt. Warum sollten sie sich auch von der Macht
vertreiben lassen?
Pressekontakt:
Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten@neue-westfaelische.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 10.10.2011 - 19:41 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 496654
Anzahl Zeichen: 1420
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Bielefeld
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 217 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar
Unruhen in Kairo
Langer Weg
CARSTEN HEIL"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Westfälische (Bielefeld) (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).




