Welche Krise? Alles (k)ein Problem!
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Welche Krise? Alles (k)ein Problem!
Gehen wir jedoch zunächst zurück zum Ausgangspunkt jeder „Krise", und Sie werden recht schnell verstehen, dass es sich, unabhängig wie die Krise tituliert, oder welche Sau gerade durchs Dorf getrieben wird ......, immer um eine Krise Ihres eignen Bewusstseins handelt.
Ins Deutsche wurde das Wort von der lateinischen crisis entlehnt und ist seit dem 16. Jahrhundert nachweisbar, erst in medizinischen Zusammenhängen vor allem fieberhafter Erkrankungen, wo es die sensibelste Krankheitsphase bezeichnete, der bei glücklichem Verlauf der Infektion - ohne Möglichkeit von Antibiotika - eine Entfieberung innerhalb eines Tages folgte und die endgültige Krankheitsabwehr einläutete.
„Krise" ist ein aus dem Griechischen stammendes Wort zum altgriechischen Verb krínein, welches „trennen" und „(unter-)scheiden" bedeutet. Auf das gleiche Verb geht auch das Substantiv „Kritik zurück. Es bezeichnet „(Ent-)Scheidung", „entscheidende Wendung" und bedeutet eine „schwierige Situation, Zeit, die den Höhe- und Wendepunkt einer gefährlichen Entwicklung darstellt". Dass es sich hierbei um einen Wendepunkt handelt, kann jedoch oft erst konstatiert werden, nachdem die Krise abgewendet oder beendet wurde. Nimmt die Entwicklung einen dauerhaft negativen Verlauf, so spricht man von einer Katastrophe - wörtlich in etwa „Niedergang" -, die medizinisch das Sterben, den Tod zur Folge hat.
Nur ganz nebenbei: Antibiotika – „anti bios" heißt wörtlich übersetzt „gegen das Leben" - und ihre Derivate werden vielfach als Arzneistoffe in der Behandlung von Infektionskrankheiten verwendet. Im weiteren Sinne werden auch solche Substanzen mit antimikrobieller Wirkung als Antibiotika bezeichnet, die in der Natur nicht vorkommen und sowohl teilsynthetisch als auch vollsynthetisch oder gentechnisch gewonnen werden.
Dass Sie nicht so dastehen, wie in dem zugegebener Maßen etwas derben Witz „Ich hab"s kommen sehen, sagte die Frau mit dem Sperma auf der Brille" liegt also allein an Ihnen. Warum? Ganz einfach: Wir alle haben unseren Blick nach dem Ausgangspunkt, nach der Ursache zu richten, die eine Wirkung zeitigt. Betrachtet man diesbezüglich die Strukturen des heutigen „globalen" Denkens, finden wir unschwer zurück zu Imanuel Kant, der die Art des Denkens – exemplarisch sein „kategorischer Imperativ" - seither bestimmt. Und gingen wir noch einen Schritt weiter zurück, dann müssten wir uns doch fragen, woher dieser Kant eigentlich seine Gedanken hatte, woher er seine Inspirationen, seine Intuitionen empfing.
Sein damaliger geistiger Gegenpart und -pol Goethe hat uns als Antwort den „Faust" hinterlassen, der seinen Übermut, sich mit dem Teufel messen zu wollen, entsprechend bezahlen muss. Aber die Menschen haben sich nicht nur hierin gegen die Goetheschen Heilkräfte entschieden, auch in der Art Wissenschaft zu treiben, gaben sie materialistisch inspirierten Geistern wie Darwin, Newton u.a. den teuflischen Vorzug.
Muss man da noch fragen, warum wir heute so ärmlich und dumm dastehen, wie wir dastehen? Darf man sich da ernstlich noch fragen, warum man nicht mehr „durchblickt", warum wir die Geister, die wir riefen, nicht mehr zu scheiden vermögen?
Es ist ja nicht schwer, die o.g. unterschiedlichen Strömungen in jedem Menschen repräsentiert zu finden. Wir können immer zu den Ursprüngen (Ursachen) zurückfinden und uns immer die unausweichlichen Konsequenzen (Wirkungen) vergegenwärtigen, auch wenn sie erst in der Zukunft stattfinden. Für denkfaule Bequemlinge ist dies allerdings nichts, allein der nach vollständiger Wirklichkeit strebende Mensch, der Ursache und Wirkung miteinander verbunden denken kann, wird die Krise erst einmal in sich selbst bewältigen müssen. Und wer erst einmal sich selbst belehrt hat, mag dann gerne auch andere darüber zu belehren versuchen.
Die Welt ist also weder schlecht noch braucht sie uns, denn sie ist immer nur so gut, wie die in oder auf ihr jeweils lebenden Menschen sich über sich selbst bewusst geworden sind. Weil aber Materialismus, weil Egoismus seit geraumer Zeit die Grundkräfte unseres Zeitgeistes bilden, wird innerhalb des unbewussten Teiles der Menschheit der Krieg aller gegen alle wüten. Arme Menschheit, reiches Isartal – darüber demnächst mehr!
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